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Brauchtum, Gesellschaft

Ein Ausflug bei sonnigem Wetter mit Freunden und am besten noch mit Bollerwagen.

21.05.2020 - 14:46:06

Kreative Tagesgestaltung - Kieztour und Drive-In-Gottesdienst:Vatertag in Corona-Zeiten. So sieht fĂĽr viele der ideale Vatertag aus. Doch in Corona-Zeiten denken viele um - und werden kreativ.

Berlin - Wandern, Radfahren oder der Besuch im Biergarten: Zum diesjährigen Vatertag waren viele Ausflüge auch trotz der Corona-Pandemie möglich. Allerdings mit teils empfindlichen Einschränkungen. Ein erstes Stimmungsbild zeigt: Vielerorts siegten die Vernunft und der Einfallsreichtum der Ausflügler.

In Berlin etwa begann Christi Himmelfahrt aus Sicht der Polizei weitgehend ruhig. Mehrere kleinere Versammlungen seien bis Donnerstagmittag ohne Zwischenfälle verlaufen, etwa von Mietern gegen Verdrängung oder ein weitläufiger Fahrradcorso gegen Corona-Beschränkungen in Tegel. Auch bei Freizeitausflügen - am Vatertag oft feuchtfröhlich - seien zunächst keine Auffälligkeiten gemeldet worden.

«Liebe Herren, bitte seien Sie bei Ihren Ausflügen wie das Einhorn - freundlich und flauschig», twitterten die Berliner Einsatzkräfte am Vormittag zum Bild einer offenbar zum Vatertag verschenkten Kinderzeichnung des Fabelwesens.

In Niedersachsen kamen rund 500 Menschen zum Hildesheimer Drive-In-Gottesdienst zusammen. Teils hätten drei oder vier Menschen im Wagen gesessen, sagte Mirco Weiß, Diözesansekretär Bistum Hildesheim, am Donnerstag. «Was mich sehr beeindruckt hat, sind die Emotionen», berichtete Weiß. Es sei «manche Träne geflossen». Im niedersächsischen Landkreis Wittmund hingegen kam es am frühen Morgen zu einem Polizeieinsatz wegen einer vierköpfigen Gruppe. Alle seien angetrunken gewesen, hieß es. Eine 21-Jährige sei «derart uneinsichtig» gewesen, dass die Beamten sie vorübergehend in Gewahrsam nehmen mussten.

Bei schönstem Ausflugswetter starteten derweil in Thüringen viele Menschen zu Himmelfahrtstouren ins Freie. Radfahrer und Wanderer waren am «Herrentag» unter anderem am Riechheimer Berg nahe Erfurt unterwegs, wo sie in der dortigen Ausflugsgaststätte dem Betreiber zufolge wegen der Corona-Pandemie zwar nicht Platz nehmen, aber sich mit Essen zum Mitnehmen versorgen konnten. Polizei und Ordnungsbehörden hatten landesweit Kontrollen angekündigt. Zu Zwischenfällen kam es laut Landeseinsatzzentrale zunächst aber nicht.

An der Grenze von Deutschland nach Polen bildeten sich am Vormittag kilometerlange Staus. Eine Polizeisprecherin sagte, auf der Autobahn 12 sei der Stau über 30 Kilometer lang gewesen, auf der A 15 seien es 15 Kilometer gewesen. Der Grund seien die Grenzkontrollen - zum einen handle es sich um Heimfahrer nach Polen, zum anderen um Lkw, die durch Polen fahren.

Im Vorfeld des Feiertags hatten Polizei und auch Gastronomen zu Achtsamkeit aufgerufen. «Wir können nur an die Vernunft und Disziplin der Menschen appellieren, sich an die Maßnahmen wie Abstandhalten oder das Tragen von einem Mund-Nase-Schutz zu halten», sagte Michael Maatz, stellvertretender Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen.

Restaurants und Biergärten durften am Himmelfahrtstag fast überall aufsperren. Der Besuch war aber mit Auflagen verbunden. In aller Regel dürfen sich maximal die Mitglieder von zwei Haushalten treffen, in vielen Bundesländern muss aber trotzdem der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.

Ganz sorgenfrei konnten sich Besucher hingegen auf Tour durch den Hamburger Kiez begeben - und zwar virtuell: Einige Geschäfte des berühmten Stadtteils St. Pauli brachten das Flair ihrer Heimat mithilfe von Facebook in die Wohnzimmer. In Live-Videos konnten Interessierte verschiedene Läden erkunden. Geplant war auch eine virtuelle Tour mit der berühmten Dragqueen Olivia Jones.

@ dpa.de