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Parlament, Wahlen

Ex-Ministerpräsident Boiko Borissow oder der Entertainer Slawi Trifonow - es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

12.07.2021 - 14:54:10

Parlamentswahl - Entertainer-Partei liegt in Bulgarien vorn. Das amtliche Endergebnis wird allerdings noch auf sich warten lassen.

  • Parlamentswahl in Bulgarien - Foto: Valentina Petrova/AP/dpa

    Ein Frau gibt in Sofia ihre Stimme bei der Parlamentswahl ab. Foto: Valentina Petrova/AP/dpa

  • Boiko Borissow - Foto: Visar Kryeziu/AP/dpa

    Boiko Borissow gibt seine Stimme bei der Parlamentswahl ab. Foto: Visar Kryeziu/AP/dpa

Parlamentswahl in Bulgarien - Foto: Valentina Petrova/AP/dpaBoiko Borissow - Foto: Visar Kryeziu/AP/dpa

Sofia - Nach der Parlamentswahl in Bulgarien zeichnet sich ein Sieg der populistischen Partei ITN («Es gibt so ein Volk») des Entertainers Slawi Trifonow ab.

Nach einem amtlichen Zwischenergebnis lagen die Populisten mit 23,91 Prozent auf Platz eins vor der bürgerlichen Partei GERB (23,69) von Ex-Ministerpräsident Boiko Borissow. Das teilte die Zentrale Wahlkommission (ZIK) nach Auszählung von 98,92 Prozent der Stimmen aus dem Inland und von 82 Prozent aus dem Ausland mit. Das amtliche Endergebnis soll am 18. Juli veröffentlicht werden.

Trifonows 2020 gegründete Partei ITN ist nicht im EU-Parlament vertreten, während Borissows GERB zur Europäischen Volkspartei (EVP) gehört - ebenso wie die deutschen CDU und CSU. Die ITN strebt die Einführung eines Mehrheitswahlrechts an, um das System der alten Parteieliten zu verändern.

Die oppositionellen Sozialisten (Ex-KP) kamen dem Zwischenergebnis zufolge mit 13,51 Prozent auf Platz drei. Es galt als sicher, dass ins Parlament in Sofia zwei weitere Protestkräfte einziehen: die konservativ-liberal-grüne Koalition Demokratisches Bulgarien DB (12,56 Prozent) und «Richte dich auf! Mafiosi raus!» (5,03 Prozent). Insgesamt sechs Parteien haben die Vier-Prozent-Hürde überwunden. Dagegen scheiterten die Nationalisten.

Bei dieser Kräfteverteilung hat das Anti-Borissow-Lager die absolute Parlamentsmehrheit verfehlt. Eine Zusammenarbeit mit Borissows GERB schließen seine Gegner aus, da sie Borissows früherer Koalitionsregierung Korruption vorwerfen. Borissow dürfte keine Partner mehr finden, um wieder zu regieren.

© dpa-infocom, dpa:210711-99-336916/14

@ dpa.de