Steuern, Finanzindustrie

Friedrich Merz, der Kandidat für den Parteivorsitz der CDU, hat mit Blick auf die Absicherung der Rente gefordert, Arbeitnehmer stärker an den Kapitalmärkten zu beteiligen.

02.12.2018 - 00:05:50

Merz will Steuerfreiheit für Aktienkauf

"Wir sollten die Aktienmärkte nutzen, um langfristig eine bessere Vermögens- und Kapitalbildung in den privaten Haushalten zu schaffen. Dann wird für viele Menschen in Deutschland der Erwerb eines Eigenheims leichter werden - ein altes Versprechen der CDU", sagte Merz der "Welt am Sonntag".

Die Politik solle beispielsweise Produkte fördern, indem sie steuerliche Anreize gebe. "Denkbar wäre ein jährlicher Freibetrag, unter dem man einen auf Aktien basierten Spar- oder Vorsorgeplan aufbaut. Dieser dürfte im Alter nicht mehr nachversteuert werden. Zentral ist, dass dieses Aktienpaket ausschließlich der Alterssicherung dient und erst dann abschlagsfrei aufgemacht werden darf, wenn die gesetzliche Altersgrenze erreicht worden ist", so der CDU-Politiker weiter. Der Bundeshaushalt gäbe jedes Jahr 100 Milliarden Euro aus, um die Rentenversicherung zu stabilisieren. "Da müsste ein kleiner einstelliger Milliardenbetrag, der zusätzlich anfällt, wenn entsprechende Freibeträge eingeführt werden, zu verkraften sein", so Merz.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Zoll deckt mehr Verstöße gegen Mindestlohngesetz auf. Beim Mindestlohn sei die Zahl von 1316 Fällen im Jahr 2015 auf 6220 im Jahr 2018 gestiegen, teilte das Bundesfinanzministerium am Montag in Berlin mit. In 2744 Fällen sei der Mindestlohn unterschritten worden. Im Rahmen der Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung wurden demnach rund 111 000 Ermittlungsverfahren wegen Straftaten eingeleitet. 2017 waren es noch rund 108 000 gewesen. BERLIN - Der Zoll hat im vergangenen Jahr mehr Verstöße gegen das Mindestlohngesetz sowie mehr Fälle von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung aufgedeckt. (Wirtschaft, 25.03.2019 - 17:51) weiterlesen...

Verjährung statt Bestrafung?. Die Opposition im NRW-Landtag warf der schwarz-gelben Regierung am Montag Verfehlungen vor - nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty setzt die Regierung falsche Prioritäten, die zu knappem Personal bei der Aufklärung von Cum-Ex-Sachverhalten und drohender Verjährung erster Fälle geführt hätten. Das Finanzministerium wies den Vorwurf zurück - Hinweise auf eine drohende Verjährung habe man nicht. DÜSSELDORF - Die umstrittenen Cum-Ex-Steuerdeals mit mutmaßlichem milliardenschweren Steuerbetrug schlagen auch Jahre später noch hohe Wellen. (Boerse, 25.03.2019 - 17:48) weiterlesen...

Steuer-Gewerkschaft: Fiskus könnte bei Cum-Ex in die Röhre schauen Die Aufarbeitung des Cum-Ex-Skandals könnte nach Einschätzung der Deutschen Steuer-Gewerkschaft (DSTG) scheitern. (Politik, 25.03.2019 - 14:22) weiterlesen...

Gewerkschaft: 50 Milliarden Euro für Schienennetz nicht genug. "Natürlich hört es sich gewaltig an, wenn der Bund in den nächsten Jahren 50 Milliarden Euro für die Sanierung des Schienennetzes ausgeben will. Da die Bundesregierung aber über Jahre hinweg viel zu wenig in die Sanierung der Trassen investiert hat, ist das Netz mittlerweile so marode, dass 50 Milliarden Euro nicht ausreichen werden", sagte der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Alexander Kirchner, am Montag. BERLIN/FRANKFURT - Gewerkschafter halten die mögliche Milliarden-Aufstockung der Bundesmittel für das deutsche Schienennetz für zu wenig. (Wirtschaft, 25.03.2019 - 12:04) weiterlesen...

Flexirentengesetz: Über hunderttausend Anfragen an Rentenversicherung Mehr als 100.000 Rentenversicherte haben sich 2018 an die Deutsche Rentenversicherung (DRV Bund) gewandt, weil sie möglichst ohne Abzüge vorzeitig in den Ruhestand gehen wollen. (Politik, 25.03.2019 - 00:03) weiterlesen...

Gesundheitsminister für mehr Wettbewerb zwischen gesetzlichen Kassen. Er halte es für einen Fehler, dass die Möglichkeit, die Krankenkasse frei zu wählen, noch immer eingeschränkt seien, schrieb der CDU-Politiker in einem am Sonntag veröffentlichten Gastbeitrag für das "Handelsblatt". BERLIN - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will es den Bürgern leichter machen, zwischen einzelnen gesetzlichen Krankenkassen zu wechseln. (Wirtschaft, 24.03.2019 - 18:37) weiterlesen...