Demonstrationen, Klima

Die Forderungen der Klimabewegung an die neue Bundesregierung stehen.

22.10.2021 - 15:00:06

Demonstration - Tausende fordern in Berlin besseren Klimaschutz. Lautstark erinnern die Aktivisten in Berlin erneut daran.

  • Demonstration - Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

    Demonstranten versammeln sich bei Protestaktionen der Klimaschutzinitiative ?Fridays for Future? vor dem Brandenburger Tor. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

  • Demonstration - Foto: Philipp Znidar/dpa

    Bei einer Protestaktion von ?Fridays for Future? steht ein Teilnehmer mit einem Transparent vor dem Brandenburger Tor. Foto: Philipp Znidar/dpa

  • Willy-Brandt-Haus - Foto: Annette Riedl/dpa

    Protestierende mit Transparenten am Willy-Brandt-Haus, der SPD-Zentrale, in Berlin. Foto: Annette Riedl/dpa

Demonstration - Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpaDemonstration - Foto: Philipp Znidar/dpaWilly-Brandt-Haus - Foto: Annette Riedl/dpa

Berlin - Knapp vier Wochen nach der Bundestagswahl haben Tausende Demonstranten in Berlin von der künftigen Bundesregierung einen besseren Klimaschutz gefordert.

Anhänger der Bewegung Fridays for Future sowie weiterer Bündnisse zogen vom Brandenburger Tor aus durch das Regierungsviertel. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurde die angemeldete Zahl von 10.000 Teilnehmenden nahezu erreicht, konkret sprach er von einer «hohen vierstelligen» Zahl. Laut Veranstalter waren etwa 3000 Teilnehmende aus dem gesamten Bundesgebiet angereist, weitere Angaben gab es zunächst nicht.

«Klimakrise ist jetzt»

Die Umweltschützer von Fridays for Future fordern unter anderem einen verbindlichen Kohleausstieg bis 2030 und einen Einbaustopp für fossile Verbrennermotoren ab 2025. Unter dem Motto «Ihr lasst uns keine Wahl» protestierten die Demonstranten gegen das aus ihre Sicht bislang zu zögerliche Handeln. Dabei riefen sie unter anderem «Unsere Zukunft ist nicht verhandelbar» und «Hoch mit dem Klimaschutz, runter mit der Kohle». Auf Transparenten hieß es etwa «Power to the People», «Klimakrise ist jetzt» oder «We need action».

Bei einer Kundgebung vor der SPD-Parteizentrale in Kreuzberg betonte Klimaaktivistin Luisa Neubauer: «Und wenn wir jetzt hier stehen und sagen: "Liebe Regierung, liebe Koalitionspartner:innen, 1,5 Grad", dann meinen wir das so, das steht nicht zur Verhandlung, wir machen keine halben Sachen.»

Die Demonstration war zugleich Auftakt der Aktionstage, zu dem das Bündnis «Gerechtigkeit Jetzt!» anlässlich der Koalitionsverhandlungen von SPD, Grüne und FDP aufgerufen hat. Weitere Kundgebungen waren unter anderem in Baden-Württemberg und Thüringen geplant. Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg wollte in ihrer Heimatstadt Stockholm mit Menschen aus aller Welt für mehr Klimaschutz demonstrieren. Dabei haben sie vor allem die Weltklimakonferenz im Blick, die Ende Oktober im schottischen Glasgow die beginnt und als besonders bedeutend für den Kampf gegen die Erderwärmung gilt.

Staatsschutz ermittelt

Rund 400 Polizisten waren nach Angaben eines Polizeisprechers bei der Demonstration in Berlin im Einsatz. Unterdessen ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz beim Berliner Landeskriminalamt wegen Schmierereien mit Bezug zur Klimakrise an der SPD-Parteizentrale. Angesichts des Inhalts der vier Schriftzüge sowie des Zeitpunktes der Tat liege ein politisches Tatmotiv nahe, sagte der Polizeisprecher.

Mitarbeitende einer Sicherheitsfirma hatten die Schmierereien an dem Gebäude in der Wilhelmstraße in Kreuzberg in der Nacht zum Freitag gegen 2.30 Uhr entdeckt. Vier vermummte Personen sollen in Richtung Mehringplatz davongerannt sein, hieß es von der Polizei. Unter anderem sei zu lesen gewesen «2045 ist zu spät», hieß es von der Polizei.

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