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Prozesse, Kriminalität

Es war einer der größten Prozesse zu Drogenkriminalität in der Geschichte der USA - und er endete mit einem deutlichen Urteil der Jury: schuldig in allen Anklagepunkten.

17.07.2019 - 16:48:05

11,2 Milliarden Euro Strafe - Drogenboss «El Chapo» muss lebenslang ins Gefängnis. Das Strafmaß gegen den Ex-Drogenboss «El Chapo» ist nun ebenso deutlich ausgefallen.

  • «El Chapo» - Foto: DEA/AP

    In allen zehn Anklagepunkten schuldig gesprochen worden: Joaquín «El Chapo» Guzmán. Foto: DEA/AP

  • Drogenboss «El Chapo» - Foto: Eduardo Verdugo/AP

    Joaquin «El Chapo» Guzman war einer der mächtigsten und mörderischsten Drogenbarone Südamerikas. Foto: Eduardo Verdugo/AP

  • Weg nach draußen - Foto: Gilberto Meza

    Weg nach draußen: Dieser Fluchttunnel befand sich in einer Fluchtwohnung von «El Chapo» im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa. Foto: Gilberto Meza

  • Leere Zelle - Foto: Leere Zelle: Das vermeintliche Hochsicherheitsgefängnis in Almoloya stellte für «El Chapo» kein echtes Hindernis dar. Foto: Mario Guzman

    Leere Zelle: Das vermeintliche Hochsicherheitsgefängnis in Almoloya stellte für «El Chapo» kein echtes Hindernis dar. Foto: Mario Guzman

  • Belohnung - Foto: 60 Millionen mexikanische Pesos betrug die Belohnung für die Ergreifung von «El Chapo». Foto: Alex Cruz

    60 Millionen mexikanische Pesos betrug die Belohnung für die Ergreifung von «El Chapo». Foto: Alex Cruz

  • Aushub - Foto: str

    «El Chapo» war weg - und hinterließ nur Müll und Erdaushub: Nach nur 17 Monaten in Haft floh der Drogenboss 2015 durch einen 1,5 Kilometer langen Tunnel aus dem Gefängnis Altiplano. Foto: str

«El Chapo» - Foto: DEA/APDrogenboss «El Chapo» - Foto: Eduardo Verdugo/APWeg nach draußen - Foto: Gilberto MezaLeere Zelle - Foto: Leere Zelle: Das vermeintliche Hochsicherheitsgefängnis in Almoloya stellte für «El Chapo» kein echtes Hindernis dar. Foto: Mario GuzmanBelohnung - Foto: 60 Millionen mexikanische Pesos betrug die Belohnung für die Ergreifung von «El Chapo». Foto: Alex CruzAushub - Foto: str

New York - Der mexikanische Drogenboss Joaquín «El Chapo» Guzmán muss für den Rest seines Lebens ins Gefängnis. Der 62-Jährige sei zu lebenslanger Haft plus 30 Jahre verurteilt worden und dürfe keinen Antrag auf vorzeitige Entlassung stellen, sagte Richter Brian Cogan in New York.

Außerdem forderte das Gericht «El Chapo» auf, eine Summe von 12,6 Milliarden Dollar (etwa 11,2 Milliarden Euro) zu zahlen. Dies sei eine «konservative Schätzung» der Summe, die Guzmán aus der Drogenkriminalität eingenommen habe, hatte die Staatsanwaltschaft zuvor mitgeteilt.

In einem der größten Prozesse zu Drogenkriminalität in der Geschichte der USA hatte eine Jury «El Chapo» vor fünf Monaten in allen zehn Anklagepunkten für schuldig befunden - unter anderem wegen Beteiligung an einer Verbrecherorganisation, Herstellung und internationaler Verbreitung der Drogen Kokain, Heroin, Methamphetamin und Marihuana sowie wegen Geldwäsche und Gebrauchs von Schusswaffen. Die US-Regierung hatte den Schuldspruch als großen Erfolg gefeiert und weiter hartes Vorgehen gegen Schmugglerkartelle angekündigt.

Die Staatsanwaltschaft hatte sich für eine lebenslange Haftstrafe ausgesprochen. Guzmáns Verteidiger hatten bis zuletzt erfolglos versucht, den Prozess neu aufrollen zu lassen. Die nach Bundesgesetz zulässige Todesstrafe war nach einer Einigung zwischen den USA und Mexiko, von wo aus Guzmán nach seiner Festnahme ausgeliefert worden war, ausgeschlossen. Der Ex-Drogenboss war 25 Jahre lang Chef des mächtigen Sinaloa-Kartells. Experten zufolge ist dessen Einfluss aber auch ohne Guzmán ungebrochen.

Guzmán, der wegen seiner Körpergröße von 1,64 Meter den Spitznamen «El Chapo» («der Kurze») trägt, ist derzeit in einem Hochsicherheitsgefängnis in New Yorks Stadtteil Manhattan eingesperrt. In Mexiko gelang es dem Ex-Drogenboss bereits zwei Mal, aus dem Gefängnis auszubrechen: 2001 entkam er in einem Wäschekorb und 2015 durch einen Tunnel, den Komplizen bis unter seine Zelle gegraben hatten. Es gilt als wahrscheinlich, dass Guzmán nun in ein Hochsicherheitsgefängnis im US-Bundesstaat Colorado verlegt wird.

@ dpa.de