Konflikte, USA

Die Folgen der Haft in Nordkorea hat er nicht überlebt: Nur wenige Tage nach seiner Rückkehr in die USA stirbt der US-Student Otto Warmbier.

20.06.2017 - 15:46:07

USA kündigen harte Gangart an - Nach Haft in Nordkorea: US-Student Otto Warmbier gestorben. Die politischen Spannungen mit dem kommunistisch geführten Land nehmen weiter zu.

Washington - Der Tod des US-Studenten Otto Warmbier hat in Politik und Gesellschaft zu harscher Kritik an der kommunistischen Führung in Nordkorea geführt. US-Außenminister Rex Tillerson kündigte eine harte Gangart an.

«Wir werden Nordkorea zur Verantwortung ziehen für Otto Warmbiers ungerechtfertigte Gefangennahme», sagte Tillerson. Zudem forderten die USA die Freilassung dreier weiterer US-Bürger, die in Nordkorea festgehalten werden.

Zuvor hatte bereits US-Präsident Donald Trump mit deutlichen Worten erklärt, Nordkorea sei für den Tod Warmbiers verantwortlich. «Die Vereinigten Staaten verurteilen aufs Neue die Brutalität des nordkoreanischen Regimes, während wir dessen jüngstes Opfer betrauern», hieß es in einer Mitteilung des Weißen Hauses. Südkorea forderte die Freilassung aller Landsleute und Amerikaner.

Der 22-Jährige Warmbier war am Montag in seiner Heimat im US-Bundesstaat Ohio gestorben. Er hatte nach Darstellung von Ärzten schwere Hirnschäden erlitten und war im Wachkoma liegend in die USA zurückgebracht worden. Er konnte zwar die Augen öffnen und blinzeln, es gab aber keine Anzeichen, dass er auf Sprache oder non-verbale Aufforderungen reagieren konnte.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch forderte strengere Sanktionen. «Nordkorea ist das größte Freiluft-Gefängnis der Welt», sagte HRW-Deutschland-Direktor Wenzel Michalski dem Bayerischen Rundfunk.

Woher die gesundheitlichen Schäden rührten, ist bisher nicht abschließend geklärt. Die Führung in Pjöngjang hatte US-Diplomaten gegenüber angegeben, Warmbier sei in der Haft an Botulismus erkrankt - einer schweren Nahrungsmittelvergiftung. Nach Meinung von US-Medizinern könnten die Schädigungen im Hirn dagegen von einem Sauerstoffentzug stammen.

Die Eltern wiesen die Schuld am Tod ihres Sohnes direkt Nordkorea zu. «Leider ließen die furchtbaren, qualvollen Misshandlungen unseres Sohnes durch die Nordkoreaner keinen anderen Ausgang zu als den traurigen, der sich heute ereignet hat», erklärten sie.

Warmbier war im Januar 2016 in Nordkorea festgenommen und im März zu 15 Jahren Straflager verurteilt worden. Die kommunistische Führung in Pjöngjang warf ihm Straftaten gegen den nordkoreanischen Staat vor. So soll er in einem Hotel ein Propagandaplakat von der Wand genommen haben, um es zu stehlen. Warmbier war über China gereist. Der Touranbieter stellte sein Angebot für US-Amerikaner inzwischen ein. US-Behörden raten ihren Bürgern dringend von Reisen nach Nordkorea ab.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Netanjahu: Verlegung der US-Botschaft historischer Moment. Jerusalem - Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat Pläne zur Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem im Mai begeistert begrüßt. Die Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump sei «ein großartiger Moment für die Bürger Israels und ein historischer Moment für den Staat Israel», sagte Netanjahu während der wöchentlichen Kabinettssitzung. Er dankte Trump und beschrieb ihn als «großen Freund des Staates Israel». Das US-Außenministerium hatte am Freitag mitgeteilt, die Eröffnung der Botschaft werde mit dem 70. Jahrestag der Gründung Israels zusammenfallen. Das Datum ist der 14. Mai. Netanjahu: Verlegung der US-Botschaft historischer Moment (Politik, 25.02.2018 - 14:48) weiterlesen...

Streit um Atomprogramm - Nordkorea angeblich zu Gesprächen mit den USA bereit. Trotz der harschen Worte im Konflikt um Nordkoreas Atomrüstung verkündet Südkorea plötzlich, dass Nordkorea mit den USA reden wolle. Neue Sanktionen, neues Säbelrasseln. (Politik, 25.02.2018 - 14:32) weiterlesen...

Streit um Atomprogramm - Südkorea: Nordkorea zu Gesprächen mit USA bereit Seoul - Nordkorea ist nach südkoreanischen Regierungsangaben zu Gesprächen mit den USA bereit. (Politik, 25.02.2018 - 14:06) weiterlesen...

Nahostkonflikt - Sorgen und Sehnsucht: Flüchtlinge im Gazastreifen. UNRWA fürchtet nun auch um die Versorgung von einer Million Flüchtlinge im Gazastreifen. Sorgen plagen auch Rukaja al-Hissi, die weiter von der Rückkehr in die alte Heimat träumt. Die USA kürzen die Hilfen für das Palästinenserhilfswerk der Vereinten Nationen. (Politik, 25.02.2018 - 11:58) weiterlesen...

Südkoreas Präsident empfängt umstrittenen General aus Nordkorea. Das Treffen fand in Pyeongchang statt, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Der Empfang des Generals ist in Südkorea heftig umstritten, weil er als Ex-Auslandsgeheimdienstchef für Provokationen und einen tödlichen Torpedo-Angriff auf ein südkoreanisches Kriegsschiff 2010 verantwortlich gemacht wird. Er führt die Delegation an, die Machthaber Kim Jong Un unter anderem zur Abschlussfeier entsandt hat. Pyeongchang - Noch vor der Abschlussfeier für die Olympischen Winterspiele hat Südkoreas Präsident Moon Jae In den nordkoreanischen General Kim Yong Chol empfangen. (Politik, 25.02.2018 - 11:56) weiterlesen...

UN-Sicherheitsrat stimmt für Waffenruhe in Syrien. Nach anfänglichem Widerstand Russlands und tagelangen Verhandlungen stimmten die 15 Mitgliedsländer jetzt in New York geschlossen für eine entsprechende Resolution. Völkerrechtlich bindende Druckmittel zur Durchsetzung der Waffenruhe enthält der Text allerdings nicht. Die Resolution soll Helfern Zugang zu belagerten Gebieten verschaffen und UN-Helfern ermöglichen, Opfer in Sicherheit zu bringen. New York - Der UN-Sicherheitsrat hat für mindestens 30 Tage eine Waffenruhe für das Bürgerkriegsland Syrien gefordert. (Politik, 24.02.2018 - 22:30) weiterlesen...