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Kriminalität, Film

Es sind Szenen wie in einem Horrorfilm: «Sterbt!», schreit ein Mann und zündet ein Animationsstudio an, das Zeichentrickfilme für junge Menschen produziert.

18.07.2019 - 11:40:05

Feuerwehr befürchtet 23 Tote - Brandstifter zündet Filmstudio in Kyoto an: «Sterbt!». Nun suchen Ermittler nach Motiven für seine todbringende Tat.

  • Mutmaßlicher Brandanschlag in Japan - Foto: kyodo

    Rauch steigt aus dem dreistöckigen Studio in Kyoto auf. Foto: kyodo

  • Rauch steigt auf - Foto: kyodo

    Bei mutmaßlicher Brandstiftung in dem Animationsstudio sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Foto: kyodo

  • Rettungskräfte - Foto: kyodo

    Feuerwehrleute während der Löscharbeiten am dreistöckigen Studio der Kyoto Animation Co. Foto: kyodo

  • Fast ganz ausgebrannt - Foto: kyodo

    Das Feuer in dem dreistöckigen Gebäude sei am Donnerstagmorgen ausgebrochen, nachdem ein Mann hineingestürmt sei und eine unbekannte Flüssigkeit verteilt habe, teilte die Polizei mit. Foto: kyodo

Mutmaßlicher Brandanschlag in Japan - Foto: kyodoRauch steigt auf - Foto: kyodoRettungskräfte - Foto: kyodoFast ganz ausgebrannt - Foto: kyodo

Kyoto - Bei einem Brandanschlag auf ein Filmstudio in der japanischen Touristenhochburg Kyoto sind mehr als ein Dutzend Menschen getötet worden.

Die örtliche Feuerwehr bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag zunächst den Tod von 13 Menschen. Man befürchte aber, dass noch mindestens zehn weitere in den Flammen umgekommen seien, sagte die Feuerwehrmitarbeiterin Fumiko Inui. Weitere wurden laut der japanische Nachrichtenagentur Kyodo verletzt. Mehrere Menschen hätten das Bewusstsein verloren. Ein 41-jähriger Mann, der sich unter den Verletzten befand und ins Krankenhaus gebracht wurde, habe die Tat gestanden, hieß es weiter.

Der Täter soll eine brennbare Flüssigkeit an dem Gebäude versprüht und daraufhin das Feuer gelegt haben. Dabei schrie er nach Angaben von Augenzeugen: «Sterbt!» Sein Motiv war zunächst unklar.

Die 1981 gegründete Produktionsfirma Kyoto Animation hat vor allem in den 2000er Jahren einige beliebte Fernseh-Zeichentrickserien wie «K-On!», «Free!» und «Suzumiya Haruhi no Yuutsu» produziert, die sich insbesondere an die jüngere Generation richten. Viele Fans in Japan haben Orte aufgesucht, die in den Filmen eine Rolle spielen.

Aufnahmen des dreistöckigen Firmengebäudes zeigten ein völlig ausgebranntes Haus, aus dem noch Rauchwolken aufstiegen. Die Polizei fand am Tatort auch mehrere Messer.

Es wäre nicht der erste Massenmord in Japan, das eigentlich den Ruf genießt, eines der sichersten Länder der Welt zu sein. Erst im Mai hatte ein Mann mit Messern auf wehrlose Schulmädchen eingestochen. Dabei tötete er ein Kind und einen Vater, bevor er sich selbst das Leben nahm. Bei dem bislang blutigsten Amoklauf in Japan seit Jahrzehnten hatte ein junger Mann vor drei Jahren in einem Behindertenheim 19 wehrlose Menschen erstochen.

@ dpa.de