Kriminalität, Deutschland

Etwa 200 Scheinehen soll die Schleuserbande arrangiert haben.

06.11.2018 - 09:36:05

Durchsuchungen und Festnahmen - Großeinsatz gegen mutmaßliche Schleuserbande. Mal mit fingierten Ehepartnern, teils aber auch mit komplett gefälschten Heiratsurkunden.

Berlin - Bei einem Großeinsatz gegen eine mutmaßliche Schleuserbande haben Bundespolizisten in Berlin und Brandenburg vier Hauptverdächtige festgenommen.

Die drei Männer und eine Frau stehen im Verdacht, in etwa 200 bislang ermittelten Fällen Scheinehen arrangiert zu haben, wie ein Sprecher der Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur sagte. Außerdem wurden am Morgen 47 Wohnungen in drei Bundesländern durchsucht.

Mehr als 570 Beamte waren an dem Einsatz gegen die mutmaßliche deutsch-serbische Bande beteiligt. Laut Bundespolizei erfolgte der Großeinsatz im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin. Der überwiegende Teil der durchsuchten Wohnungen befinde sich in der Hauptstadt, hieß es. Aber auch in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen wurden Privatwohnungen durchsucht. Nach Angaben des Sprechers handelte es sich bei den Festgenommenen um zwei deutsche Männer im Alter von 51 und 63 Jahren, eine 51-jährige deutsche Frau und einen 40 Jahre alten Serben.

Die Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Banden- und gewerbsmäßigen Einschleusung von Ausländern laufen nach Angaben des Sprechers der Bundespolizei seit Oktober 2017. Durch die vorgetäuschten Eheschließungen hätten die Banden Menschen aus Pakistan, Nepal und Albanien einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland ermöglichen wollen. Bis zu 16.000 Euro sollen dafür jeweils gezahlt worden seien. «Das hat die Menschen teils auch in Abhängigkeiten gebracht», sagte der Sprecher.

Für die Scheinehen sollen die Beschuldigten fingierte Ehepartner vorwiegend aus dem süd- und osteuropäischen Raum vermittelt haben. Teilweise seien Heiratsurkunden aber auch komplett gefälscht worden, so der Vorwurf. Wie die Behörden auf die mutmaßliche Bande aufmerksam wurde, wollte der Sprecher aus «ermittlungstechnischen Gründen» nicht sagen.

@ dpa.de

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