G20, International

Einen Tag vor dem G20-Gipfel zeigen Aktivisten und Demonstranten den großen Wirtschaftsmächten, wie wenig sie von ihrer Politik halten.

06.07.2017 - 14:48:07

Ruhe vor dem Sturm - Polizei und Gipfelgegner bereiten sich auf G20-Krawalle vor. Mit Sorge wird vor allem die Demo «Welcome to Hell» erwartet - die Polizei vermutet unter den Teilnehmern 8000 Gewaltbereite.

  • Protestcamp - Foto: Daniel Bockwoldt

    Nach der gerichtlichen Genehmigung des Protest-Camps in Hamburg-Entenwerder dürfen G20-Demonstranten auch im Altonaer Volkspark übernachten. Foto: Daniel Bockwoldt

  • Ankunft Protest-Sonderzug - Foto: Daniel Bockwoldt

    Reisende aus dem Protest-Sonderzug «ZuG20» haben den Hamburger Hauptbahnhof erreicht. Foto: Daniel Bockwoldt

  • Vorbereitung - Foto: Michael Kappeler

    Aktivisten von Oxfam stehen mit Masken der Regierungschefs an den Landungsbrücken Hamburg. Sie demonstrieren gegen soziale Ungleichheit. Foto: Michael Kappeler

Protestcamp - Foto: Daniel BockwoldtAnkunft Protest-Sonderzug - Foto: Daniel BockwoldtVorbereitung - Foto: Michael Kappeler

Hamburg - Mit einem der größten Einsätze der Hamburger Polizei bereitet sich die Hansestadt auf den G20-Gipfel der großen Wirtschaftsmächte vor. Auch die Gipfelgegner mobilisierten ihre Kräfte.

Am Tag vor dem Start gab es in einem Porschezentrum der Stadt eine Brandstiftung, hinter der die Polizei militante Aktivisten vermutet. Zu dem weltpolitischen Großereignis am Freitag und Samstag werden mehr als 100 000 Gegendemonstranten in Hamburg erwartet. Die Polizei hat mehr als 19 000 Beamte im Einsatz. Mit Besorgnis blicken sie vor allem auf eine Autonomen-Demo am Donnerstagnachmittag.

Wenn die Air Force One von US-Präsident Donald Trump in Fuhlsbüttel aufsetzt, brechen gut 10 000 Linksautonome zur heikelsten Demonstration rund um den Gipfel auf - «Welcome to Hell» («Willkommen in der Hölle»). Die Polizei rechnete mit bis zu 8000 Gewaltbereiten. Vor allem die Politik Trumps sorgt unter den Kritikern für viel Zündstoff.

Anders als für andere Veranstaltungen hat die Polizei für diese Demonstration keine Auflagen erlassen. Anmelder Andreas Blechschmidt vom linksautonomen Kulturzentrum «Rote Flora» warf Innenbehörde und Verfassungsschutz dennoch vor, «eine massive Kampagne» gegen Demonstranten zu führen: «Das Bündnis, für das ich hier stellvertretend spreche, ist seit einer Woche Ziel einer massiven und denunzierenden Stigmatisierung, mit haltlosen und aus der Luft gegriffenen Gewaltszenarien.» Die Abschlusskundgebung war nur etwa 300 Meter vom Tagungsort des Gipfels, den Messehallen, geplant.

Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) sagte, 1000 Autonome seien aus dem Ausland angereist, die meisten aus Skandinavien und Italien. «Das ist eine Herausforderung, die die Hamburger Polizei noch nicht zu bestehen hatte», sagte Grote.

Mit Blick auf das Feuer in dem Porschezentrum sagte Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer im ZDF-«Morgenmagazin»: «Wir müssen von Brandstiftung ausgehen, der Zusammenhang mit dem G20-Gipfel liegt jetzt wahrscheinlich auf der Hand, aber der muss erstmal nachgewiesen werden.» Zehn Fahrzeuge waren laut Polizei in der Nacht zum Donnerstag mit Brandbeschleuniger angezündet worden. Die Höhe des Schadens war zunächst unbekannt.

Bundesjustizminister Heiko Maas rief zu gewaltfreien Protesten auf. «Friedlicher Widerspruch gehört zu #G20HAM dazu», twitterte der SPD-Politiker am Donnerstag. «Zur Debatte sind nicht nur die Regierungschefs eingeladen, sondern alle.»

Am Vormittag traf mit einem Sonderzug Demonstranten-Nachschub ein: Der privat gecharterte Zug war am Mittwochabend in Basel gestartet und hatte unterwegs weitere Mitfahrer aus Deutschland aufgenommen. Der Sprecher der Sonderzug-Organisatoren sprach von 800 Mitreisenden, die Bundespolizei von 630. Die Ankunft verlief laut Polizei friedlich.

@ dpa.de

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