Terrorismus, Jahrestag

Es ist ein Tag genau wie jener Märzmorgen 2016.

22.03.2017 - 13:45:20

Schweigeminuten - Brüssel gedenkt der Terroranschläge des 22. März 2016. Islamistische Selbstmordattentäter töteten vor genau einem Jahr in Brüssel sich selbst und 32 weitere Menschen. Nun erinnert sich Belgien an den Schrecken.

  • U-Bahn-Station - Foto: Anschlag auf die Brüsseler Metro-Station Maelbeek am 22.03.2016. Foto: Olivier Hoslet

    Anschlag auf die Brüsseler Metro-Station Maelbeek am 22.03.2016. Foto: Olivier Hoslet

  • Schweigeminute - Foto: Geert Vanden Wijngaert

    Um 7:58 Uhr fand eine Schweigeminute statt. Um diese Uhrzeit detonierte die erste Bombe am Flughafen Brüssel. Foto: Geert Vanden Wijngaert

  • Trauer - Foto: Eric Lalmand

    Ein Mann spielte ein Lied, das er zur Erinnerung an seine getötete Frau komponiert hat. Foto: Eric Lalmand

  • Charles Michel - Foto: Benoit Doppagne

    Premierminister Charles Michel nimmt an der Gedenkveranstaltung teil. Foto: Benoit Doppagne

  • Angehörige - Foto: Benoit Doppagne

    Nicht nur die Toten und körperlich Verletzten sind Opfer, sondern auch Menschen, die mit psychischen Spätfolgen kämpfen oder Angehörige verloren haben. Foto: Benoit Doppagne

U-Bahn-Station - Foto: Anschlag auf die Brüsseler Metro-Station Maelbeek am 22.03.2016. Foto: Olivier HosletSchweigeminute - Foto: Geert Vanden WijngaertTrauer - Foto: Eric LalmandCharles Michel - Foto: Benoit DoppagneAngehörige - Foto: Benoit Doppagne

Brüssel - Ein Jahr nach den verheerenden Terroranschlägen hat Brüssel mit Schweigeminuten und Gedenkzeremonien an die Opfer erinnert. Drei islamistische Selbstmordattentäter hatten am Flughafen und in der U-Bahn 32 Menschen mit in den Tod gerissen und mehr als 300 weitere verletzt.

An der ersten von mehreren Veranstaltungen am Mittwoch in Brüssel nahm auch das belgische Königspaar Philippe und Mathilde teil. Philippe legte einen Kranz nieder. Ein Angehöriger eines der spielte ein Lied, das er zur Erinnerung an seine getötete Frau komponiert hatte. Zu Streichermusik wurden die Namen aller 16 am Flughafen getöteten Terroropfer verlesen. Um 7.58 Uhr, dem Zeitpunkt der ersten Explosion am Flughafen, hielten die Teilnehmer eine gemeinsame Schweigeminute ab.

Flughafen-Feuerwehrmann Geert Raveel berichtete, wie wichtig den Rettungskräften die empfangene Anerkennung und Unterstützung gewesen sei. «Jeder hat alles gegeben an dem Tag», sagte er. Am Abend erst habe die Retter eingeholt. «Als Rettungskräfte hoffen wir, dass wir nie wieder ein solches Drama erleben müssen.»

Nahe dem Airport weihte Flughafen-Chef Arnaud Feist die Skulptur «Flight in Mind» («Flug im Kopf») des Künstlers Olivier Strebelle erneut ein. Sie stand ursprünglich in der Abflughalle und wurde dort beschädigt, nun hat sie einen Platz im Freien gefunden. Als «Hommage an die Opfer und Zeichen der Hoffnung» sei das geschwungene Kunstwerk aus Metall zu verstehen, sagte Feist.

Auch im Europaviertel, nahe dem Anschlagsort in der U-Bahn, sollte im Laufe des Tages ein Denkmal eingeweiht werden. Um 9.11 Uhr, dem Zeitpunkt der Explosion in der U-Bahn, folgte eine weitere Schweigeminute in der Metrostation Maelbeek.

@ dpa.de

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