Rheinische Post

Düsseldorf - Die Idee, die Grenzen der Nationalstaaten für Arbeitnehmer zu überwinden und einen einzigen EU-Arbeitsmarkt zu schaffen, hat sich aus deutscher Sicht voll ausgezahlt.

21.03.2019 - 21:51:24

Rheinische Post: Kommentar: Erfolgsgeschichte am Arbeitsmarkt. Heute arbeiten rund 1,5 Millionen Arbeitnehmer aus anderen EU-Ländern in Deutschland.

Düsseldorf - Die Idee, die Grenzen der Nationalstaaten für Arbeitnehmer zu überwinden und einen einzigen EU-Arbeitsmarkt zu schaffen, hat sich aus deutscher Sicht voll ausgezahlt. Heute arbeiten rund 1,5 Millionen Arbeitnehmer aus anderen EU-Ländern in Deutschland. Sie füllen Lücken, lindern den Fachkräftebedarf und zahlen Steuern und Beiträge. Bereits über eine halbe Million stammen aus Bulgarien und Rumänien, dabei wurde der Arbeitsmarkt für sie erst vor fünf Jahren geöffnet. Dass heute über 60 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung aus Bulgarien und Rumänien einer Beschäftigung nachgehen, ist eine Erfolgsgeschichte, von der viele nichts wissen oder wissen wollen. Denn die öffentliche Diskussion wird beherrscht von der Annahme, gerade aus Rumänien und Bulgarien seien besonders viele ins deutsche Sozialsystem eingewandert. Tatsächlich hat sich die Zahl der Hartz-IV-Bezieher aus beiden Ländern in den fünf Jahren Arbeitnehmerfreizügigkeit verdreifacht. Bezogen auf die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter machte das aber nur ein Zehntel des Beschäftigungszuwachses aus. Die Anziehungskraft des attraktiven Arbeitsmarkts in Deutschland ist für Bulgaren und Rumänen weitaus größer als die des Sozialsystems.

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