Wahlen, Präsident

Die Rechtspopulistin Le Pen hat mit dem EU-Skeptiker Dupont-Aignan einen neuen Verbündenten im Rennen für den Élyséepalast.

01.05.2017 - 15:48:05

Wahlendspurt in Frankreich - Le Pen greift Macron frontal an. Kandidat Macron fordert von der EU Reformen.

  • Emmanuel Macron - Foto: Martin Bureau

    Der französische Präsidentschaftskandidat nutzt den 1. Mai für große Kundgebungen. Foto: Martin Bureau

  • Le Pen - Foto: Thibault Camus

    Jean-Marie Le Pen während einer Kundgebung zum Tag der Arbeit in Paris. Foto: Thibault Camus

  • 1. Mai in Paris - Foto: Thibault Camus

    Teilnehmer einer rechten Kundgebung zum Tag der Arbeit schwenken in Paris Flaggen mit der Aufschrift «The French party». Foto: Thibault Camus

Emmanuel Macron - Foto: Martin BureauLe Pen - Foto: Thibault Camus1. Mai in Paris - Foto: Thibault Camus

Paris - Mit harten Angriffen gegen ihren europafreundlichen Gegner Emmanuel Macron hat die die Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen den Wahlendspurt in Frankreich eingeläutet.

Eine knappe Woche vor dem entscheidenden Duell stellte die Rechtspopulistin Macron als Vertreter der Finanzwelt und der Globalisierung dar: «Ich rufe Euch auf, die Finanz, die Arroganz und die Herrschaft des Geldes zu verhindern», sagte Le Pen am Montag in Villepinte bei Paris vor Tausenden Anhängern.

Le Pen warf Macron zudem vor, Frankreich «der deutschen Kanzlerin» unterwerfen zu wollen. Den Namen Angela Merkel nannte sie in diesem Zusammenhang nicht. Le Pen hatte sich im Wahlkampf mehrfach kritisch über Deutschland geäußert und gesagt, sie wolle «nicht Vizekanzlerin von Frau Merkel sein».

Le Pen und Macron treffen am Sonntag (7.5.) in der Wahl-Endrunde aufeinander. Der frühere Wirtschaftsminister Macron gilt in Umfragen als Favorit. Er war Investmentbanker, bevor ihn der sozialistische Präsident François Hollande 2012 als Topmitarbeiter in den Élyséepalast holte. Le Pen sagte, die Finanzwelt habe ein Gesicht - es sei Macron. Der Kandidat werde von Milliardären unterstützt.

Der EU-Skeptiker Nicolas Dupont-Aignan, designierter Premier von Marine Le Pen, leitete deren Rede ein. Er hatte im ersten Wahlgang vor gut eine Woche 4,7 Prozent der Stimmen erhalten.

Macron ist Chef der Bewegung «En Marche!», die sich weder links noch rechts sieht. Der 39 Jahre alte Senkrechtstarter sagte dem britischen Sender BBC, er habe im Wahlkampf stets Europa verteidigt. Es sei aber nötig, die Europäische Union tiefgreifend zu reformieren. Le Pen will Frankreich abschotten, sich von der EU abwenden und aus dem Euro aussteigen.

Macron gedachte an der Seine-Brücke Pont du Carrousel des jungen Marokkaners Brahim Bouarram, der 1995 von Menschen ermordet wurde, die der extremen Rechten nahestanden.

Marine Le Pens Vater, der Front-National-Gründer Jean-Marie Le Pen, legte vor dem Denkmal der französischen Nationalheldin Jeanne d'Arc in Paris - wie schon in früheren Jahren - einen Kranz nieder. Der 88-Jährige war aus der Partei geworfen worden, ist aber nach einer richterlichen Entscheidung immer noch FN-Ehrenvorsitzender.

Zum 1. Mai gingen wieder zahlreiche Menschen auf die Straße, in der Hauptstadt gab es getrennte Märsche. Die gemäßigte Gewerkschaft CFDT hatte dazu aufgerufen, am Sonntag für Macron zu stimmen. Die radikaler eingestellte CGT und andere Gewerkschaften weigerten sich hingegen, für Macron einzutreten.

Im Pariser Osten kam es am Rande der CGT-Demonstration zu Ausschreitungen. Vermummte warfen Molotow-Cocktails, die Polizei setzte nach Angaben des Nachrichtensenders BFMTV Tränengas ein. Es seien zwei Bereitschaftspolizisten verletzt worden, so der Sender. Insgesamt waren 9000 Polizisten und Soldaten im Einsatz.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Pompeo setzt Stachel der Sanktionen an - Harte Linie gegen den Iran. Die Führung in Teheran müsse sich überlegen, ob sie ihre Volkswirtschaft in Gang halten oder ihre militärischen Ambitionen fortsetzen wolle, sagte US-Außenminister Mike Pompeo in Washington. «Beides gemeinsam wird nicht mehr möglich sein», betonte er. Washington - Die USA haben dem Iran angedroht, das Land wirtschaftlich auszutrocknen, sollte Teheran nicht auf eine lange Liste von US-Forderungen zur Befriedung der Nahost-Region eingehen. (Politik, 21.05.2018 - 18:50) weiterlesen...

Maas verurteilt Einschüchterung der Opposition in Venezuela. «Das waren nicht die freien, fairen und transparenten Wahlen, die das venezolanische Volk verdient hat», sagte er am Rande des G20-Außenministertreffens in Buenos Aires. «Wir verurteilen die Einschüchterung der Opposition, die bereits mit der Entmachtung des Parlaments begonnen hatte.»? Die Opposition wirft Maduro Wahlmanipulation vor. Maas zeigte sich auch besorgt, über die katastrophale Versorgungslage in dem südamerikanischen Land. Buenos Aires - Bundesaußenminister Heiko Maas hat das Zustandekommen des Wahlsiegs von Präsident Nicolás Maduro in Venezuela kritisiert. (Politik, 21.05.2018 - 16:50) weiterlesen...

Analyse - Umstrittener Sieg: Maduro zementiert Macht in Venezuela. In einer zweifelhaften Wahl lässt sich der autoritäre Präsident Maduro für weitere sechs Jahre im Amt bestätigen. Besserung ist nicht in Sicht. Hunger, Gewalt, Massenauswanderung: Das südamerikanische Land steckt in der schwersten Krise seiner Geschichte. (Politik, 21.05.2018 - 15:48) weiterlesen...

Massive Manipulationsvorwürfe - Venezuelas Präsident Maduro sichert sich die Macht bis 2025. Dennoch feiert Präsident Maduro seinen «historischen» Wahlsieg. Hunderttausende Venezolaner haben mit ihren Füßen abgestimmt und das Krisenland verlassen. Venezuela steht am wirtschaftlichen Abgrund. (Politik, 21.05.2018 - 15:48) weiterlesen...

Porträt - Nicolás Maduro: Umstrittener «Beschützer des Volkes». Sich selbst betitelt Nicolás Maduro hingegen gern als «Beschützer des Volkes». Caracas ? Die venezolanischen Staatsmedien sprechen über ihn als «den Lenker der Siege» - die Opposition nennt ihn einen Diktator. (Politik, 21.05.2018 - 11:44) weiterlesen...

Präsidentschaftswahl - Venezuela: Wahlamt erklärt Maduro zum Sieger. Der Vorsprung vor Oppositionskandidat Falcón ist groß. Der will die Abstimmung aber nicht akzeptieren. Nicolás Maduro lässt sich sechs weitere Jahre im Amt bestätigen. (Politik, 21.05.2018 - 08:18) weiterlesen...