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Deutsche Umwelthilfe e.V.

EU-Kommission muss Abfallverbrennung in den EU-weiten Emissionshandel aufnehmen

22.04.2021 - 14:17:30

EU-Kommission muss Abfallverbrennung in den EU-weiten Emissionshandel aufnehmen. Berlin - - Verbrennung von Siedlungsabf?llen belastet das Klima, vernichtet Ressourcen und f?hrt zur Entstehung gef?hrlicher Abf?lle - Deutsche Umwelthilfe und Zero Waste Europe fordern CO2-Preis f?r Abfallverbrennung als Anreiz zur Abfallvermeidung, Wertstofferfassung und zu verst?rktem Recycling - Verbrennung kompostierbarer Abf?lle ...

Berlin -

- Verbrennung von Siedlungsabf?llen belastet das Klima, vernichtet Ressourcen und f?hrt zur Entstehung gef?hrlicher Abf?lle - Deutsche Umwelthilfe und Zero Waste Europe fordern CO2-Preis f?r Abfallverbrennung als Anreiz zur Abfallvermeidung, Wertstofferfassung und zu verst?rktem Recycling - Verbrennung kompostierbarer Abf?lle darf nicht klimaneutral gestellt werden

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der europ?ische Umweltschutzverband Zero Waste Europe (ZWE) fordern die EU-Kommission auf, die Verbrennung von Siedlungsabf?llen in das EU-weite Emissionshandelssystem (EU-EHS) aufzunehmen. Die bisherige freiwillige Aufnahme der Abfallverbrennung in den europ?ischen Emissionshandel ist gescheitert und konterkariert den z?gigen Aufbau einer Kreislaufwirtschaft sowie die Bem?hungen zum Schutz des Klimas. Deshalb brauche es f?r die Abfallverbrennung dringend einen verbindlichen CO2-Preis als Anreiz f?r mehr Abfallvermeidung, getrennte Wertstofferfassung und Recycling. Die Umweltverb?nde fordern zudem Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf, dieses Anliegen im EU-Ministerrat zu unterst?tzen.

Anlass f?r die Forderung der DUH und der ZWE sind aktuelle Planungen der EU-Kommission zur Ausweitung des Emissionshandels auf weitere Wirtschaftsbereiche. Hierzu sollen im Juni 2021 erste Vorschl?ge ver?ffentlicht werden. Das EU-EHS ist ein Kernelement der EU-Politik zur Bek?mpfung des Klimawandels und das wichtigste Instrument zur kostenwirksamen Verringerung der Treibhausgasemissionen der Industrie.

" Mit j?hrlich ?ber 95 Millionen Tonnen CO2-?quivalenten heizen die Abfallverbrenner in der EU den Klimawandel an. Um die CO2-Emissionen in diesem Bereich nachhaltig zu reduzieren, muss die EU-Kommission die Verbrennung von Siedlungsabf?llen in den Emissionshandel aufnehmen. Eine CO2-Bepreisung entlastet die Umwelt, weil die Entsorgung ?ber Verfeuerungs?fen deutlich unattraktiver wird. Somit werden Anreize geschaffen, Abf?lle zu vermeiden, die getrennte Erfassung von Wertstoffen zu verbessern und die Recyclingmengen zu erh?hen ", sagt die Stellvertretende DUH-Bundesgesch?ftsf?hrerin Barbara Metz.

Derzeit geht der Trend europaweit in die falsche Richtung. In vielen EU-L?ndern sollen weitere Abfallverbrennungsanlagen gebaut werden. Heute werden bereits 58 Millionen Tonnen Siedlungsabf?lle in der EU verbrannt, 1995 waren es noch 29 Millionen Tonnen. " Durch die Freisetzung von CO2 bei der Verbrennung wird nicht nur das Klima belastet, sondern es entstehen auch giftige R?ckst?nde wie Schlacken und Filterst?ube, die Untertage deponiert werden m?ssen. Diese Abf?lle sind eine Gefahr f?r Mensch und Umwelt. F?r eine klimaneutrale EU m?ssen Abfallverbrennungskapazit?ten abgebaut und Klimaschutzpotenziale einer stofflichen Verwertung vollst?ndig genutzt werden ", sagt der DUH-Leiter f?r Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer.

Zur klimafreundlichen Nutzung von Wertstoffen geh?rt nicht nur das Recycling von Kunststoffen, Metallen oder Papier, sondern auch die ?kologische Verwertung von Bioabf?llen, die noch immer in ganz erheblichen Mengen in Verfeuerungs?fen landen. " Durch die Verg?rung und Kompostierung von Bioabf?llen wird ein wichtiger Beitrag zur Entlastung des Klimas geleistet. Deshalb darf vor allem die Verbrennung kompostierbarer Abf?lle keinesfalls als klimaneutral eingestuft werden ", betont Fischer.

Links:

Das gemeinsame politische Forderungspapier der DUH und Zero Waste Europe zur Einbeziehung der Verbrennung von Siedlungsabf?llen in das Europ?ische Emissionshandelssystem ETS: http://l.duh.de/p210422a

Pressekontakt:

Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgesch?ftsf?hrerin 0170 7686923, metz@duh.de

Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft 030 2400867-43, 0151 18256692, fischer@duh.de

DUH-Pressestelle:

Matthias Walter, Marlen Bachmann, Thomas Grafe 030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/22521/4896214 Deutsche Umwelthilfe e.V.

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