Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Essen - Der Islamunterricht an deutschen Schulen soll der Integration dienen.

09.11.2017 - 21:41:27

WAZ: Wenn Glauben Schule macht - Kommentar von Jens Dirksen zum Gerichtsurteil über den Islamunterricht

Essen - Der Islamunterricht an deutschen Schulen soll der Integration dienen. Schon daraus leitet sich zwingend ab, dass die zuständige Landesregierung es nicht den Islamverbänden allein überlassen kann, welche Ausprägung der Unterricht bekommt - zumal deren Vielstimmigkeit die Gefahr zweifelhafter Kompromisse birgt. Aber kein Demokrat kann ernsthaft wollen, dass an unseren Schulen womöglich wahabitische, salafistische oder andere fundamentalistische Inhalte gelehrt werden - es sei denn als Beispiel für religiöse Verirrungen.

Man stelle sich aber nur mal vor, es gäbe so etwas wie eine muslimische Einheitskirche: Rein rechtlich könnte sie, das hat das gestrige Urteil der Oberverwaltungsrichter in Münster noch einmal herausgestellt, die uneingeschränkte Hoheit über die Unterrichtsinhalte beim Islamunterricht für sich beanspruchen.

Das zeigt, wie sehr die rechtlichen Rahmenbedingungen für Religionsunterricht an unseren Schulen auf die beiden christlichen Konfessionen zugeschnitten ist - ja der Gedanke überhaupt, Kinder im Glauben zu unterrichten. Je mehr die Erosion der christlichen Kirchen voranschreitet, desto dringender stellt sich die Frage, ob nicht ein Unterricht über die Arten des Glaubens, über Religionen und die Unterschiede zwischen ihnen sinnvoller ist - so wie es an vielen Schulen längst täglich praktiziert wird, wenn katholische Religion und ihre evangelische Variante auf dem Stundenplan stehen.

Manche Bundesländer haben längst einen Ethikunterricht, der auch philosophische Fragestellungen umfasst. Für einen solchen, umfassenden Unterricht in den verschiedenen Arten der Weltanschauung, müssten die Kinder auch in Nordrhein-Westfalen weder nach Konfessionen noch nach Religionen getrennt werden. Wäre das nicht Integration für alle?

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