Parteien, Bundestag

Es wäre ein Bündnis, das es auf Bundesebene noch nie gab: eine Koalition aus CDU, CSU, FDP und Grünen.

30.09.2017 - 14:16:06

Debatte über Sondierungsteam - Özdemir ruft zur Geschlossenheit in Jamaika-Gesprächen auf. Der Zwang zur Einigung erscheint übermächtig, auch weil die SPD nicht wieder regieren will.

  • Trittin und Kretschmann - Foto: Kay Nietfeld

    Jürgen Trittin (l) und Winfried Kretschmann gehören zum 14-köpfigen Sondierungsteam. Foto: Kay Nietfeld

  • Cem Özdemir - Foto: Britta Pedersen

    «Geschlossen, klar, in die Zukunft ausgerichtet, dann machen wir das super weiter», sagt Cem Özdemir. Foto: Britta Pedersen

Trittin und Kretschmann - Foto: Kay NietfeldCem Özdemir - Foto: Britta Pedersen

Berlin - Grünen-Chef Cem Özdemir hat seine Partei aufgerufen, geschlossen in Sondierungsgespräche mit Union und FDP zu gehen. «Lasst uns in dem Spirit, wie wir den Wahlkampf gemacht haben, jetzt gemeinsam weitermachen.»

Das sagte der Spitzenkandidat in Berlin vor rund 90 Delegierten eines kleinen Parteitags. «Geschlossen, klar, in die Zukunft ausgerichtet, dann machen wir das super weiter.»

Die Grünen wollten sich auf dem Länderrat mit dem Wahlergebnis auseinandersetzen und formell beschließen, dass eine 14-köpfige Sondierungsgruppe mit möglichen Partnern sprechen soll. Vor allem im linken Parteiflügel gibt es Bedenken.

Keiner habe sich vor der Wahl eine Jamaika-Koalition gewünscht, sagte Özdemir. Nun komme es darauf an, den Wählerauftrag ernst zu nehmen und sich für Ökologie, ein starkes Europa und Gerechtigkeit einzusetzen. Die Grünen wollten die Stimme derer sein, die bisher keine Lobby hätten. Er kündigte Gespräche mit «allen möglichen gesellschaftlichen Akteuren» für die kommenden Wochen an.

Mit Blick auf Gerüchte, dass Grüne und FDP in kleiner Runde bereits über Ministerposten sprechen würden, sagte Özdemir: «Es gab diese Treffen weder vor der Wahl noch nach der Wahl.» Es gebe keine «Parallelverhandlungen», alle Entscheidungen würden in der Sondierungsgruppe gemeinsam getroffen. Diese Gruppe sei auch deswegen so groß, weil die gesamte Partei mitgenommen werden solle.

@ dpa.de

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