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Prozesse, Kriminalität

Die Tat hatte viele Menschen entsetzt: Ein junger Mann soll im Januar in Rot am See einen Teil seiner Familie getötet haben.

29.06.2020 - 05:04:06

Gewatlttat in Rot am See - Eigene Familie erschossen: Prozess gegen 27-Jährigen beginnt. Mutter, Vater, Halbgeschwister, Onkel und Tante werden erschossen. Die Frage nach dem Warum beschäftigt den Ort heute noch - und nun auch ein Gericht.

Ellwangen - Weil er bei einem Familientreffen sechs Verwandte getötet und zwei weitere mit Schüssen schwer verletzt haben soll, muss sich ein 27-Jähriger heute an vor dem Landgericht Ellwangen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord und versuchten Mord vor.

Der Deutsche soll am 24. Januar im baden-württembergischen Rot am See (Landkreis Schwäbisch Hall) seine Eltern, eine Halbschwester, einen Halbbruder sowie Onkel und Tante erschossen haben. Zwei weitere Verwandte konnten sich schwer verletzt retten. Die Tat hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt.

Insgesamt 30 Schüsse soll der Mann auf seine Familie abgeben haben. Danach rief der mutmaßliche Täter die Polizei und stellte sich. Die Taten soll er schon längere Zeit geplant haben. Dafür soll er einem Schützenverein beigetreten sein und sich legal eine Pistole besorgt haben. Angebliche Misshandlungen seiner Mutter und Halbschwester sollen ihn zu dem blutigen Verbrechen getrieben habe. Die Mutter, den Vater und seine Halbschwester soll er mit gezielten Kopfschüssen umgebracht haben.

Die Familie hatte sich wegen einer Beerdigung im mehrstöckigen Wohnhaus des Vaters getroffen, in dem auch der mutmaßliche Schütze wohnte. Die Taten hat er laut Staatsanwaltschaft gestanden. Für den Prozess soll auch ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben werden. Möglicherweise liege eine paranoide Schizophrenie vor, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Insgesamt sind sieben Verhandlungstage für das Verfahren angesetzt. Ein Urteil könnte am 10. Juli fallen.

Rot am See liegt zwischen Crailsheim (Baden-Württemberg) und Rothenburg ob der Tauber (Bayern). In der Gemeinde im Nordosten Baden-Württembergs leben rund 5400 Menschen. «Die Zeit heilt die Wunden, aber es bleibt eine gewisse Ohnmacht, Bestürzung und Fassungslosigkeit», sagte Bürgermeister Siegfried Gröner (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur. Die grausame Tat sei nach wie vor völlig unfassbar und nicht mit Worten zu beschreiben. «Auf die Frage warum, haben wir noch keine Antwort.»

© dpa-infocom, dpa:200625-99-556294/5

@ dpa.de

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