Unwetter, Nordrhein-Westfalen

Ein Tornado wütet am Niederrhein.

16.05.2018 - 22:11:31

Straßen und Bahnlinie gesperrt - Wirbelsturm am Niederrhein - «Schneise der Verwüstung». Häuser sind nun unbewohnbar. Es gibt mindestens einen Schwerverletzten.

Viersen - Gefährliches Naturschauspiel: Ein Tornado hat im Raum Viersen am Niederrhein gewütet und mindestens zwei Menschen verletzt, einen davon schwer. Von einer «Schneise der Verwüstung» sprach der Kreis: «In Viersen-Boisheim sind Häuser so stark beschädigt, dass sie vorübergehend unbewohnbar sind.»

In dem Ortsteil mit 2000 Einwohnern haben nun 40 bis 50 Häuser Schäden, wie die Stadt Viersen ergänzte. Zahlreiche Häuserdächer seien abgedeckt, Bäume umgeknickt, Straßen nicht befahrbar. Auch die Autobahn 61 nahe der niederländischen Grenze war teilweise von Sperrungen betroffen. Die «Rheinische Post» hatte zuerst berichtet.

Ein Sprecher des Kreises berichtete von einem schwer verletzten Autofahrer in dem Ort Nettetal-Schaag und einem Feuerwehrmann, der in Nettetal einen Stromschlag erlitten habe. Die Polizei sprach von einem 23 Jahre alten Autofahrer, der nach Verlassen seines Wagens von herabstürzenden Ästen schwer verletzt wurde, sowie von einem Leichtverletzten. Ob es um dieselben Menschen geht, war zunächst noch unklar.

Gegen 18 Uhr sei der Wirbelsturm über die Ortschaften Viersen-Boisheim, Nettetal-Schaag, Schwalmtal-Dilkrath, Schwalmtal und teilweise über Niederkrüchten gezogen, schilderte die Kreisverwaltung auf ihrer Facebookseite am Mittwochabend.

Auf der Bahnlinie vom rheinischen Mönchengladbach ins niederländische Venlo musste laut Polizei der Verkehr ruhen. Auch mehrere Straßen blieben zunächst gesperrt, weil umgeknickte Bäume den Weg blockierten. Das Unwetter hat sich nach ersten Polizeiangaben innerhalb von etwa 10 bis 15 Minuten abgespielt.

«Ein sehr eindrucksvoller Tornado zog über den Landkreis Viersen im Westen von NRW hinweg, er richtete hier einige Schäden an», teilte der Wetterunternehmer Jörg Kachelmann auf seiner Internetseite mit. In Deutschland seien in diesem Jahr bisher mindestens sechs Tornados beobachtet worden, schreibt Kachelmann weiter.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

ICEs zwischen Berlin und Ruhrgebiet fahren wieder direkt. Die Umleitung über Braunschweig mit 30 Minuten längerer Fahrzeit sei nach Reparatur der durch das Gewittertief «Oriana» beschädigten Oberleitung nicht mehr erforderlich, teilte die Deutsche Bahn mit. Zunächst könne die Bahnstrecke an dem betroffenen Abschnitt aber nur eingleisig befahren werden, was noch geringfügige Verzögerungen mit sich bringen könne. Berlin - Die nach Sturmschäden in der vergangenen Woche bei Wolfsburg umgeleiteten ICE-Züge zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet können von morgen Vormittag an wieder die gewohnte Strecke fahren. (Politik, 15.08.2018 - 20:52) weiterlesen...

Leichenfund nach Ferienlager-Überschwemmung in Südfrankreich. Die Identität der toten Person sei noch nicht geklärt, sagte eine Sprecherin der Gendarmerie am Abend. Es ist daher noch unklar, ob es sich um den 66 Jahre alten Betreuer des Zeltlagers handeln könnte, der seit Donnerstag vermisst wird. Das Zeltlager eines Vereins aus Leverkusen war am Donnerstag nach schweren Regenfällen überflutet worden. Alle Kinder und Jugendlichen konnten in Sicherheit gebracht werden, sie sind wieder in Deutschland. Nîmes - Vier Tage nach der Überschwemmung eines deutschen Ferienlagers in Südfrankreich ist in der Region eine Leiche gefunden worden. (Politik, 13.08.2018 - 20:34) weiterlesen...

Nach Überschwemmung von Zeltlager zwei Deutsche unter Druck. Die französische Justiz hat ein Ermittlungsverfahren gegen die beiden Vorsitzenden des Veranstalters eröffnet. Das Ferienlager mit rund 100 Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde St.-Julien-de-Peyrolas war am vergangenen Donnerstag überschwemmt worden. Ein 66 Jahre alter Betreuer aus Köln wird aber noch vermisst. Leverkusen - Die Überschwemmung eines Zeltlagers in Südfrankreich mit Kindern und Jugendlichen aus Leverkusen hat für zwei Verantwortliche juristische Folgen. (Politik, 13.08.2018 - 13:20) weiterlesen...

Heftige Monsun-Regenfälle - Dutzende Tote bei Überschwemmungen in Südindien. Dutzende Menschen fielen dem Regen bereits zum Opfer. Zum ersten Mal in der Geschichte des Bundesstaates Kerala mussten aufgrund der heftigen Monsun-Regenfälle alle Dämme geöffnet werden. (Politik, 13.08.2018 - 12:06) weiterlesen...

Heftige Monsun-Regenfälle - Zahlreiche Tote bei Überschwemmungen in Südindien. Sechs Menschen würden noch vermisst, meldete die «Times of India» in ihrer Online-Ausgabe. Zehntausende mussten ihre Häuser verlassen. Neu Delhi - Bei schweren Überschwemmungen sind im südindischen Bundesstaat Kerala laut Medienberichten mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. (Politik, 13.08.2018 - 08:06) weiterlesen...

Zahlreiche Tote bei Überschwemmungen in Südindien. Sechs Menschen würden noch vermisst, meldete die «Times of India» in ihrer Online-Ausgabe. Zehntausende mussten ihre Häuser verlassen. Um Dammbrüche zu vermeiden, mussten die Behörden bei zahlreichen Speicherseen Wasser ablassen. Die für die Jahreszeit üblichen Monsunregenfälle seien außerordentlich heftig, sagte Keralas Regierungschef Pinarayi Vijayan dem Sender CNN. Neu Delhi - Bei schweren Überschwemmungen sind im südindischen Bundesstaat Kerala laut Medienberichten mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. (Politik, 13.08.2018 - 08:00) weiterlesen...