Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Brände, Notfälle

Es gibt gute und schlechte Nachrichten aus Australien.

12.01.2020 - 10:50:06

Keine Entwarnung - «Megafeuer» in Australien - und die Zahl der Toten steigt. Eine Entwarnung ist bei den Buschbränden nicht in Sicht. Wie dankbar das Land den Feuerwehrleuten ist, zeigt die Oper in Sydney.

  • Erschöpfte Feuerwehrleute - Foto: David Mariuz/AAP/dpa

    Erschöpfte Feuerwehrleute ruhen sich während eines Einsatzes gegen Buschbrände bei Adelaide aus. Foto: David Mariuz/AAP/dpa

  • Buschbrände in Australien - Foto: Rick Rycroft/AP/dpa

    Seit Beginn der großen Buschfeuer im Oktober verbrannten in Australien mehr als zehn Millionen Hektar Land. Foto: Rick Rycroft/AP/dpa

  • Buschfeuer bei Penrose - Foto: Dan Himbrechts/AAP/dpa

    Feuerwehrmänner beobachten aufsteigende Rauchwolken eines Buschfeuers bei Penrose südlich von Sydney. Foto: Dan Himbrechts/AAP/dpa

  • Rauch über Sydney - Foto: Bianca De Marchi/AAP/dpa

    Durch Buschbrände verursachter Rauch liegt über der berühmten Oper in Sydney. Foto: Bianca De Marchi/AAP/dpa

  • Buschbränden auf Känguru-Insel - Foto: Nasa Earth/ZUMA Wire/dpa

    Durch verschiedene Buschbränden verursachte Qualmwolken wehen von der südaustralischen Känguru-Insel aufs Meer. Foto: Nasa Earth/ZUMA Wire/dpa

  • Symbolischer Dank an die Einsatzkräfte - Foto: Paul Braven/AAP/dpa

    Symbolischer Dank an die Einsatzkräfte in Sydney: Auf die großen Segel des Opernhauses werden als Zeichen der Solidarität Bilder von Feuerwehrleuten projiziert. Foto: Paul Braven/AAP/dpa

Erschöpfte Feuerwehrleute - Foto: David Mariuz/AAP/dpaBuschbrände in Australien - Foto: Rick Rycroft/AP/dpaBuschfeuer bei Penrose - Foto: Dan Himbrechts/AAP/dpaRauch über Sydney - Foto: Bianca De Marchi/AAP/dpaBuschbränden auf Känguru-Insel - Foto: Nasa Earth/ZUMA Wire/dpaSymbolischer Dank an die Einsatzkräfte - Foto: Paul Braven/AAP/dpa

Canberra - Noch kommt Australien nicht zur Ruhe: Mindestens 27 Menschen sind bei den monatelangen Buschbränden ums Leben kommen - am Samstag starb wieder ein Feuerwehrmann im Einsatz. Und im Südosten des Kontinents bildete sich ein neues «Megafeuer».

Ein anderer Riesenbrand ist aber seit Sonntag unter Kontrolle. Einen symbolischen Dank an die Einsatzkräfte gab es in Sydney: Auf die großen Segel des berühmten Opernhauses wurden als Zeichen der Solidarität Bilder von Feuerwehrleuten projiziert.

An den Grenzen der beiden Bundesstaaten New South Wales und Victoria vereinten sich in der Nacht zum Samstag drei Buschfeuer zu einem «Megabrand» mit einer Fläche von 600 000 Hektar. Das entspricht etwa einem Drittel der Größe von Rheinland-Pfalz. In einigen Gebieten hatten die Temperaturen zuvor 44 Grad erreicht. Eine gute Nachricht kam aus der Region um Gospers Mountain nordwestlich von Sydney: Dort wurde ein ähnlich großer Riesenbrand eingedämmt - nach zehn Wochen.

Der Einsatz bleibt gefährlich. Das jüngste Opfer wurde von einem Baum getroffen. Der Feuerwehrmann, der Erfahrung aus 40 Jahren hatte, starb nahe der Kleinstadt Omeo in Victoria, wie Feuerwehrchef Chris Hardman sagte.

Auch wenn die Flammen vielerorts weiter loderten - immerhin erlaubte das Wetter den erschöpften Helfern eine gewisse Atempause. In Victoria und New South Wales wurde es kühler. Es regnete, und der Wind ließ nach.

Der buchstäblich unter Feuer stehende australische Premier Scott Morrison sagte am Wochenende, er sehe nun ein, dass der Klimawandel Auswirkungen habe und für längere, heißere und trockenere Sommer verantwortlich sei. Er deutete eine Änderung der Politik an, um Emissionen zu reduzieren.

Morrison, ein Förderer der Kohleindustrie, war für seinen Umgang mit der Krise scharf kritisiert worden. Ihm wurde auch eine Verharmlosung des Klimawandels und von dessen Auswirkungen auf die derzeitigen Buschfeuer vorgeworfen. Darüber hinaus hatte er kürzlich einen äußerst umstrittenen Familienurlaub auf Hawaii gemacht.

Nun sagte Morrison dem Sender ABC, im Nachhinein wäre er nicht in diesen Urlaub gegangen. Vor Ort hätte er besser mit der Krise umgehen können. Das Ausmaß der Brände sei «beispiellos». Die Menschen hätten eine «neue Erwartungshaltung», wie die Regierung einer solchen Situation begegnen sollte. Am Freitag waren in größeren Städten Australiens Zehntausende auf die Straßen gegangen und hatten unter anderem Morrisons Rücktritt gefordert.

Die Schäden durch die Feuer sind immens - auch für die Wirtschaft, besonders den Tourismus und die Landwirtschaft. Allein auf der Känguru-Insel im Süden des Landes wurden bislang mehr als 32 000 tote Schafe gezählt. Auch die Winzer sind betroffen: Die Anbauregion Victoria sorge sich wegen der Rauchbelastung, sagte die Abgeordnete Helen Haines dem Sender ABC. «Rauchflecken könnten ganze Jahrgänge zerstören.»

Seit Beginn der großen Feuer im Oktober verbrannten in ganz Australien mehr als zehn Millionen Hektar Land, das entspricht ungefähr der Größe von Bayern und Baden-Württemberg zusammen. Tausende Häuser wurden zerstört. Nach Schätzungen von Experten sollen mindestens eine Milliarde Tiere getötet worden sein. Da sind Bilder von geretteten Koalas und Kängurus wie Balsam, immer wieder kursieren dazu Aufnahmen im Netz.

Manche Buschfeuer-Opfer haben Glück. Im nordöstlichen Bundesstaat Queensland gewann ein Mann, dessen nicht versichertes Haus niedergebrannt war, eine Million australische Dollar im Lotto, wie die Nachrichtenagentur AAP vergangene Woche berichtete. Das sind umgerechnet rund 600 000 Euro. Nach dem Feuer seien nur noch ein paar verkohlte Teetassen übrig geblieben, erzählte der Mann, der anonym bleiben wollte. Jetzt der Lottogewinn: «Das ist wirklich im unglaublichsten Moment passiert.»

Buschfeuer hin oder her: Eine ähnliche Diskussion wie um das gerade auf RTL gestartete deutsche Dschungelcamp gibt es in Australien nicht. Die australische Variante («I'm A Celebrity...Get Me Out Of Here!») läuft dort gerade in der sechsten Staffel. Sie wird - wie schon in früheren Zeiten - weit entfernt gedreht: in Südafrika.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Lebensgefährliche Springfluten - Buschfeuer und heftiger Regen halten Australien im Griff. Heftiger Regen überflutete am Samstagmorgen im Bundesstaat Queensland mehrere Autobahnen und Straßen, wie die Polizei mitteilte. Canberra - Das seit Monaten von Dürre und riesigen Bränden heimgesuchte Australien kämpft nun auch mit Wetterextremen anderer Art. (Politik, 18.01.2020 - 11:46) weiterlesen...

Entlastung. In einigen australischen Brandgebieten hilft starker Regen bei den Löscharbeiten. Eine große Regenpfütze hat sich im abgebrannten Buschland in den Blue Mountains im Bundesstaat New South Wales westlich von Sydney gebildet. (Media, 17.01.2020 - 19:18) weiterlesen...

Endlich Regen - Erleichterung für Australiens Feuerwehrleute. Im am stärksten betroffenen Bundesstaat New South Wales wird der Niederschlag die Feuer nicht löschen, aber sie etwas eindämmen. «Ich denke, es hat einen deutlichen Motivationsschub gegeben», sagte Einsatzleiter Rob Rogers dem Fernsehsender Channel Seven. Zuvor hatte sich die Feuerwehr bei Twitter über den Regen gefreut. Dort zeigte sie ein Schild: «Gleich wieder da. Canberra - In einigen australischen Brandgebieten hilft weiter starker Regen bei den Löscharbeiten. (Politik, 17.01.2020 - 06:18) weiterlesen...

Entlastung für Einsatzkräfte - Regen in Australien: Urzeit-Bäume vor Buschbränden gerettet. Für viele Tiere wird das Überleben nach den Feuern schwierig. Immerhin: Im Osten des Landes regnet es. Welche Folgen die Brände in Australien haben könnten, wird nur ganz allmählich sichtbar. (Politik, 16.01.2020 - 14:52) weiterlesen...

Regen hilft etwas - Brände in Australien: Tiere in Gefahr, Urzeit-Bäume gerettet. Immerhin: Aus einem Nationalpark kommt eine gute Nachricht. Welche Folgen die Brände in Australien haben könnten, wird ganz allmählich sichtbar. (Politik, 16.01.2020 - 06:42) weiterlesen...

Wegen Bränden in Australien: Füchse haben leichtere Beute. Potenzielle Beutetiere hätten bei den Bränden viel von ihren Schutzräumen verloren, sagte Sally Box, Australiens Beauftragte für bedrohte Arten, dem Radiosender ABC. «Das macht sie noch verwundbarer» und sei ein echtes Risiko. «Es ist eine der sekundären Folgen von Feuer.» Zu den einheimischen Tieren, um die sich die Experten große Sorgen machen, gehören zum Beispiel die Schmalfußbeutelmaus und der Braunkopfkakadu auf der Känguru-Insel. Canberra - Raubtiere wie Füchse und Katzen könnten infolge der Buschbrände in Australien für ihre Beute besonders gefährlich werden. (Politik, 16.01.2020 - 05:50) weiterlesen...