Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Steuern, Finanzindustrie

Die deutschen Finanzdienstleister wollen mit einem abgestimmten Vorschlag verhindern, dass die Bundesregierung einen Staatsfonds für die Altersvorsorge einführt.

18.11.2019 - 18:49:29

Finanzbranche will Riester-Reform

Sie regen eine radikale Vereinfachung der bestehenden Riester-Förderung an. So sollte die staatliche Förderung auf alle Steuerpflichtigen ausgeweitet, die Garantiepflicht flexibilisiert und die Fördersystematik vereinfacht werden, fordern die Verbände der Versicherer, der Fondsgesellschaften und der Bausparkassen in ihrem Fünf-Punkte-Plan, über den die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet.

An diesem Dienstag wollen sie die Ideen Vertretern der betroffenen Bundesministerien und des Bundeskanzleramts vorstellen. Ausgangspunkt des Fünf-Punkte-Plans ist die Erkenntnis, dass nur ein abgestimmtes Vorgehen die Politik davon abhalten könne, einen Staatsfonds einzuführen, der eine kostengünstige Vorsorge für einen möglichst großen Personenkreis ermöglichen soll, so die Zeitung weiter. Neu verbreitete Standardprodukte sollen keine teuren Wahlmöglichkeiten (beispielsweise Entnahmen oder aufgeschobene Rentenzahlungen) und keine individuelle Fondsauswahl mehr enthalten. Verbraucher, die solche Optionen wünschen, können dann für teurere individuelle Lösungen votieren. Die Förderung soll zudem radikal vereinfacht werden: An die Stelle der kombinierten Vorteile aus Zulagen und Steuerersparnis soll ein festes Verhältnis treten. Jeder selbst eingezahlte Euro soll vom Staat mit 50 Cent gefördert werden. Bislang zahlt er durchschnittlich etwa 40 Cent. Die Reform würde den Bundeshaushalt nach Verbandsangaben um 200 bis 300 Millionen Euro jährlich belasten. Anders als bisher sollen auch Selbstständige förderberechtigt sein - das würde die komplizierte Handhabung bei gebrochenen Erwerbsbiographien erleichtern. Die bislang starren Beitragsgarantien (jeder eingezahlte Euro muss mindestens wieder ausgezahlt werden) sollen flexibilisiert werden, wodurch ein höherer Aktienanteil in der Kapitalanlage möglich wäre. Und um die 800.000 Zulagenrückforderungen im Jahr erheblich zu reduzieren, soll die Zentrale Zulagenstelle in Brandenburg Ansprüche vorab prüfen. "Ein System abzureißen und neu zu bauen schafft kein Vertrauen, dass es für mehr als 15 Jahre hält", sagte Peter Schwark, Mitglied der Geschäftsführung des Versichererverbands GDV. Man habe mit den Wettbewerbsverbänden festgestellt, dass die Gemeinsamkeiten größer als die Unterschiede seien. Allen ging es darum, einen Staatsfonds zu verhindern. "Er brächte eine Wettbewerbsverzerrung nicht nur für die Anbieter von Riester-Produkten, sondern für den gesamten Anlagemarkt mit sich", sagte Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des Fondsverbands BVI. "Die Verbreitung würde massiv sein, das würde auch andere Produkte verdrängen."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Walter-Borjans stellt schwarze Null und Schuldenbremse in Frage. "Wenn die schwarze Null einer besseren Zukunft für unsere Kinder entgegensteht, dann ist sie falsch, dann muss sie weg", sagte er am Freitag auf dem SPD-Parteitag in Berlin. BERLIN - Der angehende SPD-Chef Norbert Walter-Borjans will zugunsten von nötigen Investitionen notfalls auch auf die Schuldenbremse im Grundgesetz verzichten. (Wirtschaft, 06.12.2019 - 13:38) weiterlesen...

Laschet will an schwarzer Null im Bundeshaushalt festhalten. "In diesen Zeiten haben wir hohe Steuereinnahmen", sagte der NRW-Regierungschef im "Morning Briefing"-Podcast von Gabor Steingart. "Und man kann einen Haushalt aufstellen ohne neue Schulden. Und zur Überraschung von Walter-Borjans zeigen wir gerade, dass so etwas selbst in Nordrhein-Westfalen möglich ist. DÜSSELDORF - Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat Forderungen des designierten SPD-Führungsduos Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken nach Aufgabe des ausgeglichenen Haushaltsziels zurückgewiesen. (Wirtschaft, 06.12.2019 - 11:00) weiterlesen...

Oberfinanzdirektion NRW sorgt für Teilerfolg im Kampf gegen den Soli Die Steuerzahler sind dem Ziel einen Schritt näher gekommen, den Solidaritätszuschlag bereits vom kommenden Jahr an loszuwerden: Die Oberfinanzdirektion (OFD) Nordrhein-Westfalen hat die Finanzbeamten des Landes angewiesen, die offenbar massenhaften Einsprüche von Steuerzahlern gegen Soli-Vorauszahlungen für das kommende Jahr vorerst ruhen und damit unbearbeitet zu lassen, bis ein Gericht über eine Musterklage zur Abschaffung des Zuschlags entschieden hat. (Politik, 06.12.2019 - 08:04) weiterlesen...

Trumps Anwälte: Kongress darf Steuerunterlagen nicht anfordern. Mit der Anforderung der Unterlagen unter Strafandrohung habe der Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses seine Befugnisse überschritten, argumentierten die Anwälte in einem am Donnerstag beim Supreme Court eingereichten Antrag. Die Abgeordneten verfolgten keine legislative Agenda, sondern betrieben eine unzulässige strafrechtliche Ermittlung, hieß es weiter. Das Gericht müsse Trump Recht geben, um das Amt des Präsidenten vor einer Dominanz des Kongresses zu schützen. WASHINGTON - Nach dem Willen der Anwälte Donald Trumps soll das Oberste Gericht die vom Kongress verlangte Herausgabe der Steuerunterlagen des US-Präsidenten ablehnen. (Wirtschaft, 05.12.2019 - 23:42) weiterlesen...

Bundesregierung stoppt Pläne für Neubau von Regierungsterminal am BER. Staatsgäste der Bundesregierung in Berlin sollen damit künftig an einem bereits bestehenden Interimsterminal empfangen werden, verlautete am Donnerstag aus Regierungskreisen. Zuvor hatte der rbb darüber berichtet. BERLIN - Die Bundesregierung hat Pläne zum Neubau eines Regierungsterminals am Hauptstadtflughafen BER vorerst gestoppt. (Boerse, 05.12.2019 - 18:32) weiterlesen...

Materielle Einsatzbereitschaft der Bundeswehr bleibt schlecht. Die Einsatzbereitschaft habe im Jahr 2019 durchschnittlich bei etwa 70 Prozent gelegen, "auf einem mit den Jahren 2017 und 2018 vergleichbaren Niveau", heißt es in einem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Bericht des Verteidigungsministeriums. Nötig seien "zusätzliche Anstrengungen". Sorgenkinder bleiben Hubschrauber, das Transportflugzeug A400M sowie der Schützenpanzer Puma, von denen kaum 30 Prozent verwendet werden können. BERLIN - Die Bundeswehr kommt bei der Verbesserung der Einsatzbereitschaft vieler Hauptwaffensysteme wie Hubschrauber und Flugzeuge nicht voran. (Boerse, 05.12.2019 - 17:50) weiterlesen...