Religion, SPD-Vize

Die von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ausgelöste neuerliche Debatte um den Islam in Deutschland treibt nach Ansicht von SPD-Bundesvize Natascha Kohnen einen Keil in die Gesellschaft.

04.04.2018 - 05:01:45

SPD-Vize Natascha Kohnen: Finger weg von der Religion

"Das ist falsch", sagte sie der "Passauer Neuen Presse" (Mittwochsausgabe). "In unserem Land leben fast fünf Millionen Muslime, die ihre Religionsfreiheit selbstverständlich ausüben dürfen. Politik sollte für Zusammenhalt und Integration sorgen und nicht spalten, wie es Horst Seehofer und die CSU versuchen", so Kohnen.

Mit Religion solle man keine Politik machen, forderte sie. "Artikel 4 des Grundgesetzes sichert die Religionsfreiheit zu. Deswegen gilt für die Politik: Finger weg von der Religion!" Wichtiger als die Frage zu debattieren, ob der Islam zu Deutschland gehöre, seien Antworten auf die Fragen: "Wie verbessern wir die Integration, wie beschleunigen wir Asylverfahren, wie schaffen wir bezahlbaren Wohnraum für alle?" Für all das sei Seehofer zuständig, betonte Kohnen. Das wichtigste Instrument für die Integration sei Arbeit. "Dafür müssen wir die Arbeitsvermittlung verbessern, Bildungsmöglichkeiten erweitern und den Spracherwerb fördern. Hier muss die neue Regierung liefern", forderte die stellvertretende SPD-Vorsitzende. Solidarisches Grundeinkommen: "Vorschlag ist ein guter Impuls" Mit Blick auf SPD-interne Diskussionen über die Arbeitsmarktpolitik meinte Kohnen, der Vorschlag eines solidarischen Grundeinkommens sei "ein guter Impuls". Zudem gelte es, die Herausforderungen der Digitalisierung anzupacken. Die Digitalisierung dürfe von den Unternehmen jedoch nicht vorgeschoben werden, um eine dauerhafte Erreichbarkeit ihrer Mitarbeiter durchzusetzen, so Kohnen. Folgen wären Burnout und Überforderung. "Es gibt keinen Grund, den Deckel einfach anzuheben und die tägliche Höchstarbeitszeit oder die Mindestruhezeit von elf Stunden abzuschaffen. Es darf allenfalls eine Experimentierklausel für tarifgebundene Unternehmen geben", sagte die SPD-Politikerin.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Zentralratspräsident lobt Kundgebungen gegen Antisemitismus Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat die Kundgebungen gegen Antisemitismus in mehreren deutschen Städten gelobt. (Politik, 25.04.2018 - 20:19) weiterlesen...

Niedersachsens Ministerpräsident kritisiert Söders Kruzifix-Vorstoß Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat scharfe Kritik am Kruzifix-Vorstoß seines bayerischen Amtskollegen Markus Söder (CSU) geübt. (Politik, 25.04.2018 - 17:31) weiterlesen...

Religionsbeauftragter: Juden sollten Kippa selbstbewusst tragen Der Beauftragte der Bundesregierung für Religionsfreiheit, Markus Grübel (CDU), hat sich gegen die Warnung des Zentralrats der Juden vor antisemitischen Übergriffen auf Kippa-Träger gewandt und das Tragen der Kopfbedeckung in der Öffentlichkeit empfohlen. (Politik, 25.04.2018 - 16:58) weiterlesen...

ZdK-Präsident rät in Kreuz-Debatte zur Mäßigung Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, hat in der Debatte um Kreuze in Bayern zur Mäßigung geraten, zugleich aber vor einer Instrumentalisierung des Kreuzes gegen andere gewarnt. (Politik, 25.04.2018 - 15:30) weiterlesen...

Zentralrat der Muslime kritisiert bayerische Kreuz-Anordnung Der Zentralrat der Muslime hat die bayerische Anordnung zum Aufhängen von Kreuzen in Landesbehörden kritisiert. (Politik, 25.04.2018 - 13:17) weiterlesen...

Zentralrat der Muslime sieht Antisemitismus als Sünde Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat Antisemitismus als Sünde bezeichnet und ein engagiertes Eintreten des Verbandes gegen Judenfeindlichkeit unter Flüchtlingen garantiert. (Politik, 24.04.2018 - 08:34) weiterlesen...