Kabinett, Wohnungspolitik

Es wird gebaut wie seit vielen Jahren nicht mehr, aber immer noch zu wenig.

05.07.2017 - 06:58:06

Normalverdiener ohne Chance - Kabinett berät über neue Rezepte für bezahlbares Wohnen. Heute schaut die Bundesregierung auf den angespannten Wohnungsmarkt. Bauministerin Hendricks schätzt, dass in den kommenden Jahren jeweils 350 000 neue Wohneinheiten entstehen müssten, um den Bedarf zu decken.

  • Mietvertrag - Foto: DB Dieter Assmann

    Mietwohnung: Immer schwieriger zu bekommen - und zu bezahlen: Foto: DB Dieter Assmann

  • Leerstehendes Mietshaus - Foto: Tim Brakemeier

    Plattenbauten sind noch zu haben: Leerstehende Wohnungen in einem Mietshaus in Berlin. Foto: Tim Brakemeier

  • Baustelle - Foto: Jörg Carstensen

    Baustelle in Berlin: Wer in einer der großen Städte Deutschlands wohnt, gibt häufig mehr als ein Drittel seines Einkommens für die Warmmiete aus. Foto: Jörg Carstensen

  • Studenten suchen Wohnungen - Foto: Matthias Balk

    Die Mietpreise für Studierende liegen meist weit über dem, was sie sich leisten können. Foto: Matthias Balk

  • Wohnungsbesichtigung - Foto: Lukas Schulze

    Kampf um Wohnraum: Interessenten bei einer Wohnungsbesichtigung. Foto: Lukas Schulze

  • Wohnungsmarkt - Foto: Axel Heimken

    Ein für Normalverdiener nicht mehr bezahlbarer Traum: Citynah wohnen im Gründerzeitviertel wie hier im Hamburger Stadtteil Eppendorf. Foto: Axel Heimken

  • Eigentumswohnungen - Foto: Tim Brakemeier

    Auch Eigentumswohnungen werden rasant teurer. Foto: Tim Brakemeier

  • Wohnungsbau in Hamburg - Foto: Christian Charisius

    Wohnungsbau in Hamburg: Es wird mehr gebaut als seit langem, aber immer noch zu wenig. Foto: Christian Charisius

Mietvertrag - Foto: DB Dieter AssmannLeerstehendes Mietshaus - Foto: Tim BrakemeierBaustelle - Foto: Jörg CarstensenStudenten suchen Wohnungen - Foto: Matthias BalkWohnungsbesichtigung - Foto: Lukas SchulzeWohnungsmarkt - Foto: Axel HeimkenEigentumswohnungen - Foto: Tim BrakemeierWohnungsbau in Hamburg - Foto: Christian Charisius

Berlin - Das Dauerthema Wohnungsmangel beschäftigt heute das Bundeskabinett. Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) legt einen «Bericht über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft» vor.

Und obwohl die Neubautätigkeit in dieser Legislaturperiode deutlich zugenommen hat, steht jetzt schon fest, dass dieses Thema auch die nächste Bundesregierung intensiv beschäftigen wird.

Denn der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Städten wie Berlin, Düsseldorf, Köln oder München birgt sozialen Sprengstoff. Wer hier wohnt, gibt häufig mehr als ein Drittel seines Einkommens für die Warmmiete aus.

Und es betrifft nicht nur die Armen. Auch für Familien mit mittleren Einkommen sind beliebte Stadtviertel zum Teil unbezahlbar geworden. Da die Preise bei Neuvermietungen trotz Mietpreisbremse stärker steigen als im Bestand, wird es für Arbeitgeber mancherorts schwierig, Fachkräfte anzuwerben.

Hendricks schätzt, dass in den kommenden Jahren jeweils 350 000 neue Wohneinheiten entstehen müssten, um den Bedarf zu decken. Auch beim sozialen Wohnungsbau, für den die Länder Geld vom Bund erhalten, klafft ihrer Ansicht nach noch eine Lücke. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 24 550 Sozialwohnungen gebaut.

@ dpa.de

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