Wahlen, Präsident

Emmanuel Macron ist in der französischen Politik ein Außenseiter.

23.04.2017 - 20:36:04

Früherer Wirtschaftsminister - Politjungstar Macron auf dem Weg in den Élyséepalast. Nun ist er auf dem Weg in die wichtigste Machtzentrale des Landes. Sein Erfolg ist ein Signal, dass Europafreunde Chancen haben.

Paris - Emmanuel Macron ist der Senkrechtstarter der französischen Politik. Einige nennen ihn bereits den «französischen Kennedy». In seinem Lager entfacht der zierlich wirkende Mann Begeisterung. Schon vor der Wahl war von «Macromania» die Rede. Sein Wahlkampfbuch nannte er schlicht «Révolution».

Erst vor einem Jahr gründete der frühere Wirtschaftsminister seine Bewegung «En Marche!» (Auf dem Weg). Einen klassischen Parteiapparat hat er bis heute nicht. Er spricht Menschen an, die eine Erneuerung wollen, aber Extreme ablehnen.

Macron führt sein Wahlkampfteam wie ein Start-up-Unternehmen. Er will «neue Gesichter» in die Top-Etage der Macht bringen. Falls er gewinnt, soll ein erheblicher Teil der Minister seiner Regierung nicht aus der Politik kommen.

Der 39-Jährige ist ein Europafreund. «Ich habe Europa im Herzen», lautet sein Motto. Das macht ihn zum prominentesten Widersacher der Rechtspopulistin Marine Le Pen, die die Europäische Union bekämpft und in ihrem Land den «neuen Franc» als Währung einführen will.

Macron gab schon vor langer Zeit sein Parteibuch bei den Sozialisten ab. Er positioniert sich «weder rechts noch links». Im Wahlkampf bekannte er, Außenseiter zu sein. In der Tat wurde Macron noch nie in ein Amt gewählt.

Der ehrgeizige Kandidat war bis 2012 gut bezahlter Investmentbanker bei Rothschild & Cie. Dann holte ihn der sozialistische Präsident François Hollande in den Élyséepalast. 2014 wurde er Wirtschaftsminister.

Macron ist seit 2007 mit der wesentlich älteren Französisch-Lehrerin Brigitte Macron (64) verheiratet, die er seit seiner Schulzeit in Amiens kennt. Sie organisiert im Wahlkampf und «coacht» ihren Mann. Das ungewöhnliche Paar könnte im Élyséepalast für richtigen Glamour sorgen.

@ dpa.de

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