Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Gesundheit, Krankheiten

Die Corona-Fallzahlen in Deutschland sind momentan nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) immer noch sehr hoch.

12.11.2020 - 12:02:11

Maßnahmen noch Monate nötig - RKI betont Ernst der Corona-Lage

Berlin - Die Corona-Lage in Deutschland ist nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) nach wie vor sehr ernst. Das Infektionsgeschehen nehme immer noch in ganz Deutschland zu, Kliniken meldeten zunehmend Engpässe, sagte RKI-Chef Lothar Wieler in Berlin.

In seinen jüngsten Zahlen registrierte das RKI fast 22.000 neue Infektionen - knapp 3400 mehr als am Mittwoch. All diese Menschen könnten weitere anstecken, sagte Wieler. Die Zahl der Intensivpatienten und der Toten steige - und werde das mit zeitlichem Verzug auch weiter tun. Es sei damit zu rechnen, dass manche Kliniken an ihre Kapazitätsgrenzen kämen.

Vorsichtig optimistisch stimme ihn aber, dass die Kurve der Neuinfektionen zuletzt weniger steil gestiegen sei, schilderte Wieler. Noch wisse man aber nicht, ob es sich dabei um eine stabile Entwicklung handele. Es sei abzuwarten, ob sich dies fortsetze. Auch für eine Beurteilung der Effekte des Teil-Lockdowns sei es deshalb noch zu früh. Wie schnell das Infektionsgeschehen abgebremst werden könne, hänge vom Verhalten der Menschen ab.

Wieler rief zum Einhalten der Maßnahmen auf: Regeln wie Abstandhalten, Hygiene und Lüften würden die Menschen noch lange begleiten. «Wir müssen noch ein paar Monate die Pobacken zusammenkneifen», sagte er. Es gebe in Deutschland beachtliche Erfolge. «Wir sind diesem Virus nicht hoffnungslos ausgeliefert.» Die Mehrheit der Bevölkerung habe den Sinn der Maßnahmen verstanden.

Der Mikrobiologe und Veterinärmediziner mahnte aber auch, dass es für eine entspanntere Sicht der Dinge zu früh sei. Rund die Hälfte der Kliniken in Deutschland melde inzwischen Engpässe. Häufigster Grund sei das Personal, das zum Teil ebenfalls erkranke oder in Quarantäne müsse, sagte Wieler und bezog sich auf Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. Es gelte zu verhindern, dass sich die Situation weiter zuspitze.

Ziel sei nach wie vor, die Zahl der Neuinfektionen wieder auf ein Level zu bringen, mit dem auch die Krankenhäuser umgehen können. Es gelte, so wenige Infektionen wie möglich zuzulassen. Ein bisheriger Höchststand der registrierten Infektionen war am Samstag mit 23.399 Fällen innerhalb von 24 Stunden erreicht worden. Die Dunkelziffer kann in Hotspots nach RKI-Schätzungen allerdings vier- bis fünfmal so hoch liegen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 727.553 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 12.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 215 auf insgesamt 11 982. Wieler sagte, eine halbe Million Menschen habe die Erkrankung überstanden.

Die Infektionszahlen sind auch mit Blick auf die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am kommenden Montag von Bedeutung. Die Runde hatte am 28. Oktober einen Teil-Lockdown beschlossen, der seit dem 2. November zunächst bis Monatsende gilt. Unter anderem müssen viele Freizeiteinrichtungen und Restaurants geschlossen bleiben. Nach 14 Tagen - also am kommenden Montag - soll eine Zwischenbilanz gezogen und Maßnahmen möglicherweise verändert werden.

© dpa-infocom, dpa:201112-99-303268/7

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Hoffen auf baldige Impfungen - Corona-Pandemie: Teil-Lockdown bis zum 10. Januar verlängert. Viele Menschen sehnen sich nach ihrem normalen Leben zurück. Doch in der Corona-Pandemie läuft es auf einen längeren Teil-Lockdown bis zum 10. Januar hinaus - erst einmal. Hoffen auf baldige Impfungen - Corona-Pandemie: Teil-Lockdown bis zum 10. Januar verlängert (Politik, 03.12.2020 - 07:32) weiterlesen...

Impfstoff-Lagerung kompliziert - Britisches Impfprogramm birgt auch Schwierigkeiten Nach der Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer will die britische Regierung möglichst schnell mit den Immunisierungen beginnen. (Politik, 03.12.2020 - 05:20) weiterlesen...

Aufruf zu Schutzmaßnahmen - Biden warnt Amerikaner vor 250.000 weiteren Corona-Toten. Der scheidende US-Präsident Trump hält an Feiern im Weißen Haus fest. Sein gewählter Nachfolger Biden zeichnet ein düsteres Bild für die kommenden Monate. Die US-Gesundheitsbehörde CDC rät wegen der Pandemie dringend von Reisen und Familienbesuchen rund um Weihnachten ab. (Politik, 03.12.2020 - 02:12) weiterlesen...

Bund und Länder: Teil-Lockdown wird bis in den Januar verlängert. Berlin - Der Teil-Lockdown mit geschlossenen Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen wird bis zum 10. Januar verlängert. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihren Beratungen am Mittwoch beschlossen, wie die CDU-Politikerin im Anschluss mitteilte. «Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist», sagte Merkel. Bund und Länder: Teil-Lockdown wird bis in den Januar verlängert (Politik, 02.12.2020 - 20:31) weiterlesen...

Bund und Länder beschließen - Teil-Lockdown wird bis in den Januar verlängert. Geschlossene Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen: Der Teil-Lockdown bleibt mindestens bis zum 10. Januar bestehen. Darauf haben sich heute Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder geeinigt. Bund und Länder beschließen - Teil-Lockdown wird bis in den Januar verlängert (Politik, 02.12.2020 - 20:30) weiterlesen...

Wer bezahlt die Milliarden? - Corona-Kosten: Kanzlerin berät mit Ministerpräsidenten. Deshalb ringen Bund und Länder seit Tagen um die Frage, wer am Ende die Rechnung bezahlen muss. Die Corona-Krise kommt den Staat teuer zu stehen. (Politik, 02.12.2020 - 19:48) weiterlesen...