Regierung, Migration

Donald Trump macht seit Tagen Stimmung gegen die Migranten, die auf dem Weg Richtung US-Grenze sind.

02.11.2018 - 22:00:07

US-Soldaten an Grenze - Migranten-Gruppe setzt Weg in Richtung Norden fort. Nun plant er, ihnen das Recht auf Asyl zu erschweren und warnt, Soldaten an der Grenze könnten «zurückschlagen».

  • Migranten - Foto: Rodrigo Abd/AP

    Migranten aus Mittelamerika fahren in Richtung USA. Foto: Rodrigo Abd/AP

  • Auf dem Weg in die USA - Foto: El Universal via ZUMA Wire

    Flucht nach Norden: Migranten kämpfen sich durch den Fluss Suchiate, der Guatemala und Mexiko verbindet. Foto: El Universal via ZUMA Wire

  • US-Soldaten - Foto: Senior Airman Alexandra Minor/U.S. Air Force/AP

    US-Soldaten auf dem Weg an die Grenze zu Mexiko. Foto: Senior Airman Alexandra Minor/U.S. Air Force/AP

  • Migranten - Foto: Migranten aus Zentralamerika erreichen in Tijuana den Grenzzaun zu den USA. Foto: Eduardo Jaramillo/NOTIMEX

    Migranten aus Zentralamerika erreichen in Tijuana den Grenzzaun zu den USA. Foto: Eduardo Jaramillo/NOTIMEX

  • Grenzpatrouille - Foto: Maren Hennemuth

    US-Grenzpatrouille an der Grenze zu Mexiko, die jetzt auch zusätzlich von der Nationalgarde geschützt werden soll. Foto: Maren Hennemuth

  • Grenze zwischen Mexiko und Kalifornien - Foto: Mike Nelson/EPA

    Grenze zwischen Mexiko und Kalifornien: Hier will Donald Trump noch einmal kräftig dazubauen. Foto: Mike Nelson/EPA

  • Hoch genug? - Foto: K.C. Alfred/San Diego Union-Tribune via ZUMA

    Donald Trump besichtigt in der Nähe des Grenzübergangs Otay Mesa Prototypen der Grenzmauer zu Mexiko. Foto: K.C. Alfred/San Diego Union-Tribune via ZUMA

  • Haitianischer Flüchtling - Foto: Alejandro Zepeda/EFE

    Warten aufs gelobte Land: Ein haitianischer Flüchtling hat sich über Brasilien bis nach Mexiko vorgearbeitet. Ziel: die USA. Foto: Alejandro Zepeda/EFE

  • Migranten - Foto: Rodrigo Abd/AP

    Sie haben nichts mehr: Mittelamerikanische Migranten ruhen sich in Mexiko auf Eisenbahnschienen aus, bevor sie weiter Richtung US-Grenze marschieren. Foto: Rodrigo Abd/AP

  • Grenzschützer - Foto: Senior Airman Alexandra Minor/U.S. Air Force/AP

    Operation «Faithful Patriot»: US-Präsident Trump schickt Tausende Soldaten an die GRenze zu Mexiko. Foto: Senior Airman Alexandra Minor/U.S. Air Force/AP

  • Vorbereitung - Foto: Airman 1st Class Zoe Wockenfuss/U.S. Air Force/AP

    Mit gewaltigem Materialaufwand machen sich Tausende US-Soldaten auf den Weg an die Grenze zu Mexiko. Foto: Airman 1st Class Zoe Wockenfuss/U.S. Air Force/AP

  • Verladung - Foto: Airman 1st Class Zoe Wockenfuss/U.S. Air Force/AP

    Verladung eines Militärfahrzeugs in den Frachtraum eines C-17 Globemaster III. Foto: Airman 1st Class Zoe Wockenfuss/U.S. Air Force/AP

  • Auf dem Weg nach Norden - Foto: Santiago Billy/AP

    Migranten klettern in Mexiko auf den Anhänger eines Lastwagens, um weiter Richtung Norden zu fahren. Foto: Santiago Billy/AP

  • Pause - Foto: Ángel Hernández

    Ein kleines Kind aus der Migranten-Karawane trägt ein Stück Brot, während sich die Menschen in der mexikanischen Stadt Sayula de Alemán ausruhen. Foto: Ángel Hernández

Migranten - Foto: Rodrigo Abd/APAuf dem Weg in die USA - Foto: El Universal via ZUMA WireUS-Soldaten - Foto: Senior Airman Alexandra Minor/U.S. Air Force/APMigranten - Foto: Migranten aus Zentralamerika erreichen in Tijuana den Grenzzaun zu den USA. Foto: Eduardo Jaramillo/NOTIMEXGrenzpatrouille - Foto: Maren HennemuthGrenze zwischen Mexiko und Kalifornien - Foto: Mike Nelson/EPAHoch genug? - Foto: K.C. Alfred/San Diego Union-Tribune via ZUMAHaitianischer Flüchtling - Foto: Alejandro Zepeda/EFEMigranten - Foto: Rodrigo Abd/APGrenzschützer - Foto: Senior Airman Alexandra Minor/U.S. Air Force/APVorbereitung - Foto: Airman 1st Class Zoe Wockenfuss/U.S. Air Force/APVerladung - Foto: Airman 1st Class Zoe Wockenfuss/U.S. Air Force/APAuf dem Weg nach Norden - Foto: Santiago Billy/APPause - Foto: Ángel Hernández

Mexiko-Stadt/Washington - Eine Migranten-Gruppe aus Mittelamerika hat trotz einer Nacht im Regen ihren Weg durch Mexiko in Richtung USA fortgesetzt.

Die Menschen waren am Freitagmorgen (Ortszeit) im Ort Matías Romero im Bundesstaat Oaxaca aufgebrochen. Im Laufe des Tages sollten sie den 46 Kilometer entfernten Ort Donají erreichen. Von dort sind es nur noch wenige Kilometer bis zur Grenze zum Bundesstaat Veracruz. Die Gruppe war vor zwei Wochen in Honduras losgelaufen, zurzeit befinden sie sich noch etwa 1300 Kilometer Luftlinie von der Grenze zu den USA entfernt.

Nach Angaben der mexikanischen Organisation für Migranten-Rechte «Pueblo Sin Fronteras» zwang in der Nacht zum Freitag ein schwerer Regen die Migranten, ihren Schlafplatz - ein Park im Zentrum von Matías Romero - zu verlassen. Viele suchten nach einem überdachten Unterschlupf in den umliegenden Straßen.

Die nächste Etappe der nach Schätzungen zwischen 3500 und 5000 Menschen ist der Bundesstaat Veracruz. Dieser gilt besonders für die oft schutzlosen Migranten als gefährlich. Dort liefern sich verfeindete Drogenbanden regelmäßig bewaffnete Auseinandersetzungen. Die Menschen aus Mittelamerika sind für sie ein leichtes Ziel für Überfälle oder auch Entführungen.

US-Präsident Donald Trump sieht die Migranten aus Mittelamerika als Bedrohung für sein Land und hat das Pentagon angewiesen, Soldaten an die Grenze zu schicken. Trump hat den Marsch der Migranten massiv zum Wahlkampfthema vor den Kongresswahlen am 6. November gemacht.

Trump erklärte, dass die Soldaten an der Grenze zu Mexiko nicht auf Migranten schießen sollen, wenn diese Steine auf sie schmeißen. «Sie werden nicht schießen müssen. Was ich nicht will, ist, dass diese Leute Steine schmeißen», sagte der US-Präsident auf Fragen von Journalisten. «Wir werden diese Leute schnell und für lange Zeit festnehmen», fügte er hinzu.

Trump hat das Pentagon wegen der Migranten angewiesen, Soldaten an die Grenze zu schicken. Sie sollen den Grenzschutz bei logistischen Aufgaben unterstützen. Migranten festnehmen dürfen sie nicht. Die Soldaten sind bewaffnet.

Trump hatte am Donnerstag gesagt, sollten die Migranten gewalttätig werden und Steine schmeißen, würden die Soldaten «zurückschlagen». Er habe dem Militär gesagt, dass sie Steinwürfe so behandeln sollten, als würden die Migranten Waffen tragen. Er deutete damit an, dass die Soldaten das Feuer auf die Menschen eröffnen könnten, sagte dies aber nicht explizit.

@ dpa.de

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