Konflikte, Syrien

Die Luftabwehr feuerte, doch offensichtlich ins Leere: Ein Fehlalarm in Syrien zeigt, wie angespannt die Stimmung im Bürgerkriegsland ist.

17.04.2018 - 14:52:06

Nach Vergeltungsdrohung - Medien: Israel stellt sich auf Raketenangriff Irans ein. Derweil warten Chemiewaffenexperten weiter auf Zugang nach Ost-Ghuta. Israel sieht Anzeichen für iranische Vorbereitungen eines Angriffs aus Syrien.

  • Konflikt in Syrien - Foto: Ammar Safarjalani/XinHua

    Rauch steigt nach dem Einschlag einer Rakete der syrischen Armee über Duma auf. Foto: Ammar Safarjalani/XinHua

  • Duma - Foto: Syrian Civil Defense White Helmets/AP

    Ein Junge holt im syrischen Duma durch ein Beatmungsgerät Luft. Foto: Syrian Civil Defense White Helmets/AP

  • OPCW - Foto: Oliver Berg

    Die OPCW ist verantwortlich für die Umsetzung der Chemiewaffenkonvention aus dem Jahre 1997. Foto: Oliver Berg

  • Duma - Foto: Hassan Ammar, AP

    Menschen stehen vor zerstörten Gebäuden in Duma. Hier soll ein mutmaßlicher Chemiewaffenanschlag passiert sein. Foto: Hassan Ammar, AP

  • Flucht - Foto: Eine Mutter verlässt mit ihren Kindern das umkämpfte Rebellengebiet. Foto: Sana/AP

    Eine Mutter verlässt mit ihren Kindern das umkämpfte Rebellengebiet. Foto: Sana/AP

  • Israelischer F-16-Kampfjet - Foto: Ariel Schalit/AP

    F-16-Kampfjet der israelischen Luftwaffe auf einem Militärflughafen bei Eilat. Foto: Ariel Schalit/AP

Konflikt in Syrien - Foto: Ammar Safarjalani/XinHuaDuma - Foto: Syrian Civil Defense White Helmets/APOPCW - Foto: Oliver BergDuma - Foto: Hassan Ammar, APFlucht - Foto: Eine Mutter verlässt mit ihren Kindern das umkämpfte Rebellengebiet. Foto: Sana/APIsraelischer F-16-Kampfjet - Foto: Ariel Schalit/AP

Damaskus/Tel Aviv - Israel bereitet sich Medienberichten zufolge auf die Abwehr eines iranischen Angriffs aus Syrien vor. Israelische Medien veröffentlichten Luftaufnahmen, die Vorbereitungen der iranischen Luftwaffe auf Militärstützpunkten in dem Bürgerkriegsland zeigen sollen.

Schon in in Kürze könnten Raketen oder bewaffneten Drohnen abgefeuert werden, wie Fernsehsender und die Nachrichtenseite «ynet» meldeten. Dahinter stehe Ghassem Sulejmani, ein Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden. Israels Armee wollte sich dazu nicht offiziell äußern.

Der Iran und die verbündete libanesische Schiitenmiliz Hisbollah hatten Vergeltung für einen mutmaßlich von Israel ausgeführten Raketenangriff auf einen syrischen Militärflugplatz angedroht. Bei dem Angriff vor mehr als einer Woche waren 14 Menschen getötet worden, die Hälfte davon Iraner.

Nach Medienberichten war darunter auch Oberst Mehdi Dehghan, der die Drohneneinheit auf dem Flugplatz befehligt habe. Der iranische Außenamtssprecher Bagharm Ghassemi sagte dazu am Montag, Israel werde «früher und später die Antwort auf diese Angriffe erhalten, so dass das Regime seine Tat bereut».

Ein Fehlalarm in Syrien verursachte unterdessen den Einsatz von Flugabwehrraketen. Die Streitkräfte wurden in der Nacht zum Dienstag in höchste Bereitschaft versetzt, Flugabwehrgeschütze feuerten in den Himmel. Staatliche Medien revidierten später ihre Darstellung eines Angriffs israelischer Kampfflugzeuge. Es habe keine Aggression von außen gegeben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf Militärkreise.

Erst am Samstag hatten die USA, Großbritannien und Frankreich drei Ziele der syrischen Regierung angegriffen und dies mit dem mutmaßlichen Einsatz von Giftgas gerechtfertigt. Dieser gemeldete Chemiewaffeneinsatz in der Stadt Duma in Ost-Ghuta Anfang April hatte Helfern zufolge mindestens 42 Menschen getötet.

Am Mittwoch soll nun ein zunächst blockiertes Team der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) einer russischen Ankündigung zufolge nach Duma reisen. Die neun Experten waren am Samstag in Damaskus eingetroffen, bekamen aber zunächst keinen Zutritt. Großbritannien hatte Russland und Syrien vorgeworfen, die Ermittlungen zu blockieren. Das aber wies Russland entschieden zurück und begründete die Verzögerung mit «Sicherheitsfragen».

Russlands Präsident Wladimir Putin hält eine Untersuchung des mutmaßlichen Giftgasanschlags in der syrischen Stadt Duma durch OPCW-Experten für sehr wichtig. Die Experten der Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen sollten die Vorwürfe sorgfältig und objektiv prüfen, sagte Putin einer Mitteilung des Kremls zufolge in einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag. Merkel kündigte ein baldiges Treffen mit Putin an.

Bundesaußenminister Heiko Maas sieht Deutschland in einer besonderen Mittlerrolle gegenüber Russland. Bei einer Pressekonferenz mit seiner kanadischen Kollegin Chrystia Freeland sagte der SPD-Politiker in Berlin, «dass wir in unserer Rolle auch gegenüber Russland diejenigen sein können, die das Dialogfenster aufstoßen». Frankreich setzt bei der Suche nach einer Lösung des Syrien-Konflikts auf eine Zusammenarbeit mit Deutschland, hieß es am Dienstag aus Diplomatenkreisen in Paris.

Derweil stellten sich die G7-Staaten hinter den Luftangriff der Westmächte am Samstag. Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Japans, Kanadas, des Vereinigten Königreichs, der USA sowie der EU nannten die Attacke in einer gemeinsamen Erklärung «verhältnismäßig und notwendig».

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

EU knüpft Wiederaufbauhilfe für Syrien an Politikwechsel. «Die Europäische Union und die internationale Gemeinschaft werden sich nur dann am Wiederaufbau Syriens beteiligen, wenn es einen politischen Prozess unter Schirmherrschaft der UN gibt», sagte Mogherini bei der Brüsseler Syrien-Konferenz. Ziel der EU sei ein demokratisches und vereintes Syrien. Bei der Konferenz geht es vor allem darum, die Versorgung der Menschen sicherzustellen, die innerhalb Syriens Not leiden. Brüssel - Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hat Russland und den Iran davor gewarnt, langfristig an Syriens Präsident Baschar al-Assad festzuhalten. (Politik, 25.04.2018 - 09:44) weiterlesen...

Beratungen in Brüssel - Deutschland gibt eine Milliarde Euro zusätzlich für Syrien. Jetzt werden die Mittel aufgestockt. Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien hat Deutschland 4,5 Milliarden Euro bereitgestellt, um das Leid der Menschen dort zu lindern. (Politik, 25.04.2018 - 07:06) weiterlesen...

Deutschland gibt eine Milliarde Euro zusätzlich für Syrien. Das gab ?Außenminister Heiko Maas am Mittwochmorgen bei seiner Ankunft in Brüssel bekannt, wo er an ?einer Geberkonferenz für Syrien teilnimmt. Brüssel - Deutschland stellt eine Milliarde Euro zusätzlich für die notleidenden Menschen ?in Syrien und für Flüchtlinge in den benachbarten Ländern zur Verfügung. (Politik, 25.04.2018 - 07:00) weiterlesen...

Deutschland gibt eine Million Euro zusätzlich für Syrien. Das gab ?Außenminister Heiko Maas am Mittwochmorgen bei seiner Ankunft in Brüssel bekannt, wo er an ?einer Geberkonferenz für Syrien teilnimmt. Brüssel - Deutschland stellt eine Milliarde Euro zusätzlich für die notleidenden Menschen ?in Syrien und für Flüchtlinge in den benachbarten Ländern zur Verfügung. (Politik, 25.04.2018 - 06:58) weiterlesen...

Beratungen in Brüssel - Syrien-Konferenz will neue Hilfe auf den Weg bringen Brüssel - Vertreter von mehr als 80 Staaten und Organisationen wollen heute in Brüssel über zusätzliche Hilfsmöglichkeiten für das Bürgerkriegsland Syrien beraten. (Politik, 25.04.2018 - 05:26) weiterlesen...

Syrien-Konferenz will neue Hilfe auf den Weg bringen. Ziel ist vor allem, Unterstützung für die notleidende Zivilbevölkerung zu organisieren. Zudem soll zumindest am Rande auch darüber diskutiert werden, wie die Bemühungen um eine friedliche Lösung des Syrien-Konflikts gefördert werden können. Die EU und die Vereinten Nationen hoffen als Organisatoren des Treffens auf Hilfszusagen in Höhe von insgesamt über sechs Milliarden Dollar. Brüssel - Vertreter von mehr als 80 Staaten und Organisationen wollen heute in Brüssel über zusätzliche Hilfsmöglichkeiten für das Bürgerkriegsland Syrien beraten. (Politik, 25.04.2018 - 02:46) weiterlesen...