Tarife, Öffentlicher Dienst

Die Erwartungen sind groß.

15.04.2018 - 14:50:05

Entscheidung in Potsdam - Dritte Verhandlungsrunde für Tarife im öffentlichen Dienst. Über Tage haben Warnstreiks den Alltag vieler Bürger massiv gestört. Nun wird das Verhandlungsfinale erwartet.

  • Warnstreiks im öffentlichen Dienst - Foto: Monika Skolimowska

    Mit am Tisch sitzt in Potsdam auch erstmals Bundesinnenminister Horst Seehofer. Foto: Monika Skolimowska

  • Innenminister Seehofer - Foto: Peter Kneffel

    Horst Seehofer ist bei den Gesprächen der Verhandlungsführer des Bundes. Foto: Peter Kneffel

  • Seehofer - Foto: Ralf Hirschberger

    Kurz vor dem Start der dritten Verhandlungsrunde protestieren Mitglieder des Deutschen Beamtenbundes vor dem Tagungshotel. Foto: Ralf Hirschberger

Warnstreiks im öffentlichen Dienst - Foto: Monika SkolimowskaInnenminister Seehofer - Foto: Peter KneffelSeehofer - Foto: Ralf Hirschberger

Potsdam - In Potsdam hat am Nachmittag die dritte und entscheidende Runde für die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst begonnen. Arbeitgeber- wie Arbeitnehmerseite zeigten sich zuversichtlich, dass es in dieser Runde zu einem Ergebnis kommt.

Der neue Verhandlungsführer des Bundes, Innenminister Horst Seehofer (CSU), sagte vor Beginn, die Gewerkschaften forderten zurecht, dass die Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst an der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung im Lande teilheben sollten. Allerdings bekräftigte er zugleich, dass deren Forderungen - unter anderem nach sechs Prozent mehr Gehalt - zu hoch seien. Die Arbeitgeber wollten in der Runde ein Angebot vorlegen, sagte Seehofer, ohne genauer darauf einzugehen.

Verdi-Chef Frank Bsirske warnte, die Abstände der Entgelte im öffentlichen Dienst zur Privatwirtschaft dürften nicht immer größer werden. «Der öffentliche Dienst muss attraktiver werden.» Das gelte besonders auch für Auszubildende. Zum neuen Verhandlungsführer Seehofer sagte Bsirske, offenbar habe dieser Verständnis dafür, dass gerade die unteren Einkommen bessergestellt werden sollten.

Auch der Vorsitzende des Beamtenbunds dbb, Ulrich Silberbach, erwartete einen Durchbruch bis Dienstag. Aber: «Sollten die Arbeitgeber sich einer vernünftigen, konstruktiven Lösung verweigern, dann werden wir weiter kämpfen für unsere berechtigten Forderungen. Dann würden wir die Arbeitskampfmaßnahmen natürlich nochmal verstärken müssen.»

Es geht um das Einkommen von 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen. In den vergangenen Tagen hatten massive Warnstreiks unter anderem Teile des Nahverkehrs in Deutschland lahmgelegt und den Flugverkehr gestört. Seehofer räumte ein, dass die Aktionen und auch die Haltung der Bevölkerung für mehr Einkommen im öffentlichen Dienst ihn durchaus beeindruckt hätten.

@ dpa.de

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