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Konflikte, Militär

Die Türkei und die USA beraten über die Situation im Norden Syriens.

07.08.2019 - 15:32:06

«Sicherheitszone» an Grenze - Türkei: Gespräche mit USA über Nordsyrien «sehr konstruktiv». Die Haltung gegenüber der Kurdenmiliz YPG könnte zwar unterschiedlicher nicht sein. Aber die türkische Seite ist bislang zufrieden mit den Gesprächen.

Istanbul - Nach Angaben der türkischen Regierung verlaufen dreitägige Verhandlungen mit dem US-Militär über die Einrichtung einer sogenannten Sicherheitszone in Nordsyrien «positiv und sehr konstruktiv».

Die amerikanischen Gesprächspartner hätten sich der türkischen Position angenähert, sagte Verteidigungsminister Hulusi Akar am Mittwochnachmittag. Konkrete Ergebnisse wurden zunächst nicht bekannt. Die Gespräche sollen laut Akar an diesem Mittwoch enden.

Vor den Verhandlungen hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan mehrfach damit gedroht, östlich des Flusses Euphrat in Syrien einzumarschieren, sollte es keine Fortschritte geben. Akar schlug einen versöhnlicheren Ton an und sagte, die Vorbereitungen für den Einsatz seien zwar komplett, aber man würde gerne mit den USA als «Freund und Alliiertem» gemeinsam handeln.

Die Türkei wünscht sich entlang der türkisch-syrischen Grenze ein Gebiet unter ihrer alleinigen Kontrolle, aus dem sich kurdische Truppen zurückziehen sollen. Die Gegend wird bisher von der Kurdenmiliz YPG kontrolliert. Ankara sieht in der YPG einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit eine Terrororganisation. Für die USA ist die YPG dagegen ein wichtiger Partner im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Sie wollen einen Angriff auf die Verbündeten verhindern.

Nach türkischen Wünschen soll die Zone um die 30 Kilometer tief sein und sich ab dem Euphrat gen Osten die gesamte Grenzlinie entlangziehen. US-Medienberichten zufolge hatten die USA eine schmalere Zone vorgeschlagen.

Die Türkei ist schon zweimal auf syrisches Gebiet vorgerückt, beide Male westlich des Euphrat. 2016 hatte sie mit der Offensive «Schutzschild Euphrat» beim syrischen Ort Dscharabulus den IS von der Grenze vertrieben, aber auch die YPG bekämpft. Anfang 2018 hatten von der türkischen Armee unterstützte Rebellen in einer Offensive gegen die YPG die kurdisch geprägte Grenzregion Afrin eingenommen.

@ dpa.de