Wahlen, Montenegro

Er war schon seit Jahrzehnten der alles bestimmende Politiker.

15.04.2018 - 21:46:06

Politischer Übervater - Djukanovic gewinnt klar Präsidentenwahl in Montenegro. Jetzt triumphiert Djukanovic auch bei der Präsidentenwahl. Er will seine bröckelnde Macht absichern. Der Ausgang ist offen.

Podgorica - Milo Djukanovic hat die Präsidentenwahl im kleinen Adriastaat Montenegro klar gewonnen. Schon im ersten Wahlgang kam er nach Hochrechnungen auf 53 Prozent der Stimmen - und damit deutlich auf die erforderliche absolute Mehrheit, wie die Wahlforschungsgruppe Cemi in Podgorica mitteilte.

Bei der zersplitterten Opposition, die mit sechs Kandidaten angetreten war, erreichte Mladen Bojanic mit 34 Prozent den zweiten Platz. Drei Oppositionsvertreter erhielten nicht einmal ein Prozent der Stimmen.

Der 56-jährige Djukanovic war mit wenigen Ausnahmen seit 1991 entweder Regierungs- oder Staatschef des Ministaates mit nur 620.000 Einwohnern. Außerdem führt er die sozialistische Regierungspartei. Die Opposition wirft ihm seit langem vor, Montenegro wie seinen Familienbesitz zu führen. Er herrsche autoritär und habe sein Millionenvermögen auf zweifelhafte Weise mit seiner Nähe zur Mafia aufgebaut.

Für die USA und die EU bleibt Djukanovic trotz aller Kritik der wichtigste Ansprechpartner. Er stehe für die Westbindung seines Landes, wird diese Unterstützung begründet. Der politische Übervater hatte Montenegro im letzten Jahr trotz erbitterten Widerstandes des einstigen Verbündeten Russland in die Nato geführt. Brüssel hat einen EU-Beitritt für 2025 in Aussicht gestellt.

In der Vergangenheit hatte Djukanovic mit seinen Sozialisten bei Kommunalwahlen wichtige Städte im Land verloren. Im nächsten Monat stehen die Gemeindewahlen in der Hauptstadt Podgorica an, wo sich die Opposition bessere Chancen ausrechnet. Auch in seiner eigenen Partei ist der bisher starke Mann inzwischen nicht mehr unumstritten. Er werde mit dem Präsidentenamt versuchen, einen weiteren drohenden Machtverfall zu stoppen, erwarteten die meisten Kommentatoren des Landes.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Knapp 54 Prozent der Stimmen - Djukanovic triumphiert bei Präsidentenwahl in Montenegro. Doch trotz des Wahlsiegs sitzt ihm die Opposition im Nacken. Die schaut schon auf die Kommunalwahl in der Hauptstadt. Der seit Jahrzehnten regierende Spitzenpolitiker hat es noch einmal geschafft. (Politik, 16.04.2018 - 06:54) weiterlesen...

Djukanovic triumphiert bei Präsidentenwahl in Montenegro. Der seit mehr als zweieinhalb Jahrzehnten entweder als Regierungs- oder Staatschef amtierende 56-Jährige kam nach Hochrechnungen der Wahlforschungsgruppe Cemi auf knapp 54 Prozent der Stimmen - und damit schon im ersten Wahlgang deutlich auf die erforderliche absolute Mehrheit. Bei der zersplitterten Opposition, die mit sechs Kandidaten angetreten war, erreichte Mladen Bojanic mit 33 Prozent den zweiten Platz. Podgorica - Milo Djukanovic hat die Präsidentenwahl im kleinen Adriastaat Montenegro klar für sich entschieden. (Politik, 16.04.2018 - 02:12) weiterlesen...

Djukanovic gewinnt klar Präsidentenwahl in Montenegro. Schon im ersten Wahlgang kam er nach Hochrechnungen auf 53 Prozent der Stimmen - und damit deutlich auf die erforderliche absolute Mehrheit, wie die Wahlforschungsgruppe Cemi in Podgorica mitteilte. Bei der zersplitterten Opposition, die mit sechs Kandidaten angetreten war, erreichte Mladen Bojanic mit 34 Prozent den zweiten Platz. Drei Oppositionsvertreter erhielten nicht einmal ein Prozent der Stimmen. Podgorica - Milo Djukanovic hat die Präsidentenwahl im kleinen Adriastaat Montenegro klar gewonnen. (Politik, 15.04.2018 - 21:52) weiterlesen...

Mäßiges Interesse an Präsidentenwahl in Montenegro. Bis zum Mittag hatten 27 Prozent der 540 000 Wähler ihre Stimme abgegeben, wie Wahlforscher in Podgorica berichteten. Bei der letzten Parlamentswahl vor zwei Jahren waren es zu diesem Zeitpunkt über zwei Prozent mehr gewesen. Eine niedrige Wahlbeteiligung hilft nach allen Prognosen dem großen Favoriten Milo Djukanovic. Der 56-Jährige, seit über zweieinhalb Jahrzehnten Spitzenpolitiker in Montenegro, könnte schon im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit schaffen. Podgorica - Die Präsidentenwahl im kleinen Adrialand Montenegro ist zunächst nur auf mäßiges Interesse gestoßen. (Politik, 15.04.2018 - 13:04) weiterlesen...

Montenegro wählt neuen Staatspräsidenten. Milo Djukanovic, der seit mehr als zweieinhalb Jahrzehnten alles bestimmende Politiker in diesem Ministaat mit nur 620 000 Einwohnern, könnte nach allen Umfragen schon im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit schaffen. Die zerstrittene und chancenlose Opposition wirft dem 56-Jährigen vor, das Land an der südlichen Adria wie seinen Privatbesitz zu führen. Montenegro ist neben dem Nachbarn Serbien einem EU-Beitritt am nächsten. Brüssel hatte 2025 als möglichen Termin dafür genannt. Podgorica - Das jüngste Nato-Mitglied Montenegro wählt heute ein neues Staatsoberhaupt. (Politik, 15.04.2018 - 03:54) weiterlesen...