Explosionen, Österreich

Ein Feuerball über dem kleinen Ort Baumgarten in Österreich: Eine international wichtige Gasverteilstation brennt.

12.12.2017 - 21:28:10

Ein Toter - Explosion in Österreich behindert Südeuropas Gasversorgung. Ein Mensch stirbt. Obendrein ist die Gasversorgung in Teilen Europas beeinträchtigt.

  • Gasexplosion in Niederösterreich - Foto: Einsatzreport

    Explosion in der Gasstation in Baumgarten in Niederösterreich. Foto: Einsatzreport

  • Geschmolzene Autos - Foto: Einsatzreport/APA

    Nach der Explosion: Teilweise geschmolzene Autos in der Nähe der Gasstation. Foto: Einsatzreport/APA

  • Feuerwehr - Foto: Robert Jaeger

    Feuerwehr im niederösterreichischen Baumgarten: Die Explosion der Gasstation forderte ein Todesopfer. Foto: Robert Jaeger

  • Rauchwolke - Foto: Niederösterreichisches Landesfeuerwehrkommando

    Eine Rauchwolke hängt nach der gewaltigen Explosion über der Gasstation. Foto: Niederösterreichisches Landesfeuerwehrkommando

  • Brennende Gasstation - Foto: Niederösterreichisches Landesfeuerwehrkommando

    Das Feuer war bald unter Kontrolle, doch der Schaden an der Gasstation führte zu Lieferengpässen in Süd- und Südosteuropa. Foto: Niederösterreichisches Landesfeuerwehrkommando

Gasexplosion in Niederösterreich - Foto: EinsatzreportGeschmolzene Autos - Foto: Einsatzreport/APAFeuerwehr - Foto: Robert JaegerRauchwolke - Foto: Niederösterreichisches LandesfeuerwehrkommandoBrennende Gasstation - Foto: Niederösterreichisches Landesfeuerwehrkommando

Baumgarten an der March - Ein Erdbeben? Ein Flugzeugabsturz? Die rund 200 Einwohner des Örtchens Baumgarten an der March hatten bei dem gewaltigen Knall viele Befürchtungen. «Die Tür zu meinem Laden wurde durch die Druckwelle aufgerissen», erzählt Besitzer Wolfgang Reisel noch immer beeindruckt.

Von der Straße aus habe er die Rauchwolke in mehreren hundert Metern Entfernung gesehen und die Feuerwehr alarmiert. Die war schon unterwegs. In der Region an der slowakisch-österreichischen Grenze herrschte Großalarm.

Eine Explosion in einer international wichtigen Gasverteilstation in Ortsnähe tötete einen Arbeiter, rund 20 wurden verletzt. Zum Glück ist das Gelände, das zum Energiekonzern OMV gehört, von Feldern und Wäldern umgeben. «Die Schäden blieben auf das Gelände beschränkt», sagte ein Sprecher der Rettungskräfte. Damit hatte er nicht ganz recht. Der Schaden ist weitreichend. Das Unglück brachte den russischen Gasexport nach Süd- und Südosteuropa empfindlich durcheinander.

Die Gasleitungen nach Italien, Deutschland und Ungarn sollen aber noch vor Mitternacht wieder in Betrieb gehen. Das teilte das Unternehmen Gas Connect, das die Leitungen betreibt, am Abend mit. Diese Entscheidung sei nach eingehender Kontrolle durch die Feuerwehr und das Landeskriminalamt gefällt worden.

Der Transit durch Österreich über Baumgarten sei am Abend wieder in Betrieb genommen worden - «und somit kann die Gasversorgung der belieferten Länder gesichert werden». Die nationale Erdgasversorgung sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, hieß es.

Bei der Gasstation handelt es sich um ein Drehkreuz, an dem jährlich etwa 40 Milliarden Kubikmeter Gas verteilt werden. Gas Connect ist eine Tochterfirma des österreichischen Energiekonzerns OMV.

Um 8.45 Uhr war es zu der Explosion gekommen. Die Polizei sprach von einem technischen Fehler als Unglücksursache. Ein Experte von Gas Connect ging davon aus, dass es im Bereich der Filteranlagen zu einem Problem gekommen war. «Der genaue Unfallhergang ist noch ungeklärt und Gegenstand interner Untersuchungen und der Ermittlungen der Polizei», heißt es in einer Firmenmitteilung.

Nach der Explosion loderte ein großer Feuerball über dem Gelände. Die Rauchwolke war bis ins etwa 30 Kilometer entfernte Wien zu sehen. Mehrere Gebäude auf dem Areal fingen nach Angaben der Feuerwehr allein durch die gewaltige Hitze zu brennen an. Den 240 eingesetzten Feuerwehrleuten gelang es binnen kurzer Zeit, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Allerdings dauerte das Löschen der sechs Gebäude auf dem Gelände einige Stunden.

Zu dem Todesopfer wollten die Behörden zunächst keine genauen Angaben machen. Es handle sich um den Arbeiter einer Fremdfirma, der aus Österreich stamme, hieß es.

Um dem möglichen Andrang von Schaulustigen vorzubeugen, wurde der Unglücksort in einem Kilometer Umkreis abgesperrt. Passieren durften die Straßensperren nur Anwohner und Journalisten. «Schaulustige können wir nicht brauchen», meinte ein Polizeisprecher.

@ dpa.de

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