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Unwetter, Klima

Es bleibt nur noch wenig Zeit: Hurrikan «Laura» nähert sich der US-Küste am Golf von Mexiko.

26.08.2020 - 19:26:09

Lebensbedrohliche Sturmfluten - Gefährlicher Hurrikan «Laura» steuert auf US-Küste zu. Gefährdet sind vor allem Einwohner von Louisiana und Texas, die sich in Sicherheit bringen sollten. Die Behörden warnen vor verheerenden Schäden.

Washington - Der Hurrikan «Laura», der sich über dem Golf von Mexiko auf die US-Küste zubewegt, hat weiter an Stärke gewonnen.

US-Meteorologen erwarteten, dass der Wirbelsturm rasch die Hurrikanstärke vier von fünf erreicht und damit ein extrem gefährlicher Wirbelsturm wird, wie aus einem Tweet des Nationalen Hurrikanzentrums (NHC) von Mittwochmorgen (Ortszeit) hervorging. Es wurde erwartet, dass «Laura» kurz nach Mitternacht (Ortszeit) - also nach 7 Uhr am Donnerstagmorgen deutscher Zeit - bei den Städten Port Arthur und Orange an der Grenze zwischen Texas und Louisiana aufs Festland treffen sollte.

Texas' Gouverneur Greg Abbott sagte dem TV-Sender Fox News, allein in seinem Staat seien Hunderttausende Menschen aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen. «Wir fordern die Menschen auf (...), diese Warnungen zu befolgen.» Oberstes Ziel bei einem Hurrikan sei, sein Leben zu schützen. «Eigentum kann ersetzt werden, Leben nicht.» Abbott betonte, bei den Evakuierungsmaßnahmen würden Vorkehrungen zum Schutz der Menschen vor dem Coronavirus beachtet. Texas ist einer der besonders stark von der Pandemie betroffenen Bundesstaaten.

«Sie haben nur ein paar Stunden, um sich auf Hurrikan Laura vorzubereiten und sich in Sicherheit zu bringen», warnte Louisianas Gouverneur John Bel Edwards per Twitter. «Wo auch immer Sie bis Mittag sind, dort müssen Sie den Sturm überstehen.» Der Sprecher des Katastrophenschutzes in Texas, Seth Christensen, warnte am Vormittag (Ortszeit): «Wenn Sie sich in einem tiefliegenden Küstengebiet befinden (...) wird die Zeit knapp.»

Dort, wo «Laura» auf Land treffe, müsse mit «verheerenden Sturmschäden» gerechnet werden, warnte das Nationale Hurrikanzentrum. Gut gebaute Häuser könnten schwer beschädigt und Bäume entwurzelt werden. Es werde mehrere Tage oder Wochen kein Strom und kein Wasser geben. Prognostiziert werden auch eine lebensbedrohliche Sturmflut mit großen und gefährlichen Wellen und Sturzfluten. Nach dem Auftreffen aufs Festland erwarten die Meteorologen eine Abschwächung. Heftige Winde und weitreichende Überflutungen könnten nicht nur auf Texas und Louisiana begrenzt bleiben.

Bereits am Mittwoch erreichte der Wirbelsturm Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Stundenkilometern. Das machte «Laura» bereits zum Hurrikan der Kategorie drei und damit zum ersten sehr starken der Saison. Der Weg über ungewöhnlich warmes Wasser verlieh dem Sturm innerhalb kurzer Zeit viel Kraft.

Die US-Klimabehörde NOAA rechnet damit, dass 2020 ein Rekordjahr für Wirbelstürme werden könnte. Erwartet werden 19 bis 25 Stürme, von denen sieben bis elf Hurrikans werden könnten, drei bis sechs sogar sehr starke mit Windgeschwindigkeiten von 178 Stundenkilometer und mehr. In durchschnittlichen Jahren gibt es an der Atlantikküste zwölf Stürme, von denen sich drei zu Hurrikans der Kategorie drei, vier oder fünf entwickeln. Die Wirbelsturm-Saison endet Ende November.

Gouverneur Edwards hatte am Montag gesagt: «Ich möchte, dass jeder versteht, dass dies das Potenzial hat, der stärkste Hurrikan zu sein, der (uns) seit Hurrikan "Rita" getroffen hat.» «Rita» hatte 2005 als Hurrikan der Stärke 3 an der Grenze von Texas und Louisiana die USA erreicht und war mit bis zu 200 Kilometern pro Stunde über das Land gefegt. Zwischenzeitlich mussten 1,3 Millionen Menschen die Küstenregion verlassen. Die Zahl der direkten Hurrikan-Toten geben die Behörden mit sieben an, allerdings starben zahlreiche weitere Menschen während der Evakuierungsmaßnahmen unter anderem an den Folgen der Hitze.

«Rita» hatte die US-Südküste kurz nach dem tödlichen Hurrikan «Katrina» getroffen. «Katrina» hatte 2005 schwere Zerstörungen in der Stadt New Orleans angerichtet. Damals starben Hunderte Menschen.

© dpa-infocom, dpa:200825-99-295801/9

@ dpa.de