Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Krankheiten, Gesundheit

Die neue Eintrittskarte im Saarland heißt negativer Schnelltest.

25.03.2021 - 17:10:07

Modellprojekt - Saarland beginnt Ausstieg aus Lockdown. Damit sollen Bürgern bald viele Einrichtungen wieder offen stehen. Möglich macht das ein Modellprojekt. Und eine niedrige Inzidenz.

Saarbrücken - Das Saarland will die Corona-Maßnahmen nach Ostern in einem Modellprojekt weitreichend lockern: Vom 6. April an - dem Dienstag nach Ostern - sollen unter anderem Kinos, Theater, Fitnessstudios und die Außengastronomie wieder öffnen.

Voraussetzung sei ein negativer Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein dürfe, sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). «Wir wollen damit den Menschen eine Perspektive bieten, um gerade im Frühling wieder etwas mehr Lebensqualität genießen zu können.»

Hans sprach sich für neue Wege in der Pandemiebekämpfung aus. «Es muss uns nach einem Jahr Corona-Pandemie mehr einfallen als nur zu schließen und zu beschränken», sagte der Regierungschef. A und O seien die Tests, mit denen wieder mehr privates und auch mehr öffentliches Leben möglich werde.

Bei privaten Treffen und Veranstaltungen im Freien sollen nach dem Osterwochenende im Saarland bis zu zehn Personen erlaubt sein. Auch Kontaktsport im Außenbereich soll dann wieder möglich sein - immer in Verbindung mit einem negativen Test. Wenn alles gut laufe, könne es weitere Öffnungsschritte nach dem 18. April geben - in der Gastronomie, beim Ehrenamt, in den Schulen.

Bund und Länder hatten beim jüngsten Corona-Gipfel beschlossen, dass die Länder in einigen ausgewählten Regionen zeitlich befristete Modellprojekte starten könnten - «mit strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept», um einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens zu öffnen - und um dies zu untersuchen. Die Zeitspanne des Projekts im Saarland war zunächst unklar.

Es gebe viele Bundesländer, die angekündigt hätten, solche Modellregionen jetzt ausweisen zu wollen. «Wir sind aber das einzige Bundesland, dass das als Ganzes tut. Deswegen nennen wir unser Projekt auch das Saarland-Modell», sagte Hans. Das Saarland habe dafür beste Voraussetzungen: Zum einen sei die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche - mit derzeit um die 70 eine der niedrigsten bundesweit.

Zum zweiten verfüge das kleinste Flächenland Deutschlands über eine gute Infrastruktur für Tests. Es gebe mehr als 350 Orte, an denen Bürger mehrfach die Woche kostenfreie Antigen-Schnelltests machen könnten. Zudem sei die Impfquote hoch. Bislang seien rund 150.000 Impfungen gegen das Corona-Virus vorgenommen worden, davon 110.000 Erstimpfungen. Mit einer Quote von 11,4 Prozent bei den Erstimpfungen liege das Land an der Spitze der Bundesländer, sagte Hans.

Kritik kam vom SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach. «Der Kurs des Saarlandes ist fahrlässig. Die Modellregion im Saarland ist ein Experiment, das zu einer schnellen Verbreitung gefährlicherer Mutationen in Deutschland führen kann», sagte er der «Rheinischen Post». Das Saarland habe von anderen Bundesländern «mehr Impfstoff gegen Mutanten bekommen und geht jetzt ins Risiko. Das macht keinen Sinn.»

© dpa-infocom, dpa:210325-99-963443/7

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Corona-Pandemie - SPD-Minister wollen Testpflicht für Betriebe durchsetzen. Die Wirtschaft stemmt sich mit Macht gegen gesetzliche Auflagen - doch SPD-Minister werden ungeduldig. Bei den Corona-Tests in Firmen ist das Ziel noch lange nicht erreicht. (Wirtschaft, 11.04.2021 - 12:11) weiterlesen...

Die neue Notbremse - Was im geplanten Corona-Gesetz stehen könnte Keine Bund-Länder-Runden bis tief in die Nacht, stattdessen ein Gesetz: Die Corona-Regeln sollen überall in Deutschland einheitlich werden - und niemand soll sich mehr rausreden können. (Politik, 10.04.2021 - 15:38) weiterlesen...

Eindämmung der Pandemie - Weitgehend Zustimmung für einheitliche Corona-Regeln. Die Probleme könnten aber mit der Detailarbeit kommen. Lange konnten sich Bund und Länder in der Corona-Bekämpfung nur auf den kleinesten gemeinsamen Nenner einigen, nun sollen einheitliche Regeln her. (Politik, 10.04.2021 - 14:50) weiterlesen...

RKI-Fallzahlen - 24.097 Corona-Neuinfektionen und 246 neue Todesfälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz klettert auf 120. Verglichen mit den Fallzahlen vor einer Woche steigen die Corona-Neuinfektionen weiter an. (Politik, 10.04.2021 - 06:00) weiterlesen...

Pandemie - Bundesweit einheitliche Regeln gegen dritte Corona-Welle. Dazu soll das Infektionsschutzgesetz nachgeschärft werden. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus warnt vor Streit. Die lange geforderte Einheitlichkeit der Corona-Maßnahmen soll kommen. (Politik, 10.04.2021 - 05:10) weiterlesen...

Deutschland - 42 Fälle von Sinusvenenthrombose nach Astrazeneca-Impfung. Laut einem Forscher kann das Vakzin allein nicht der Grund sein. Das Paul-Ehrlich-Institut meldet 42 Verdachtsfälle einer Sinusvenenthrombose nach Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff. (Wissenschaft, 10.04.2021 - 03:56) weiterlesen...