Demonstrationen, Gesundheit

Eine Woche vor Weihnachten zieht es erneut Gegner der Corona-Maßnahmen auf die Straße.

18.12.2021 - 18:00:07

Proteste - Tausende Teilnehmer bei Corona-Demos in deutschen Städten. In vielen Städten gibt es Proteste, vielerorts formieren sich auch Gegendemos.

  • Protest in Hamburg - Foto: Markus Scholz/dpa

    In Hamburg demonstrierten nach Angaben der Polizei mehrere Tausend Menschen. Foto: Markus Scholz/dpa

  • Rechte Teilnehmer in G?ppingen - Foto: Christoph Schmidt/dpa

    Im schw?bischen G?ppingen rief auch die rechtspopulistische AfD zum Protest auf, hier die Spitzenpolitikerin Alice Weidel. Foto: Christoph Schmidt/dpa

  • Protest in Osnabr?ck - Foto: Lino Mirgeler/dpa

    Demonstranten in Osnabr?ck ziehen Vergleiche mit Nationalsozialismus und DDR. Foto: Lino Mirgeler/dpa

  • Gegendemo - Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

    Gegenprotest gegen ?Querdenken?-Demonstranten in Freiburg im Breisgau. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

  • Demo-Verbot in Berlin - Foto: Fabian Sommer/dpa

    In Berlin wurde eine Demonstration gegen die Corona-Ma?nahmen von den Beh?rden verboten. Foto: Fabian Sommer/dpa

  • Demo vor dem Schloss - Foto: Thomas H?ntzschel/dpa-Zentralbild/dpa

    Rund 2000 Menschen demonstrierten nach Polizeiangaben in Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Thomas H?ntzschel/dpa-Zentralbild/dpa

  • Protest in Sachsen - Foto: Daniel Sch?fer/dpa-Zentralbild/dpa

    In Dresden bildeten Demonstranten einen Autokorso. Foto: Daniel Sch?fer/dpa-Zentralbild/dpa

Protest in Hamburg - Foto: Markus Scholz/dpaRechte Teilnehmer in G?ppingen - Foto: Christoph Schmidt/dpaProtest in Osnabr?ck - Foto: Lino Mirgeler/dpaGegendemo - Foto: Philipp von Ditfurth/dpaDemo-Verbot in Berlin - Foto: Fabian Sommer/dpaDemo vor dem Schloss - Foto: Thomas H?ntzschel/dpa-Zentralbild/dpaProtest in Sachsen - Foto: Daniel Sch?fer/dpa-Zentralbild/dpa

Berlin/Hamburg - Gegner und Kritiker von Corona-Maßnahmen sind am Samstag erneut in vielen deutschen Städten auf die Straßen gegangen. Vielerorts formierte sich Gegenprotest. Nach ersten Erkenntnissen blieb es überwiegend friedlich.

In Hamburg zogen der Polizei zufolge mehrere Tausend Menschen in mehreren Blöcken durch die Innenstadt. «Nein zur Impflicht!», hieß es auf selbstgebastelten Plakaten. Rund 8000 Menschen waren nach Polizeiangaben zu der Demonstration unter dem Motto «Das Maß ist voll. Hände weg von unseren Kindern» erwartet worden. Nach Einschätzung von Beobachtern könnten so viele Demonstranten zusammengekommen sein. Die Polizei gab zunächst keine Zahl an.

Seit Freitag gilt in der Hansestadt eine Verordnung, nach der bei Demonstrationen Masken getragen werden müssen. Die Veranstalter riefen die Teilnehmer immer wieder auf, friedlich zu bleiben und Masken aufzusetzen. Verschiedene Gruppen hatten Gegenprotest angekündigt. Bereits an den ersten beiden Dezember-Wochenenden waren Tausende Impfgegner in Hamburg auf die Straße gegangen.

Trotz des Verbots einer geplanten Demonstration in Berlin versammelten sich hier Demonstranten am Brandenburger Tor. Die Polizei sprach von einer Menge «im unteren dreistelligen Bereich». Darunter seien jedoch auch zahlreiche Touristen, die nicht für einen Protest vor Ort seien. Angemeldet waren ursprünglich 2000 Menschen, die vom Brandenburger Tor aus durch das Regierungsviertel ziehen wollten.

In der Schweriner Innenstadt versammelten sich nach Polizeiangaben etwa 1900 Menschen zu einer Demo, die Veranstalter sprachen von 2300. Unter den Demonstranten waren nach Angaben einer Polizeisprecherin viele Familien mit Kindern. Auf Plakaten hieß es: «Stopp den Impfwahnsinn» oder «An Kanzler Scholz: Wir sind die rote Linie». Die Parole spielte auf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) an, der wiederholt gesagt hatte, für die Eindämmung des Pandemie gebe es «keine rote Linien».

Auch in mehreren Städten im Südwesten gab es Demonstrationen: In Freiburg marschierten nach Polizeiangaben am Samstagnachmittag rund 2900 Teilnehmer durch die Innenstadt. 300 Personen versammelten dort sich zu einer Gegendemonstration. Es verlief aber weitgehend friedlich, fast alle Demonstranten hielten sich an die Auflagen, wie ein Sprecher der Polizei bestätigte. Auch in Düsseldorf, Frankfurt und Trier zogen Demonstranten durch die Innenstadt.

In Dresden reihten sich nach Angaben der Polizei etwa 185 Fahrzeuge zu einem rollenden Protest gegen die Corona-Maßnahmen durch die Innenstadt aneinander. An zahlreichen Fahrzeugen des Autokorsos hatten die Teilnehmer Transparente und Plakate befestigt. Darauf forderten sie ein Ende der pandemiebedingten Einschränkungen und sprachen sich gegen eine Impfpflicht aus.

© dpa-infocom, dpa:211218-99-430421/5

@ dpa.de

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