Militär, Simbabwe

Die Säulen von Präsident Mugabes Macht brechen Stück für Stück weg.

19.11.2017 - 11:18:05

Partei wendet sich ab - Simbabwes Militär verhandelt mit Mugabe. Nach dem Militärputsch in Simbabwe will die Regierungspartei seinen Rücktritt fordern. Am Dienstag könnten ihn Abgeordnete abwählen.

  • Morgan Tsvangirai - Foto: Ben Curtis

    Simbabwes Oppositionsführer Morgan Tsvangirai fordert die rasche Bildung einer Übergangsregierung. Foto: Ben Curtis

  • Robert Mugabe - Foto: Ben Curtis

    Robert Mugabe bei der Abschlussfeier der Zimbabwe Open University. Foto: Ben Curtis

  • Demonstration in Harare - Foto: Ben Curtis

    Fröhlicher Protest: Demonstranten tanzen, singen und skandieren Anti-Mugabe-Slogans. Foto: Ben Curtis

  • Demonstration in Harare - Foto: Der Militärputsch hat vielen Simbabwern neue Hoffnung gegeben. Foto: Ben Curtis

    Der Militärputsch hat vielen Simbabwern neue Hoffnung gegeben. Foto: Ben Curtis

  • Simbabwes Generalmajor Moyo - Foto: Uncredited

    Simbabwes Generalmajor Moyo bei einer Ansprache im staatlichen Fernsehen. Foto: Uncredited

Morgan Tsvangirai - Foto: Ben CurtisRobert Mugabe - Foto: Ben CurtisDemonstration in Harare - Foto: Ben CurtisDemonstration in Harare - Foto: Der Militärputsch hat vielen Simbabwern neue Hoffnung gegeben. Foto: Ben CurtisSimbabwes Generalmajor Moyo - Foto: Uncredited

Harare - Die Führung der Putschisten in Simbabwe will Präsident Robert Mugabe (93) in neuen Verhandlungen zur Aufgabe seines Amtes drängen. An dem zweiten Gespräch mit den Generälen solle auch der Vermittler Fidelis Mukonori, ein katholischer Pfarrer, teilnehmen, wie das staatliche Fernsehen berichtete.

Der Vorstand der Regierungspartei Zanu-PF trat unterdessen in Harare zusammen - höchstwahrscheinlich, um Mugabe als Parteiführer abzuwählen und ihn zum Rücktritt aufzufordern.

Kurz zuvor hatte bereits die Jugendorganisation der Partei Mugabes Rücktritt gefordert. Der vor kurzem von Mugabe geschasste Vizepräsident Emmerson Mnangagwa solle die Regierungsgeschäfte führen, Mugabes Frau Grace Mugabe (52) aus der Partei ausgeschlossen werden, forderte die Jugendorganisation dem staatlichen Fernsehen zufolge. Die Organisation galt im Kampf um Mugabes Nachfolge bisher als Unterstützerin der beim Volk unbeliebten First Lady.

Der seit dem unblutigen Putsch vom Mittwoch unter Hausarrest stehende Mugabe hatte das Militär unter Führung von Generalstabschef Constantino Chiwenga bereits am Donnerstag getroffen. Dem Vernehmen nach weigerte sich Mugabe jedoch, sein Amt aufzugeben. Seither haben sich bereits die Provinzführungen der Regierungspartei Zanu-PF von ihm abgewendet. Zudem demonstrierten am Samstag Zehntausende Menschen in ausgelassener Stimmung in den Straßen Harares, um Mugabe zum Rücktritt zu drängen. Eine solche Demonstration wäre noch vor Kurzem undenkbar gewesen. Mugabe war in Simbabwe seit 1980 an der Macht.

Die Putschisten wollen nach Mugabes Abtritt offenbar einer Übergangsregierung Platz machen, wahrscheinlich unter Führung von Mnangagwa. Sollte Mugabe sich weigern, zurückzutreten, könnte ihn das Parlament am Dienstag mit einem Misstrauensvotum stürzen. Zanu-PF hat dort eine solide Mehrheit.

Die Staatengemeinschaft des südlichen Afrikas (SADC) setzte unterdessen für Dienstag einen Krisengipfel in Angola an, um die Lage zu erörtern. Erwartet wurden die Staatschefs aus Südafrika, Sambia, Tansania und Angola.

Der Militärputsch wurde nach Meinung von Experten ausgelöst durch die Entlassung Mnangagwas und die Bemühungen des Staatschefs, seine Frau Grace als Nachfolgerin zu etablieren. Sie ist bekannt für ihr impulsives Verhalten, teure Kleider und extravagante Shopping-Reisen.

@ dpa.de

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