Brände, Notfälle

Ein Großbrand hat den Parlamentskomplex in der südafrikanischen Touristenmetropole Kapstadt schwer beschädigt.

02.01.2022 - 16:56:09

Notfall in Kapstadt - Großbrand in Südafrikas Parlament richtet schwere Schäden an. Ermittlungen zur Brandursache laufen.

  • Rauchs?ulen - Foto: Jerome Delay/AP/dpa

    Dicke, schwarze Rauchs?ulen steigen aus dem Parlamentsgeb?ude auf. Foto: Jerome Delay/AP/dpa

  • Gro?brand in S?dafrikas Parlament - Foto: Lyu Tianran/XinHua/dpa

    Das Feuer soll zuerst an der R?ckseite des Geb?udekomplexes ausgebrochen sein und sich dann auf das Geb?ude der Nationalversammlung, in dem das Parlament sitzt, ausgeweitet haben. Foto: Lyu Tianran/XinHua/dpa

Rauchs?ulen - Foto: Jerome Delay/AP/dpaGro?brand in S?dafrikas Parlament - Foto: Lyu Tianran/XinHua/dpa

Kapstadt ? Ein Feuer hat am Sonntag Südafrikas Parlament in der Touristenmetropole Kapstadt schwer beschädigt. Mehr als 70 Feuerwehrleute kämpften seit den frühen Morgenstunden gegen lodernde Flammen und versuchten verzweifelt, den Brand unter Kontrolle zu bekommen.

Das Feuer sei zunächst an der Rückseite des Gebäudekomplexes, der die Alte Versammlungskammer und den Nationalrat der Provinzen beherbergt, ausgebrochen und habe sich wenige Stunden später auf das Gebäude der Nationalversammlung, in dem das Parlament sitzt, ausgeweitet, sagte Patricia de Lille, die Ministerin der Provinz für Öffentliche Arbeiten und Infrastruktur. Videoaufnahmen zeigten, wie dicke, schwarze Rauchsäulen aus dem Gebäude aufstiegen.

Das Dach des Alten Plenarsaals sei eingestürzt, während einige Mauern des Regierungskomplexes große Risse aufwiesen, hieß es. Das Parlamentsgebäude beherbergt viele nationale Artefakte. Es sei noch unklar, ob auch diese beschädigt worden seien, sagte ein Mitglied des städtischen Sicherheitskomitees, JP Smith. Nach Angaben des Rettungsdienstes der Stadt Kapstadt gab es keine Verletzten. Ein 51-jähriger Mann werde in Zusammenhang mit dem Feuer vernommen, sagte die Polizei. Die Brandursache blieb am Sonntag unklar; Ermittlungen seien eingeleitet worden.

Präsident Cyril Ramaphosa, der einen Tag nach der Trauerfeier für den vor einer Woche gestorbenen weltbekannten Menschenrechtler und emeritierten anglikanischen Erzbischof Desmond Tutu noch in Kapstadt verweilte, sprach von einem verheerenden Ereignis. «Der Erzbischof wäre ebenfalls erschüttert gewesen, denn dies ist ein Ort, für den er betete, den er unterstützte und als Hort unserer Demokratie sah», sagte Ramaphosa vor laufenden Kameras. Das Parlament liegt nur wenige Meter von der St.-Georgs-Kathedrale entfernt, in deren Mausoleum Tutus Asche am Sonntagmorgen beigesetzt wurde. Ramaphosa hatte am Samstag Tutus Trauerfeier in der Kathedrale beigewohnt.

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