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Konflikte, Ghassem Soleimani

Die Trauerfeiern für den getöteten General Ghassem Soleimani haben unzählige Iraner auf die Straßen getrieben.

07.01.2020 - 11:42:06

Getöteter General Soleimani - Mindestens 30 Tote bei Massenpanik bei Trauerzug im Iran. Im Süden des Landes soll es dabei bei einer Massenpanik viele Tote gegeben haben.

  • Trauerfeier Soleimani - Foto: Amir Hesaminejad/Tasnim News Agency/AP/dpa

    Die Särge des iranischen Generals Ghassem Soleimani und weiterer Getöteter werden durch die schiitische Hochburg Ghom gefahren. Foto: Amir Hesaminejad/Tasnim News Agency/AP/dpa

  • Trauerfeier Soleimani - Foto: Erfan Kouchari/Tasnim News Agency/AP/dpa

    Der Trauerzug in Soleimanis Geburtsstadt Kerman im Süden des Iran. Foto: Erfan Kouchari/Tasnim News Agency/AP/dpa

Trauerfeier Soleimani - Foto: Amir Hesaminejad/Tasnim News Agency/AP/dpaTrauerfeier Soleimani - Foto: Erfan Kouchari/Tasnim News Agency/AP/dpa

Teheran/Kerman - Beim Trauerzug für den iranischen General Ghassem Soleimani in Kerman ist es am Dienstag zu einer Massenpanik gekommen. Dabei kamen nach amtlichen Angaben iranischer Behörden mindestens 30 Menschen ums Leben, Dutzende seien verletzt worden.

Die Opferzahl könnte noch steigen, so die Behörden nach Angaben des staatlichen Fernsehens. Auf den sozialen Medien ist von mindestens 35 Toten und Dutzenden von Verletzten die Rede.

Nach Medienangaben hatten Hunderttausende Menschen den Trauerzug durch Soleimanis Geburtsort Kerman begleitet. Der Marsch führte durch das Zentrum der Stadt im Südosten des Landes zum Märtyrer-Friedhof, wo später beerdigt werden sollte. Die Zeremonie wurde erneut auf fast alle Fernsehkanälen live übertragen.

Anwesend am Trauerzug war auch der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden (IRGC), Hussein Salami. «Wir werden Rache nehmen und die wird konsequent und hart sein, so dass die Amerikaner ihre Tat », sagte Salami. Die Masse erwiderte den Aufruf mit «Rache, Räche» und «Allahu Akbar» - Gott ist der Größte - Rufen.

Wegen des erwarteten Massenandrangs war der Dienstag in Kerman zum örtlichen Feiertag erklärt worden - wie zuvor schon der Montag in der Hauptstadt Teheran. Damit wollte die Regierung möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, sich von dem als Märtyrer verehrten General zu verabschieden.

Zuvor hatte es gegeben. Allein in Teheran nahmen am Montag nach Medienberichten Millionen Menschen Abschied von Soleimani. Zuvor hatten Hunderttausende an den Trauerzeremonien in Ahwas, Maschad und Ghom teilgenommen. Die Bilder der von unzähligen Menschen gesäumten Straßen gingen um die Welt.

Soleimani war in der Nacht zum Freitag von US-Drohnen in der irakischen Hauptstadt Bagdad mit einem Raketenangriff getötet worden. Washington rechtfertigte den Luftschlag damit, dass der Chef der folgenschwere Angriffe auf US-Bürger geplant habe. Soleimani war der wichtigste Vertreter der iranischen Streitkräfte im Ausland und galt als Architekt der iranischen Militärstrategie in den Nachbarländern.

@ dpa.de