Steuern, Autoindustrie

Die Energiesteuer, früher Mineralölsteuer genannt, fällt für das Jahr 2017 mit 41 Milliarden überraschend hoch aus.

04.02.2018 - 12:32:58

Bund kassiert so viel Mineralölsteuer wie seit 14 Jahren nicht

Das entspricht einem Plus von gut zwei Prozent. Nur im Jahr 2003 nahm der Staat mit 43 Milliarden Euro noch mehr Geld aus dieser Bundessteuer ein.

Die Zahlen aus dem Bundesfinanzministerium stammen aus einer Untersuchung des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV), über die die "Welt" in ihrer Montagausgabe berichtet. Die Einnahmen sind aus mehreren Gründen erstmals seit Langem wieder gestiegen. So hat sich 2017 der Dieselabsatz um rund zwei Prozent auf 38,7 Millionen Tonnen erhöht - allen Skandalen und Abgesängen auf den Kraftstoff zum Trotz. Ebenso setzten die etwa 14.000 Tankstellen in Deutschland 2017 mit 18,6 Millionen Tonnen zwei Prozent mehr Benzin ab. Fast 90 Prozent der Energiesteuersumme stammen aus dem Verkauf dieser beiden Kraftstoffe. Deshalb machen sie auch in absoluten Zahlen gemessen den Hauptanteil der höheren Steuereinnahmen aus. Die restlichen zehn Prozent entfallen auf Heizöl und Erdgas. Mit 30 Prozent nahmen die Steuereinnahmen auf Erdgas besonders deutlich zu. Die Energiesteuer ist die wichtigste Bundessteuer, sie steht ausschließlich dem Bund zu. So betrug der Anteil der Energiesteuern am gesamten Bundeshaushalt 2017 bedeutende 12,5 Prozent. In Zukunft könnte diese Einnahme jedoch wieder sinken, nämlich wenn es zu einem Erfolg der Elektroautos kommt. Der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes, Christian Küchen, sagte: "Gäbe es nur noch E-Autos und legt man die heutigen Steuersätze zugrunde, würden die Einnahmen aus der Energiesteuer um 90 Prozent einbrechen."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Merkel: Einigung bei EU-Finanzplanung womöglich erst nach Europawahl. Sie wolle keine Versprechen abgeben, die nicht einzuhalten seien, sagte sie am Dienstag in Berlin in der Fraktionssitzung der Union nach Teilnehmer-Angaben. Nach der Europawahl im Mai 2019 ergebe sich vielleicht ein besseres Zeitfenster. Ob Deutschland - wie von EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) ins Gespräch gebracht - rund drei Milliarden Euro mehr pro Jahr zahlen müsse, sei ebenfalls noch unklar. Man müsse zuerst auf einen Vorschlag der Kommission warten. BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält es für möglich, dass die mittelfristige EU-Finanzplanung nicht vor der Europawahl im kommenden Jahr abgeschlossen werden kann. (Wirtschaft, 20.02.2018 - 17:21) weiterlesen...

EU-Finanzminister wegen US-Steuerreform in Alarmbereitschaft. Unter anderem wollen sie sich gegen mögliche Folgen der US-Steuerreform wappnen. Auch die Unternehmensbesteuerung in Europa und grüne Investments spielten eine Rolle. BRÜSSEL - Die EU-Finanzminister haben bei ihrem Treffen am Dienstag eine Reihe heikler Themen behandelt. (Wirtschaft, 20.02.2018 - 17:20) weiterlesen...

Altmaier: Deutsch-französische Steuerinitiative bis Jahresende. "Ich gehe davon aus, dass wir über die Bemessungsgrundlage noch in diesem Jahr eine Verständigung erzielen können", sagte Altmaier nach dem Treffen der EU-Finanzminister am Dienstag in Brüssel. BRÜSSEL - Deutschland und Frankreich wollen nach den Worten von Bundesfinanzminister Peter Altmaier (CDU) bis Jahresende eine gemeinsame Initiative zur Angleichung der Bemessungsgrundlage für Unternehmenssteuern vorlegen. (Wirtschaft, 20.02.2018 - 16:13) weiterlesen...

EU-Finanzminister nehmen US-Steuerreform in den Blick. "Wir werden alles tun, um unfairen Wettbewerb zu vermeiden", sagte Bundesfinanzminister Peter Altmaier (CDU) beim Treffen mit seinen EU-Amtskollegen am Dienstag in Brüssel. "Wir möchten vermeiden, dass Unternehmen ihren Sitz verlagern aus Europa [...], wir möchten vermeiden, dass Investitionsströme umgelenkt werden." Vielmehr müsse auf den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) bestanden werden. BRÜSSEL - Die EU-Finanzminister sind wegen der Steuerreform von US-Präsident Donald Trump in Alarmbereitschaft. (Wirtschaft, 20.02.2018 - 11:42) weiterlesen...

Merkel sieht Finanzlage der EU nach Brexit kritisch. Die finanzielle Lage sei "sehr fordernd", sagte die CDU-Vorsitzende am Montag vor einem Treffen mit dem luxemburgischen Premierminister Xavier Bettel. Sie nannte die Verteidigungspolitik, Migration und die Bekämpfung von Fluchtursachen als große finanzielle Aufgaben. Nicht alle EU-Mitgliedstaaten seien dafür, nach dem Austritt Großbritanniens mehr Geld auszugeben, sagte Merkel. BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die Finanzplanung der EU durch den bevorstehenden Brexit vor erheblichen Herausforderungen. (Wirtschaft, 19.02.2018 - 19:59) weiterlesen...

Merkel und Rutte wollen Herausforderungen in EU gemeinsam angehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Montagabend vor einem Treffen mit dem niederländischen Ministerpräsident Mark Rutte, beide Seiten hätten in Europa immer konstruktiv zusammengearbeitet. Man wolle am Abend über den künftigen Finanzrahmen der EU sprechen, fügte die Kanzlerin hinzu. BERLIN - Deutschland und die Niederlande wollen die Herausforderungen in Europa trotz der langen Regierungsbildung in Deutschland weiterhin gemeinsam angehen. (Wirtschaft, 19.02.2018 - 19:35) weiterlesen...