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Demonstrationen, Angela Merkel

Die fragile Waffenruhe im Gaza-Konflikt hält.

22.05.2021 - 18:20:10

Deutschland - Zahlreiche Menschen bei Demonstrationen zum Gaza-Konflikt. In Deutschland gehen wieder Hunderte Menschen wegen des Konfliktes zwischen Israelis und Palästinensern auf die Straße - zunächst friedlich.

  • Bundeskanzlerin Merkel - Foto: Markus Schreiber/AP POOL/dpa

    Bundeskanzlerin Angela Merkel Ende M?rz bei einer Pressekonferenz im Kanzleramt. Foto: Markus Schreiber/AP POOL/dpa

  • Kundgebung in Leipzig - Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

    Demonstranten in Leipzig, die f?r die pal?stinensische Seite im Gaza-Konflikt auf die Stra?e gehen. Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

  • Pro-pal?stinensische Demonstration - Foto: Annette Riedl/dpa

    Demonstranten mit pal?stinensischen Fahnen auf dem Berliner Oranienplatz. Foto: Annette Riedl/dpa

  • Demo in K?ln - Foto: Henning Kaiser/dpa

    Teilnehmer einer Demonstration f?r ?Solidarit?t mit Israel, Solidarit?t mit Juden in Deutschland? in K?ln. Foto: Henning Kaiser/dpa

Bundeskanzlerin Merkel - Foto: Markus Schreiber/AP POOL/dpaKundgebung in Leipzig - Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpaPro-pal?stinensische Demonstration - Foto: Annette Riedl/dpaDemo in K?ln - Foto: Henning Kaiser/dpa

Berlin - Zahlreiche Demonstranten haben am Samstag im Nahost-Konflikt abermals Solidarität mit Palästina gefordert. Dabei blieb es bis zum frühen Abend friedlich. In Berlin trugen viele Demonstranten etwa Plakate mit der Aufschrift «Free Palestine».

Nach Schätzungen eines dpa-Reporters nahmen Hunderte Menschen teil. In Leipzig sprach die Polizei von rund 200 Teilnehmern. Auf Plakaten forderten diese «Freiheit für Palästina», «Stoppt den israelischen Terror» und «Jerusalem ist und bleibt Hauptstadt Palästinas».

In Frankfurt beteiligten sich nach Polizeiangaben etwa 950 Demonstranten unter dem Motto «Sofortiges Ende der israelischen Annexion und Aggression». Die Teilnehmer hätten sich auch an die pandemiebedingten Mindestabstände gehalten, teilte die Polizei mit.

Zugleich gab es aber auch kleinere Solidaritätskundgebungen für die israelische Bevölkerung. In Gießen etwa versammelten sich bei einer Kundgebung mit dem Titel «Pro Israel» nach Polizeiangaben rund 300 Menschen. In Köln beteiligten sich nach Einschätzung von Beobachtern mehr als 100 Menschen an einer pro-israelische Kundgebung.

Am Freitag war im Gaza-Konflikt eine Waffenruhe in Kraft getreten. Israel und die im Gazastreifen herrschende Hamas hatten sich darauf unter Vermittlung Ägyptens nach einem elftägigen Schlagabtausch verständigt. In mehreren deutschen Städten hatte es in den vergangenen Tagen antisemitische und anti-israelische Demonstrationen gegeben. Tausende Menschen gingen vor einer Woche auf die Straße, vor allem, um ihre Solidarität mit den Palästinensern zu bekunden. Dabei war es auch zu Zwischenfällen und Ausschreitungen gekommen.

Nach Ansicht des Antisemitismusbeauftragten der Berliner Polizei, Wolfram Pemp, wurde der Hass auf Juden lange massiv unterschätzt. «Nicht nur der muslimische Antisemitismus, sondern Antisemitismus in Gänze wurde viel zu lange nicht so wahrgenommen, wie man ihn hätte wahrnehmen müssen», sagte er dem «Tagesspiegel» (Samstag). «Einige sind davon ausgegangen, das Thema hätte sich für uns erledigt. Doch es hat sich eben nicht erledigt.» Das gilt laut Pemp nicht nur im Kontext der pro-palästinensischen Demonstrationen, sondern auch bei Protesten der sogenannten Corona-Bewegung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warnte in ihrer wöchentlichen Videobotschaft: «Wer Hass gegen Juden auf unsere Straßen trägt, wer volksverhetzende Beleidigungen äußert, stellt sich außerhalb unseres Grundgesetzes.» Die Kanzlerin sprach von «unerträglichen antisemitischen Äußerungen auf einigen Demonstrationen der letzten Tage». Sie forderte spürbare Folgen für die Täterinnen und Täter.

© dpa-infocom, dpa:210522-99-700870/4

@ dpa.de