Verkehr, Flughafen

Erst München, jetzt Frankfurt: Eine vierköpfige französische Familie war Auslöser für die teilweise Sperrung des Drehkreuzes.

07.08.2018 - 16:04:06

Boarding wurde eingestellt - Französische Familie Auslöser für Flughafen-Teilsperrung

Frankfurt/Main - Eine vierköpfige französische Familie war Auslöser für die teilweise Sperrung des Frankfurter Flughafens am Dienstag.

«Trotz positivem Sprengstofftest wurde eine vierköpfige französische Familie in den Sicherheitsbereich entlassen», erklärte die Bundespolizei auf Twitter. Grund sei «der Fehler einer Luftsicherheitsassistentin» gewesen.

Der Abfertigungsbereich A des Terminal 1 wurde am späten Vormittag geräumt, das Boarding eingestellt. Um 14.30 wurde die Sperrung aufgehoben. Die Passagiere wurden nach und nach wieder vorgelassen. Die vier Personen seien festgestellt und identifiziert worden und würden derzeit befragt, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. In der Twittermeldung hieß es später, die Familie «wurde gefunden, befragt und durfte weiterreisen».

Nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport wurde das Boarding gegen 11.30 Uhr eingestellt. Dem Unternehmen zufolge wurden bis etwa 13.30 Uhr 49 Flüge gestrichen, von rund 1500 geplanten Flugbewegungen an diesem Tag. «Wir haben in den Terminals zusätzliches Personal unterwegs, das Snacks und Getränke verteilt. Auch medizinische Dienste sind vor Ort», sagte ein Fraport-Sprecher.

Die Bundespolizei zog Absperrbänder auf und drängte die Fluggäste zurück in den vorderen Bereich der Halle. Passagiere wurden von den Gates zurück in die Halle gebracht. Augenzeugen zufolge herrschte keine Panik, aber großes Gedränge in den wetterbedingt heißen Hallen. Passagiere beklagten sich, dass sie sich nicht ausreichend informiert fühlen.

Am Münchner Flughafen hatte es erst vor kurzem einen ähnlichen Vorfall gegeben. Im Juli war dort ein Terminal geräumt worden, weil eine Frau ohne Kontrolle in den Sicherheitsbereich gelangt war. Mindestens 200 Flüge fielen aus, bei rund 60 Flügen kam es zu Verspätungen. Erst rund zwei Stunden nach dem Vorfall wurde der Sicherheitsbereich wieder freigegeben.

Vor fast genau zwei Jahren kam es ebenfalls am Terminal 1 des Frankfurter Flughafens zu einer ähnlichen Situation. Damals war eine Frau nach der Kontrolle ihres Handgepäcks in den Sicherheitsbereich weitergegangen, obwohl ihre Kontrolle nicht abgeschlossen war. Von der Evakuierung des Terminals waren damals rund 5000 Passagiere betroffen.

@ dpa.de