Gesellschaft, Hessen

Frankfurt / Main - Der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch macht sich für mehr Streitkultur in der Politik stark.

26.02.2017 - 13:38:06

«Wünsche klarere Sprache» - Roland Koch wünscht sich mehr Streitkultur in der Politik. «Ich glaube, dass Parteien in den letzten Jahren sehr dafür prämiert worden sind, den Konflikt zu vermeiden», so der langjährige CDU-Politiker.

«Ich würde mir schon wünschen, dass die Politik eine klarere Sprache wählt», sagte Koch der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt.

«Wir haben ein Jahrzehnt hinter uns, in dem der politische Konflikt in Deutschland nicht mehr gemocht wurde, obwohl er zur Demokratie dazugehört», bilanzierte Koch. «Es entstand zunehmend der Eindruck, es gibt nur eine richtige Lösung. Für die meisten Themen gibt es aber mindestens zwei richtige Lösungen.»

Als Beispiel nannte Koch die Aussage Angela Merkels, ihr Vorgehen sei «alternativlos». Die Bundeskanzlerin benutzte den Begriff im Zusammenhang mit dem Gesetz über mögliche Enteignungen von Banken. «Ich habe natürlich verstanden, welche psychologische Bedeutung diese Formulierung mit Blick auf die Ängste der Bevölkerung in der Bankenkrise hatte. Politik ist aber nie alternativlos», erklärte er. «Wir haben in Deutschland zu wenig qualifiziert gestritten - zum Beispiel über die Frage, ob Europa richtig oder falsch ist. Die Folgen können wir täglich besichtigen. Da gibt es Aufholbedarf.»

Der 58-jährige Koch war nach seiner Zeit als hessischer Ministerpräsident Vorstandschef des Baukonzerns Bilfinger und ist heute Aufsichtsratschef der Bank UBS Deutschland und Rechtsanwalt.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Klöckner fürchtet Rückschritte für Frauenrechte durch Einwanderung Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) fürchtet Rückschritte für Frauenrechte in Deutschland im Zuge der Einwanderung. (Politik, 27.05.2018 - 16:23) weiterlesen...

Ifo-Chef besorgt über Boom bei Rente mit 63 Die auf über eine Million gestiegene Zahl der Anträge auf Rente mit 63 löst unter Ökonomen Besorgnis und Kritik aus. (Politik, 24.05.2018 - 20:14) weiterlesen...

Haseloff: Ost-West-Unterschiede auch noch in 100 Jahren spürbar Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sieht Deutschland weiterhin als ein in vielen Bereichen juristisch geteiltes Land. (Politik, 24.05.2018 - 19:12) weiterlesen...

Paritätischer: GroKo vernachlässigt Armutsbekämpfung Der Paritätische Gesamtverband hat der Großen Koalition vorgeworfen, das Thema Armutsbekämpfung im Koalitionsvertrag vernachlässigt zu haben. (Politik, 24.05.2018 - 16:45) weiterlesen...

Pflegeexperten kritisieren Spahns Sofortprogramm Mehrere Pflegexperten haben massive Kritik am Pflege-Sofortprogramm von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geübt: "Dieser Aktionsplan ist leider ein Witz", sagte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). (Politik, 24.05.2018 - 01:02) weiterlesen...

Claudia Roth fürchtet Rückkehr der Frauenfeindlichkeit Die Grünen-Politikerin Claudia Roth hat vor einer Rückkehr der Frauenfeindlichkeit gewarnt: "Ich sage immer wieder anderen Frauen: Fühlt euch nicht sicher. (Politik, 23.05.2018 - 14:44) weiterlesen...