G20, International

Diese Kundgebung bereitet der Polizei die größte Sorge: Tausende sammeln sich in Hamburg für die Kundgebung «Welcome to Hell».

06.07.2017 - 18:40:06

10 000 Linksautonome erwartet - Tausende bei G20-Protest «Welcome to Hell». Die Abschlusskundgebung soll nur einen Steinwurf vom G20-Gipfelort stattfinden.

  • Protestcamp - Foto: Daniel Bockwoldt

    Nach der gerichtlichen Genehmigung des Protest-Camps in Hamburg-Entenwerder dürfen G20-Demonstranten auch im Altonaer Volkspark übernachten. Foto: Daniel Bockwoldt

  • Ankunft Protest-Sonderzug - Foto: Daniel Bockwoldt

    Reisende aus dem Protest-Sonderzug «ZuG20» haben den Hamburger Hauptbahnhof erreicht. Foto: Daniel Bockwoldt

  • Vorbereitung - Foto: Michael Kappeler

    Aktivisten von Oxfam stehen mit Masken der Regierungschefs an den Landungsbrücken Hamburg. Sie demonstrieren gegen soziale Ungleichheit. Foto: Michael Kappeler

  • Protest - Foto: Boris Roessler

    Die Demonstration «G20 Welcome to hell» wird von einem gigantischen Polizeiaufgebot begleitet. Foto: Boris Roessler

  • G20-Demonstration - Foto: Es geht los: G20-Gegner ziehen bei der Demonstration «Welcome to hell» durch Hamburg. Foto: Boris Roessler

    Es geht los: G20-Gegner ziehen bei der Demonstration «Welcome to hell» durch Hamburg. Foto: Boris Roessler

  • Polizei - Foto: «G20 Welcome to hell» trifft am Fischmarkt auf «Welcome to Hamburger Polizei». Foto: Bodo Marks

    «G20 Welcome to hell» trifft am Fischmarkt auf «Welcome to Hamburger Polizei». Foto: Bodo Marks

Protestcamp - Foto: Daniel BockwoldtAnkunft Protest-Sonderzug - Foto: Daniel BockwoldtVorbereitung - Foto: Michael KappelerProtest - Foto: Boris RoesslerG20-Demonstration - Foto: Es geht los: G20-Gegner ziehen bei der Demonstration «Welcome to hell» durch Hamburg. Foto: Boris RoesslerPolizei - Foto: «G20 Welcome to hell» trifft am Fischmarkt auf «Welcome to Hamburger Polizei». Foto: Bodo Marks

Hamburg - Sie gilt als die härteste Anti-G20-Kundgebung: Tausende Demonstranten haben sich am frühen Abend für die Kundgebung «Welcome to Hell» auf dem Fischmarkt am Hamburger Hafen versammelt.

Die Polizei sprach gegen 18 Uhr von etwa 4500 Demonstranten, wobei es einen gebe. Die Veranstalter gingen zu diesem Zeitpunkt von über 5000 Teilnehmern aus. Der eigentliche Demonstrationszug sollte um 19 Uhr losgehen.

Nach Angaben der Polizei hatten sich in der Nähe des Volksparkstadions weitere 2000 Demonstranten versammelt, von denen angenommen werde, dass sie sich der Kundgebung anschließen würden. Erwartet wurden insgesamt etwa 10 000 Linksautonome. Die Polizei rechnete mit bis zu 8000 gewaltbereiten Demonstranten bei der offiziell als «Für eine solidarische Welt - gegen den G20-Gipfel» angemeldeten Kundgebung.

Am Hamburger Fischmarkt gab es zunächst Musik und Redebeiträge. Die Demonstration sollte um 19 Uhr vom Fischmarkt über die Reeperbahn bis etwa 300 Meter an die Messehallen heran gehen. Keine andere Demonstration darf dem G20-Tagungsort in den Messehallen näher kommen.

Anders als für andere Veranstaltungen hat die Polizei für «Welcome to Hell» («Willkommen in der Hölle») keine Auflagen erlassen. Anmelder Andreas Blechschmidt vom linksautonomen Kulturzentrum «Rote Flora» warf Innenbehörde und Verfassungsschutz dennoch vor, «eine massive Kampagne» gegen Demonstranten zu führen.

Unterdessen wies das Hamburgische Oberverwaltungsgericht am Donnerstag mehrere Beschwerden der zurück. Deren Demonstrationen in der Hamburger Innenstadt am ersten G20-Gipfeltag bleiben damit vorerst verboten. Attac Deutschland wollte an diesem Freitag zwischen 12.00 und 16.00 Uhr zu drei Versammlungen mit Themen wie «Gutes Leben für alle statt Wachstumswahn» aufrufen. Die Antragsteller können Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht einreichen. (4 Bs 153/17, 4 Bs 155/17 und 4 Bs 156/17)

Es bleibe dabei, dass die Versammlungen aufgrund der Allgemeinverfügung der Hamburger Versammlungsbehörde untersagt sind, teilte das Gericht mit. Die Verfügung sei voraussichtlich rechtmäßig, hieß es zur Begründung.

@ dpa.de

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