Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Bundestag, Gesundheit

«Es gibt eine Pflicht, Nein zu sagen, wenn ich zu den wenigen gehören will, die zwar nicht spenden wollen, aber gerne ein Organ haben.

16.01.2020 - 17:59:27

Hintergrund - Zitate in der Debatte um eine Organspende im Bundestag. Von diesen Menschen kann ich wenigstens verlangen, dass sie bereit sind, dass sie den Mut haben, Nein zu sagen.

Das, was ich will, das mir selbst zugute kommt, muss ich auch bereit sein, anderen zu geben. Das ist in der Tradition der Aufklärung. (...)

Es ist unethisch, ein Organ nehmen zu wollen, aber nicht bereit zu sein, zumindest Nein zu sagen, wenn ich nicht bereit bin, zu spenden. Das ist eine unethische Haltung.»

(Der SPD-Abgeordnete Karl Lauterbach, Mitinitator des Entwurfs für eine Widerspruchslösung, nach der jeder als Organspender gilt, der nicht widerspricht)

«Das gilt es bei allem zu respektieren: Das Selbstbestimmungsrecht eines jeden Einzelnen. Deswegen muss man immer das mildeste Mittel wählen, um an das Ziel zu kommen. Wir wollen das gleiche Ziel: Leben retten. Wir wählen aber ein anderes Mittel. (...)

Wir stimmen hier heute über eine hochethische Frage ab, nämlich: Wie kommen wir zu mehr Transplantationen? Wie retten wir mehr Leben? Wir stimmen aber auch darüber ab: Wem gehört der Mensch? In unseren Augen gehört er nicht dem Staat, nicht der Gesellschaft, er gehört sich selbst.»

(Grünen-Annalena Baerbock, Mitinitatorin des Entwurfs, der darauf abzielt, dass mehr Menschen zu einer Entscheidung über eine Organspende bewegt werden)

«Auch das Recht auf Widerspruch ist gelebte Freiheit.»

(Der FDP-Abgeordnete Hermann Otto Solms, Anhänger der Widerspruchslösung)

«Das missachtet unseren gesellschaftlichen Konsens, dass Schweigen niemals als Zustimmung gewertet werden kann.»

(Die FDP-Abgeordnete Christine Aschenberg-Dugnus über den Vorstoß)

«Eine Spende muss eine Spende bleiben, ein aktiver freiwilliger und selbstbestimmter Akt.»

(Die SPD-Abgeordnete Hilde Mattheis, Mitinitiatorin des Antrags für eine erweiterten Entscheidungslösung)

«Ja, wir wollen eine Kultur der Organspende.»

(Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, CDU, Mitinitator der Widerspruchslsöung)

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Kontroverse Debatte - Zweifel an Erfolg der neuen Organspende-Reform. So äußerte der Beamtenbund dbb Bedenken, dass die Bürgerämter in Deutschland der Organspende den erwünschten Schub geben können. Berlin - Nach dem Beschluss der Organspende-Reform im Bundestag gibt es Zweifel am Erfolg der neuen Regelungen. (Politik, 17.01.2020 - 04:00) weiterlesen...

Zweifel an Erfolg der neuen Organspende-Reform. So äußerte der Beamtenbund dbb Bedenken, dass die Bürgerämter der Organspende den erwünschten Schub geben können. Auch ohne zusätzliche Aufgaben sei die Arbeitsbelastung in den Bürgerämtern enorm, sagte dbb-Chef Ulrich Silberbach der dpa. Der Bundestag hatte eine moderate Reform der Organspende beschlossen. Künftig sollen alle Bürger mindestens alle zehn Jahre auf das Thema Organspende angesprochen werden - etwa wenn sie im Bürgeramt einen Personalausweis beantragen oder verlängern. Berlin - Nach dem Beschluss der Organspende-Reform im Bundestag gibt es Zweifel am Erfolg der neuen Regelungen. (Politik, 17.01.2020 - 03:52) weiterlesen...

Rückendeckung im Bundestag - Viel Solidarität für Diaby nach Angriff auf Büro. Der SPD-Politiker bekommt starke Zeichen der Solidarität. In einer Aktuellen Stunde geht es auch um Angriffe auf andere Vertreter des Staates. Die Schüsse auf das Bürgerbüro des Abgeordneten Diaby haben auch den Bundestag erschreckt. (Politik, 16.01.2020 - 19:02) weiterlesen...

Moderate Organspende-Reform. Allerdings soll eine stärkere Aufklärung mehr Bürger dazu bewegen, konkret über eine Spende nach dem eigenen Tod zu entscheiden. Darauf zielen Neuregelungen, die der Bundestag nach einer intensiven und emotionalen Debatte beschloss. Kommen soll auch ein neues Online-Register, um Erklärungen zu Spenden zu speichern. Gesundheitsminister Jens Spahn will die Reform mit «Tatkraft» umsetzen, obwohl ein weitreichender eigener Vorstoß im Parlament durchgefallen war. Berlin - Lebensrettende Organspenden bleiben in Deutschland nur mit ausdrücklicher Zustimmung erlaubt. (Politik, 16.01.2020 - 18:06) weiterlesen...

Zwischen Leben und Tod - Bundestag gegen Revolution bei Organspende. Fast andächtig geht es im Bundestag zu bei der entscheidenden Debatte zur Organspende. Von der Entscheidung zeigen sich Betroffene hinterher aber bitter enttäuscht. Der Ton ist leise, die Parteigrenzen sind aufgehoben. (Politik, 16.01.2020 - 16:10) weiterlesen...

Spahn will beschlossene Organspende-Reform umsetzen. Er werde die beschlossenen Pläne voller Tatkraft umsetzen. Nun gehe es unter anderem darum, noch mehr aufzuklären und ein Online-Register für Erklärungen zur Spende aufzubauen. Im Bundestag hatte der Entwurf einer Gruppe um Spahn, nach dem jeder Mensch bis auf Widerruf als Spender gelten soll, keine Mehrheit gefunden. Beschlossen wurde ein Entwurf für eine moderatere Reform einer Gruppe um Grünen-Chefin Annalena Baerbock. Berlin - Gesundheitsminister Jens Spahn will sich auch nach dem Scheitern eines eigenen Reform-Vorschlags im Bundestag für mehr Organspenden in Deutschland einsetzen. (Politik, 16.01.2020 - 14:16) weiterlesen...