Arbeitsmarkt, BA-Vorstand

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) wehrt sich gegen Forderungen der Politik nach Stellenstreichungen in der Behörde.

10.09.2017 - 07:02:32

BA-Vorstand Holsboer warnt Politik vor Stellenstreichungen

"Wir warnen vor vorschnellen Forderungen nach Kürzung, denn die Arbeitslosenzahl allein reicht nicht aus, um zu beurteilen, wie viel Personal die BA braucht", sagte Valerie Holsboer der "Welt am Sonntag". Die Behörde habe viele Aufgaben, die völlig unabhängig von Konjunktur und Arbeitsmarkt seien.

Als Beispiel nannte Holsboer die Auszahlung des Kindergelds. Zudem habe die BA bereits mit der guten Arbeitsmarktentwicklung in den Jahren 2011 und 2012 begonnen, Personal abzubauen. Diese Konsolidierung sei fast abgeschlossen. Zudem werde bei der Arbeitsvermittlung, dem Kernthema der Bundesagentur, der Kontakt mit den Kunden arbeitsintensiver, so Holsboer, in deren Vorstandsressort die Bereiche Personal und Finanzen fallen. "Früher hatten wir viele Bewerber, die arbeitslos waren und auf der anderen Seite Arbeitgeber, die uns ihre offenen Stellen gemeldet haben. Da hat sich immer jemand gefunden, der auf eine Stelle gepasst hat", sagte sie der Zeitung. "Heute haben wir sehr oft Mühe, einen passenden Arbeitnehmer für eine Stelle zu finden. Häufig müssen wir die Arbeitslosen erst qualifizieren und dann Schritt für Schritt mit offenen Stellen zusammenbringen." Angesichts der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und der stark gesunkenen Arbeitslosigkeit gibt es immer wieder Forderungen, das Personal der BA zu reduzieren und der gesunkenen Arbeitslosigkeit anzupassen. Die selbstverwaltete Behörde beschäftigte im vergangenen Jahr rund 98.800 Personen. Im Jahr 2011 hatte die BA noch 115.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2015 war die Zahl der BA-Beschäftigten allerdings bereits auf 96.300 Personen gesunken, bevor sie im vergangenen Jahr erneut gestiegen ist. Holsboer sagte der "Welt am Sonntag", dass sich die Personalkonsolidierung in den vergangenen Monaten unter anderem wegen der Herausforderungen bei der Integration von Flüchtlingen verlangsamt habe.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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