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Konflikte, Bundesregierung

Die Evakuierungsaktion der Bundeswehr in Kabul ist angelaufen - unter dramatischen Bedingungen.

17.08.2021 - 16:10:10

Bundeswehr in Afghanistan - Zweite Evakuierungsmaschine holt 125 Menschen aus Kabul. Zunächst konnten nur sieben Menschen nach dem Siegeszug der Taliban in Sicherheit gebracht werden. Nun sind es mehr.

  • Airbus A400M - Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

    Transportflugzeuge vom Typ Airbus A400M auf dem Fliegerhorst Wunstorf. Von hier aus waren mehrere Maschinen der Luftwaffe Richtung Afghanistan gestartet. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

  • Afghanistan - Foto: -/AP/dpa

    US-Soldaten bewachen eine Absperrung am internationalen Flughafen in Kabul. Foto: -/AP/dpa

  • Afghanistan - Foto: -/AP/dpa

    Hunderte von Menschen haben sich in Kabul vor dem internationalen Flughafen versammelt. Foto: -/AP/dpa

  • Afghanistan - Foto: -/AP/dpa

    Taliban-K?mpfer stehen auf einem Turm des Innenministeriums Wache. Foto: -/AP/dpa

Airbus A400M - Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpaAfghanistan - Foto: -/AP/dpaAfghanistan - Foto: -/AP/dpaAfghanistan - Foto: -/AP/dpa

Berlin/Kabul - Mit einem zweiten Bundeswehrflugzeug sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums 125 Menschen aus Afghanistan ausgeflogen worden.

«Mit 125 Evakuierten ist der A400M von Kabul wieder auf dem Weg nach Taschkent/Usbekistan», schrieb das Ministerium am Dienstagnachmittag auf Twitter. «An Bord sind deutsche Staatsbürger und afghanische Ortskräfte sowie weitere zu Schützende.»

Außenminister Heiko Maas (SPD) schrieb auf Twitter davon, dass «mehr als 120 Personen, Deutsche, Afghanen und Angehörige anderer Nationen» an Bord seien. «Die Luftbrücke ist angelaufen und wird intensiv fortgesetzt, sofern die Sicherheitslage dies irgendwie zulässt.»

Nach der faktischen Machtübernahme der Taliban hatte eine erste Maschine in der vorangegangenen Nacht die ersten fünf Deutschen sowie einen Europäer und einen Afghanen aus Kabul unter schwierigen Bedingungen ins Nachbarland Usbekistan ausgeflogen. Der Transportflieger vom Typ A400M war zuvor fünf Stunden lang über dem Flughafen Kabul gekreist, der wegen chaotischer Zustände auf dem Rollfeld gesperrt war. Das Benzin hätte nicht mehr lange gereicht.

Die Bundesregierung will die Evakuierungsaktion nun mit Hochdruck fortsetzen. Die beiden A400M sollen zwischen Kabul und Taschkent pendeln. Auch US-Maschinen sollen weiter genutzt werden. In der Nacht zu Montag waren 40 Botschaftsmitarbeiter mit einem Flugzeug der amerikanischen Verbündeten nach Doha im Golfemirat Katar gebracht worden.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte, sollte eine dauerhafte Luftbrücke, in Abstimmung etwa mit der US-Regierung, zustandekommen, könnten auch mehr Transportkapazitäten bereitgestellt werden.

© dpa-infocom, dpa:210816-99-865329/22

@ dpa.de