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Brände, Buschbrände

Diese Woche könnte es wieder sehr heiß werden.

07.01.2020 - 12:22:06

Polizei warnt vor Plünderern - Brände in Australien: Wieder über 40 Grad Hitze erwartet. Die Feuer in Australien sind immer noch gewaltig. Der Kampf gegen die Flammen könnte Monate dauern. Und es gibt noch andere Probleme.

  • Buschbrände in Australien - Foto: David Mariuz/AAP/dpa

    Eine verbrannte Landschaft im Flinders Chase National Park auf Kangaroo Island. Foto: David Mariuz/AAP/dpa

  • Buschbrände in Australien - Foto: David Mariuz/AAP/dpa

    Freiwillige Helfer vom NSW State Emergency Service ruhen sich aus. Foto: David Mariuz/AAP/dpa

  • Buschbrände in Australien - Foto: Royal Australian Navy/ROYAL AUSTRALIAN NAVY/dpa

    Feuerwehrleute begutachten und protokollieren nach den Buschfeuern die Brandschäden an Gebäuden. Foto: Royal Australian Navy/ROYAL AUSTRALIAN NAVY/dpa

  • Buschbrände in Australien - Foto: David Mariuz/AAP/dpa

    Blick auf die Schäden an einem Hotel auf Kangaroo Island. Foto: David Mariuz/AAP/dpa

  • Buschbrände in Australien - Foto: David Mariuz/AAP/dpa

    Ein Känguru im Flinder Chase National Park auf Kangaroo Island, südwestlich von Adelaide. Foto: David Mariuz/AAP/dpa

Buschbrände in Australien - Foto: David Mariuz/AAP/dpaBuschbrände in Australien - Foto: David Mariuz/AAP/dpaBuschbrände in Australien - Foto: Royal Australian Navy/ROYAL AUSTRALIAN NAVY/dpaBuschbrände in Australien - Foto: David Mariuz/AAP/dpaBuschbrände in Australien - Foto: David Mariuz/AAP/dpa

Canberra - Während in Australien der Kampf gegen die Flammen weitergeht, warnen die Behörden vor Kriminellen. Im Bundesstaat New South Wales wurden nach Angaben der Polizei drei Menschen wegen des Verdachts von Plünderungen angeklagt.

In den Feuergebieten sollen Streifen etwaigen Dieben das Handwerk legen. «Es ist schwer zu verstehen, dass es Leute gibt, die versuchen, auf Kosten von Gemeinden, die ohnehin schon so viel verloren haben, zu profitieren und sich zu bereichern», sagte Einsatzleiter Gary Worboys am Dienstag. Verbraucherschützer warnten zudem vor Spendenbetrügern.

Etwas Regen und kühlere Temperaturen machten die Arbeit der Feuerwehrleute bei den Bränden etwas leichter. Aber auch diese Woche soll es wieder teilweise 40 Grad und heißer werden. Der Feuerwehrchef des Bundesstaates New South Wales, Shane Fitzsimmons, sagte, die mehr als 2600 Helfer nutzten die «günstigen Bedingungen», um sich vorzubereiten, bevor die Brandgefahr am Freitag voraussichtlich wieder steigen dürfte.

Es wird befürchtet, dass die Feuer in Australien noch Monate dauern. An der Grenze von New South Wales und Victoria bewegten sich zwei Brände aufeinander zu, so dass ein Riesenfeuer entstehen könnte.

Seit Beginn der großen Brände im Oktober sind landesweit 25 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 2000 Häuser sind zerstört. Mehr als 10 Millionen Hektar brannten nieder - das entspricht ungefähr der Größe von Bayern und Baden-Württemberg zusammen.

Am Dienstag hieß es, auf die Versicherungen kämen bislang Kosten von 700 Millionen australischen Dollar zu, das sind etwa 430 Millionen Euro. Nach Angaben des australischen Versicherungsverbands gab es fast 9000 Schadensmeldungen - es wird aber erwartet, dass die Zahl noch deutlich steigt.

US-Präsident Donald Trump drückte nach Angaben des Weißen Haues im Gespräch mit dem australischen Premierminister Scott Morrison seine Sorge und sein Beileid aus. Er bot der australischen Regierung die Unterstützung der USA im Kampf gegen die Feuer an. Auch Prominente zeigen sich weiter solidarisch: Der australische Schauspieler Chris Hemsworth («Thor») hat nach eigenen Angaben eine Million australische Dollar (620.000 Euro) gespendet.

Die deutsche Feuerwehr zieht vor der Leistung der australischen Kollegen ihren Hut. Die Einsatzkräfte leisteten derzeit Großes, nahezu Unmögliches, sagte der Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbands, Karl-Heinz Knorr, der Deutschen Presse-Agentur. «Und wir zollen ihnen größten Respekt!»

Auch in Deutschland sind viele freiwillige Feuerwehrleute im Einsatz, wenn es auf dem Land brennt. Wie Knorr erklärte, arbeiten rund 40.000 hauptamtliche Berufskräfte in den Städten - in der Fläche rund 900.000 ehrenamtliche Helfer. «Es gibt neben Österreich und der Schweiz kein anderes Land mit einer derart hohen Feuerwehr-Versorgungsdichte im Ehrenamt wie Deutschland.»

Knorr betonte, dass die Verhältnisse in Australien und anderen Teilen der Welt wie der Taiga, in denen solche Brände teils «apokalyptische Dimensionen» hätten, nicht mit denen in Deutschland vergleichbar seien.

@ dpa.de