Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Gesundheit, Krankheiten

Die Corona-Pandemie hat Österreich weiter fest im Griff.

17.01.2021 - 17:10:07

Wegen Virusmutation - Österreich verlängert Lockdown bis 7. Februar. Geschäfte und Gastronomie bleiben noch länger zu. Bundeskanzler Kurz verspricht der Bevölkerung aber einen normalen Sommer.

Wien - Österreich verlängert den Corona-Lockdown bis zum 7. Februar. Bundeskanzler Sebastian Kurz begründete dies am Sonntag in Wien damit, dass ansteckendere Mutationen des Virus nun auch in Österreich angekommen seien. Die Lage habe sich nochmals deutlich verschärft.

Ziel sei, nach der zweiwöchigen Verlängerung Handel und Museen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wieder zu öffnen. Auch Dienstleistungsbetriebe wie Friseure sollen dann wieder arbeiten dürfen.

Allerdings müssten die täglich gemeldeten Neuinfektionen deutlich sinken, fügte Kurz hinzu. So lange blieben Ausgangsbeschränkungen in Kraft und auch Schulen im Fernunterricht. Nach Ende des Lockdowns ist geplant, die Schule in Schichtbetrieb wieder zu öffnen. Skipisten und Eislaufplätze sind weiterhin geöffnet.

Ursprünglich waren Lockerungen zum 25. Januar geplant. Aufgrund der neuen, in Großbritannien entdeckten Virus-Mutation hatten Experten jedoch davor gewarnt, zu früh zu öffnen. Die ansteckende Virus-Variante B.1.1.7 sei ersten Erkenntnissen bereits relativ stark in Österreich verbreitet. In den kommenden zehn Wochen werde das Virus noch sehr viel von den Österreichern abverlangen, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober. «Es wird die schwierigste Phase der Pandemie werden.»

Knapp drei Wochen nach Beginn des jüngsten harten Lockdowns lag die Zahl der Neuinfektionen am Sonntag bei 1267. Die Sieben-Tages-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektion pro 100.000 Einwohner - hatte sich zuletzt zwischen 130 und 150 eingependelt. In Deutschland lag diese Zahl am Sonntag bei 136. Kurz nannte als Zielwert, dass es mit Ende des Lockdowns nur noch 600 bis 700 Neuinfektionen pro Tag geben dürfe - eine Inzidenz von etwa 50.

Seit Beginn der Pandemie sind in Österreich mit seinen knapp neun Millionen Einwohnern mehr als 7000 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Kurz zeigte sich aber überzeugt, dass durch Impfungen im Sommer das normale Leben wieder einkehren werde.

Der Sicherheitsabstand, den Menschen in Österreich einhalten sollen, wird von einem auf zwei Meter ausgedehnt. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln müssen künftig - wie in Bayern - FFP2-Masken getragen werden. Die Masken sollen einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus appellierte die Regierung an Firmen, Beschäftigte möglichst von zu Hause arbeiten zu lassen. Eine Pflicht zum Home Office - wie von Experten gefordert - gibt es aber nicht.

Mitte Februar sei geplant, die Lage für Gastronomie, Hotellerie und Veranstalter neu zu beurteilen, sagte Kurz. Eine Öffnung sei aber frühestens im März möglich. Das Finanzministerium kündigte an, von den Sperren betroffene Unternehmer bis zum Ende der Pandemie finanziell zu unterstützen.

Die Opposition reagierte unterschiedlich. Die Vorsitzende der sozialdemokratischen SPÖ, Pamela Rendi-Wagner, begrüßte die Verlängerung. «Die Infektionszahlen sind zu hoch, die Mutationen ein heftiger Beschleuniger der Virusausbreitung.» Die liberalen Neos tragen die Regelungen ebenfalls mit. Kritik kam aber an der Impfstrategie. Norbert Hofer, Chef der rechten FPÖ, zeigte sich hingegen «enttäuscht» und «wütend». Die Bevölkerung verstehe dies nicht mehr und zeige vermehrt «zivilen Ungehorsam».

Die Verkündung der neuen Maßnahmen kam einen Tag nach einer großen Demonstration gegen die Corona-Regeln in Wien, an der sich etwa 10 000 Menschen beteiligten. Abstandsregeln und Maskenpflicht wurden nach Polizeiangaben weitgehend ignoriert. Insgesamt gab es 23 Festnahmen. Zudem wurden mehr als 300 Anzeigen erstattet.

© dpa-infocom, dpa:210117-99-58605/5

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Corona-Pandemie - Virus-Varianten: Biden warnt vor steigenden Fallzahlen. Doch nun stagnieren sie zum ersten Mal. US-Präsident Biden appelliert an das Durchhaltevermögen der Bevölkerung. Nach dem Machtwechsel in Washington sind die Corona-Fallzahlen gefallen. (Politik, 27.02.2021 - 02:30) weiterlesen...

Pandemie - RKI verschärft Empfehlung zu Corona-Mutanten. Hintergrund: Bislang ist unklar, wie die neuen Erreger ausgeschieden werden. Ärzte sollen bei einer Infektion mit einer Virus-Variante oder auch nur dem Verdacht darauf 14 Tage Isolation anordnen. (Politik, 26.02.2021 - 18:08) weiterlesen...

Impfstoffhersteller - Biontech-Gründer erhalten Bundesverdienstkreuz. Doppelte Ehre für das Forscher-Paar Özlem Türeci und Ugur Sahin: Die Preisverleihung am 19. März ist zugleich die erste persönliche Ordensaushändigung durch Bundespräsident Steinmeier in diesem Jahr. Impfstoffhersteller - Biontech-Gründer erhalten Bundesverdienstkreuz (Politik, 26.02.2021 - 17:56) weiterlesen...

Debatte um Lockerungen - Laschet mahnt vor Corona-Beratungen Einigkeit an. Zugleich kritisiert er Indiskretionen bei vorangegangenen Runden. Öffnungen nur, um «schwere Schäden» abzufangen: Mit dieser Position geht NRW-Ministerpräsident Laschet in die neuen Corona-Verhandlungen. (Politik, 26.02.2021 - 17:56) weiterlesen...

Impfstoffhersteller - Biontech-Gründer erhalten Verdienstorden der Bundesrepublik. März ist zugleich die erste persönliche Ordensaushändigung durch Bundespräsident Steinmeier in diesem Jahr. Doppelte Ehre für das Forscher-Paar Özlem Türeci und Ugur Sahin: Die Preisverleihung am 19. (Politik, 26.02.2021 - 17:06) weiterlesen...

Rückgang der Todesfälle - Großteil der Pflegeheimbewohner gegen Corona geimpft. Der Effekt ist bereits spürbar. Mehr als 550.000 Pflegeheimbewohner haben bereits die zweite Impfung erhalten. (Politik, 26.02.2021 - 17:04) weiterlesen...