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Medien, Fernsehen

Engelsgestalt und Filou: Thomas Fritsch war einer der beliebtesten Schauspieler im deutschen Fernsehen.

21.04.2021 - 17:18:06

Mit 77 Jahren - Schauspieler Thomas Fritsch gestorben. Jetzt ist er gestorben.

  • Thomas Fritsch - Foto: Horst Ossinger/dpa

    Der Schauspieler Thomas Fritsch ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Foto: Horst Ossinger/dpa

  • Thomas Fritsch - Foto: picture alliance / dpa

    Thomas Fritsch bei der Gala zum 50-j?hrigen Bestehen der Kleinen Kom?die im Bayerischen Hof (2011). Seine Karriere begann der Schauspieler am Theater. Foto: picture alliance / dpa

  • Thomas Fritsch + Ingrid Steeger - Foto: picture alliance / dpa

    Thomas Fritsch und Ingrid Steeger 1975 in Berlin bei den Dreharbeiten zu dem Fernsehspiel ?Manchmal M?rchen?. Foto: picture alliance / dpa

  • Thomas Fritsch - Foto: Patrick Seeger/dpa

    Thomas Fritsch 2008 beim Bambi-Empfang im Rathaus in Offenburg. Foto: Patrick Seeger/dpa

  • Willy Brandt + Thomas Fritsch - Foto: Bertram/dpa

    Willy Brandt begr??t in Marl auf seiner Wahlkampfreise (1969) den Schauspieler Thomas Fritsch. Foto: Bertram/dpa

  • Thomas Fritsch - Foto: Horst Ossinger/dpa

    Thomas Fritsch war auch ein sehr gefragter Synchronsprecher. Foto: Horst Ossinger/dpa

Thomas Fritsch - Foto: Horst Ossinger/dpaThomas Fritsch - Foto: picture alliance / dpaThomas Fritsch + Ingrid Steeger - Foto: picture alliance / dpaThomas Fritsch - Foto: Patrick Seeger/dpaWilly Brandt + Thomas Fritsch - Foto: Bertram/dpaThomas Fritsch - Foto: Horst Ossinger/dpa

Berlin - Der Schauspieler Thomas Fritsch ist tot. Er sei am Mittwoch «friedlich entschlafen», erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem näheren Umfeld. Fritsch wurde 77 Jahre alt.

Der Sohn des Ufa-Filmstars Willy Fritsch konnte am Ende seines Lebens auf eine 60 Jahre dauernde Karriere bei Film, Fernsehen und Bühne zurückblicken. «Der Liebhaber ist ja eigentlich die langweiligste Rolle von allen, der Bösewicht und der Komiker machen Spaß», sagte er einmal der dpa. Dennoch haftete ihm das Image vom Frauenschwarm hartnäckig an.

Fritsch zählte zu den beliebtesten Fernsehschauspielern in Deutschland. Bekannt war er unter anderem für die ZDF-Serie «Drei sind einer zuviel» mit Jutta Speidel und Herbert Herrmann (1977). Es ging dabei um zwei Männer, die um dieselbe Frau buhlen. Fritsch als schüchterner Architekt, Herrmann als Sprüche klopfender Lehrer, zwischen ihnen die selbstbewusste Töpferin «Karlchen». Der betuliche romantische Schwank in 13 Teilen nach einem Drehbuch von Barbara Noack traf gut das Lebensgefühl im Westdeutschland der Sponti-Zeit.

In dem «Derrick»-Krimi «Abendfrieden» von 1978 lässt sich besonders schön beobachten, was den Charme von Fritsch ausmachte. Noch zwei Minuten vor Schluss kann der Zuschauer nicht anders, als ihn für den Mordverdächtigen zu halten. Dann reißt er seine meerblauen Augen auf, erzählt eine dieser hanebüchenen Herbert-Reinecker-Krimiauflösungen, sagt «Was hätte ich denn tun sollen?», ist entlastet und sieht aus wie ein Engel. Fritsch war im deutschen Fernsehen ein auffallend schöner Mann, fast ein deutsches Pendant zum Italiener Terence Hill. Zugleich hatte er in seinen Rollen aber oft etwas Undurchsichtiges.

Der ideale Verdächtige also. Sechs Auftritte hatte Fritsch allein bei «Derrick», fünf bei «Der Alte». Im 80er-Jahre-Fernsehkult «Rivalen der Rennbahn» spielte er einen Jockey. Auf dem Bildschirm war er auch danach mit Rollen in quotenstarken Serien wie «Eine wunderbare Familie», «Hallo Robbie», «Unser Charly» oder «Soko 5113» präsent.

Nicht zu vergessen: Mit dem markanten Bariton war Fritsch einer der gefragtesten Synchronsprecher. So war er im Blockbuster «Gladiator» die deutsche Stimme von Hauptdarsteller Russell Crowe und lieferte in der Streamingserie «Game of Thrones» die deutsche Tonspur von James Faulkner in der Rolle des Randyll Tarly. In der Zeichentrickserie «Jim Knopf» (1999) sprach Fritsch den Lokomotivführer Lukas. Bei der Hörspielserie «Die drei ???» war er in vielen Folgen der Erzähler.

Zuerst hat die «Bunte» über seinen Tod berichtet. Fritsch verbrachte sein Leben zum großen Teil in München und auf der griechischen Insel Mykonos - allein. Seine «Familie» bestand aus guten Freunden, wie er oft erzählte. Ehefrau und Kinder hatte der Schauspieler nicht. Für einen Hund als Begleiter wie früher hatte er zuletzt keine Zeit mehr. «Mein Leben kann ich keinem Hund zumuten», sagte er einmal.

© dpa-infocom, dpa:210421-99-295577/7

@ dpa.de

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