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Katastrophen, Vulkane

Ein Lavastrom bedroht die Bewohner der Millionenstadt Goma, tausende Menschen fliehen aus ihren Häusern.

23.05.2021 - 08:38:07

Demokratische Republik Kongo - Tausende fliehen vor Vulkanausbruch im Virunga-Nationalpark. In einem Gefängnis fürchten Häftlinge um ihr Leben. Das Nachbarland öffnet seine Grenzen.

Goma ? Der Ausbruch des Vulkans Mount Nyiragongo im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat unter der Bevölkerung Panik ausgelöst.

Da sich ein Teil des Lavastroms in Richtung der Stadt Goma wälzte, verließen tausende von Menschen ihre Häuser und flüchteten in Richtung der nahen Grenze zu Ruanda. Die Behörden des Nachbarlands öffneten die Grenze und ließen die Menschen passieren, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete.

Der aktive Vulkan befindet sich im Virunga-Nationalpark, knapp 20 Kilometer nördlich der Stadt Goma und damit auch nahe der Grenze zu Ruanda. Der Vulkan sei am Samstagabend ausgebrochen. Lavaströme flössen derzeit hauptsächlich durch Teile des Nationalparks, sagte der Leiter des vulkanologischen Observatoriums von Goma, Celestin Mahinda, dem staatlichen Radiosender RTNC. Der Park ist Afrikas artenreichstes Schutzgebiet und die Heimat der vom Aussterben bedrohten Berggorillas.

Ein Teil des Lavastroms bewegt sich nach Angaben Mahindas jedoch auch in Richtung Goma. Unter anderem drohte der Lavastrom auch den dortigen internationalen Flughafen zu erreichen.

Unter den rund zwei Millionen Einwohnern von Goma brach Panik aus. Tausende machten sich auf die Flucht zu Grenze in das benachbarte Ruanda, wo sie zunächst gestoppt wurden. Erst später öffneten die Behörden des Nachbarlandes die Grenze und ließen die Flüchtlinge passieren. In Goma brachen Unruhen im Zentralgefängnis aus, da Häftlinge nach dem Vulkanausbruch offenkundig um ihr Leben fürchteten. Aus dem Gebäudekomplex waren mehrfach Schüsse zu hören, wie ein dpa-Reporter berichtete.

Mount Nyiragongo brach zuletzt 2002 aus. Lava zerstörte damals große Teile von Goma. Rund 250 Menschen wurden bei dem Ausbruch getötet, 120.000 weitere wurden obdachlos.

© dpa-infocom, dpa:210523-99-709076/3

@ dpa.de