Unwetter, Notfälle

Drei Tote, ein Vermisster: In Österreich hat der Skiausflug einer Gruppe Deutscher ein tragisches Ende genommen.

13.01.2019 - 09:12:05

Schneechaos nimmt kein Ende - Drei Deutsche bei Lawinenabgang in Österreich getötet. Unterdessen könnte Neuschnee die Lage in den sowieso schon völlig verschneiten Regionen von Bayern noch verschärfen.

  • Gesperrt - Foto: Angelika Warmuth

    Ein wegen Lawinengefahr und Baumbruch gesperrter Wanderweg in Süddeutschland. Foto: Angelika Warmuth

  • Schneemassen - Foto: Tobias Hase

    Feuerwehrleute räumen Schnee vom Dach einer Ski-Liftstation in Bayern. Foto: Tobias Hase

  • Kein Durchkommen - Foto: Karl-Josef Hildenbrand

    Ampeln stehen an einer Kreuzung in Schneehaufen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

  • Winter in Bayern - Foto: Karl-Josef Hildenbrand

    Eine Bushaltestelle an einer mit Neuschnee bedeckten Straße in Ruderatshofen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Gesperrt - Foto: Angelika WarmuthSchneemassen - Foto: Tobias HaseKein Durchkommen - Foto: Karl-Josef HildenbrandWinter in Bayern - Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Lech - Drei Skifahrer aus Deutschland sind im österreichischen Lech in einer Lawine ums Leben gekommen. Wie die Behörden am Sonntag berichteten, wird ein Mann der vierköpfigen Gruppe noch vermisst.

Die vier befreundeten Skifahrer waren am Samstag den Angaben zufolge auf einer gesperrten Skiroute unterwegs. Am Abend wurden sie als vermisst gemeldet. Laut Polizei fanden die Retter die Leichen der drei Männer aus Oberschwaben im Alter von 32, 36 und 57 Jahren kurz vor Mitternacht. Der noch vermisste Person ist 28 Jahre alt und ebenfalls aus Süddeutschland.

Derweil ist das seit Tagen andauernde Schneechaos in den bayerischen Alpen noch lange nicht vorbei. Nach einer kurzen niederschlagfreien Atempause für Helfer und Anwohner schneit es seit der Nacht zum Sonntag in den Katastrophenregionen am Alpenrand weiter.

Bei Plusgraden begann es am Morgen teilweise zu tauen. Dadurch könnte der Schnee nass und schwer werden - eine zusätzliche Belastung für die Dächer von Wohnhäusern und Gebäuden.

«Wir verzeichnen am Morgen 25 Zentimeter Neuschnee in Teisendorf, 30 Zentimeter in Ruhpolding und 21 Zentimeter in Garmisch», sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Menschen in den oberbayerischen Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach, Berchtesgadener Land und Traunstein, wo teilweise seit Tagen der Katastrophenfall gilt, müssen demnach mit zusätzlichen Schneemassen zurechtkommen.

Die Experten rechneten zudem mit starken Böen, die tagsüber Verwehungen und Schneebruch auslösen könnten. Ab Montag soll es wieder kälter werden - dann könnte örtlich über ein Meter Neuschnee fallen. In den Alpen herrscht zudem erhebliche Lawinengefahr.

Der Neuschnee führte in der Nacht zum Sonntag in Niederbayern zu zahlreichen Unfällen und Straßensperrungen, Polizei und Feuerwehr verzeichneten deswegen mehr als 150 Einsätze. Wie die Polizei mitteilte, gab es bis zum Morgen 24 Unfälle. Ein Mensch wurde schwer verletzt. Vielerorts stürzten - etwa in den Landkreisen Deggendorf und Straubing-Bogen - Bäume auf die Straßen, weil das Gewicht des Schnees zu groß war. Etliche Straßen seien deswegen nicht passierbar. Bergungsarbeiten sind den Angaben zufolge für die Helfer derzeit zu gefährlich, weil weitere Bäume umstürzen könnten.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Samstag angekündigt, 500 weitere Bereitschaftspolizisten in die betroffenen Gebiete zu schicken. Sie sollen vor allem helfen, die Dächer einsturzgefährdeter Gebäude freizuschaufeln. «Es gibt keinen Anlass zur Panik, aber schon zu ernster Besorgnis», hatte Söder bei einem Besuch in Bad Tölz gesagt. Insgesamt sind seinen Angaben nach dann 5000 Kräfte im Einsatz.

In Kempten im Allgäu sperrte die Stadt am Samstagabend wegen der Schneelast vorsorglich elf Sporthallen. Diese sollen bis einschließlich Dienstag geschlossen bleiben, weil durch die angekündigten Niederschläge mit noch höherem Gewicht auf den Dächern zu rechnen sei, teilte ein Sprecher der Stadt am Samstag mit.

@ dpa.de

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