Gesundheit, Krankheiten

Die Bund-Länder-Runde hat die Corona-Regeln in der Gastronomie verschärft, die Quarantänevorschriften gelockert - das sorgt für unterschiedliche Reaktionen.

08.01.2022 - 05:22:11

Bund und Länder - Lob und Kritik für neue Corona-Beschlüsse. Deutschlandweit kündigen sich Proteste an.

Unklar ist derzeit noch, ab wann die neuen Regeln zu Quarantäne und Isolation gelten sollen. Die dafür erforderlichen Änderungen rechtlicher Regelungen würden Bund und Länder «zeitnah» vornehmen, heißt es im Beschluss. «Aus meiner Sicht wäre es notwendig, dazu schnellstmöglich Sondersitzungen von Bundesrat und Bundestag zu machen», sagte die Finanzministerin von Schleswig-Holstein, Monika Heinold, der Deutschen Presse-Agentur. Der Bundesrat tagt Freitag kommende Woche.

Bei den schärferen Regeln für die Gastronomie schlagen nicht alle Bundesländer den gleichen Weg ein. Beschlossen wurde bei der Konferenz eine 2G-plus-Regelung für Restaurants, Cafés oder Kneipen beschlossen. Das bedeutet, dass nur noch Geboosterte oder doppelt Geimpfte mit tagesaktuellem Test Zugang erhalten sollen. In einer ganzen Reihe von Bundesländern gilt dies bereits. Sachsen-Anhalt hat aber bereits angekündigt, diese Regelung nicht umzusetzen, Bayern will die Pläne noch prüfen.

Teils scharfe Kritik

Aus der Branche kam teilweise scharfe Kritik: «Die Politik sieht uns mit 2G Plus als Teil der Lösung, um die Boosterkampagne zu beschleunigen. Gleichzeitig werden wir als Problembereich bezeichnet, das ist inakzeptabel», sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Ingrid Hartges, der «Bild». Sie erwarte mehr Wertschätzung und Respekt für die Branche. Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) begrüßte die schärferen Corona-Regeln für die Gastronomie, forderte aber ein Mindestkurzarbeitergeld von 1200 Euro im Monat für die Beschäftigten.

Für das Wochenende sind in verschiedenen Städten Deutschlands wieder Proteste gegen die Corona-Maßnahmen geplant. In Düsseldorf kündigten Gegner der Impfpflicht einen Zug mit mehreren Tausend Menschen durch die Stadt an. In Hamburg werden 11. 000 Demonstranten erwartet, auch in Frankfurt und Freiburg soll es große Proteste geben.

© dpa-infocom, dpa:220108-99-631855/4

@ dpa.de

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