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Brände, Notfälle

Die Brände auf der zweitgrößten griechischen Insel Euböa wüten immer heftiger - es fehlt an Löschflugzeugen.

07.08.2021 - 10:16:10

Brände in Südeuropa - Insel-Gouverneur fleht um Hilfe bei Feuerbekämpfung. In Athen sind die Bewohner wegen der beißenden Luft aufgerufen, zu Hause zu bleiben.

  • Waldbr?nde in der T?rkei - Foto: Uncredited/NASA/AP/dpa

    Diese NASA-Satellitenaufnahme zeigt mehrere Waldbr?nde an der Mittelmeerk?ste der T?rkei. Foto: Uncredited/NASA/AP/dpa

  • Waldbr?nde in Griechenland - Foto: Giannis Spyrounis/ilialive.gr/AP/dpa

    Ein Flugzeug wirft L?schwasser ?ber einem Waldbrand in Olympia ab. Foto: Giannis Spyrounis/ilialive.gr/AP/dpa

  • Niedergebrannter Wald - Foto: Uncredited/AP/dpa

    Die verheerenden Br?nde in der T?rkei hinterlassen verkohlte Landstriche. Foto: Uncredited/AP/dpa

  • Waldbr?nde in Griechenland - Foto: Thodoris Nikolaou/AP/dpa

    Der Rauch der Waldbr?nde zieht ?ber das Feld - Sonnenblumen lassen die K?pfe h?ngen. Foto: Thodoris Nikolaou/AP/dpa

  • Waldbr?nde in Griechenland - Foto: Marios Lolos/XinHua/dpa

    Im von verheerenden Waldbr?nden getroffenen Griechenland spitzt sich die Lage weiter zu. Foto: Marios Lolos/XinHua/dpa

  • Waldbr?nde in Griechenland - Foto: Angelos Tzortzinis/DPA/dpa

    Ein ausgebranntes Haus ist w?hrend eines Waldbrandes n?rdlich von Athen zu sehen. Foto: Angelos Tzortzinis/DPA/dpa

  • Zerst?rte Grabsteine - Foto: Anne Pollmann/dpa

    Vom Feuer zerst?rte Grabsteine stehen auf dem Friedhof des Dorfes Kalemler (Antalya). Foto: Anne Pollmann/dpa

  • Freiwillige Helfer - Foto: Angelos Tzortzinis/dpa

    Freiwillige Helfer geben ihr Bestes, um einen Waldbrand n?rdlich von Athen zu l?schen. Foto: Angelos Tzortzinis/dpa

  • Flucht vor den Flammen - Foto: Thodoris Nikolaou/AP/dpa

    Am Strand von Kochyli werden Menschen mit einer F?hre evakuiert. Foto: Thodoris Nikolaou/AP/dpa

Waldbr?nde in der T?rkei - Foto: Uncredited/NASA/AP/dpaWaldbr?nde in Griechenland - Foto: Giannis Spyrounis/ilialive.gr/AP/dpaNiedergebrannter Wald - Foto: Uncredited/AP/dpaWaldbr?nde in Griechenland - Foto: Thodoris Nikolaou/AP/dpaWaldbr?nde in Griechenland - Foto: Marios Lolos/XinHua/dpaWaldbr?nde in Griechenland - Foto: Angelos Tzortzinis/DPA/dpaZerst?rte Grabsteine - Foto: Anne Pollmann/dpaFreiwillige Helfer - Foto: Angelos Tzortzinis/dpaFlucht vor den Flammen - Foto: Thodoris Nikolaou/AP/dpa

Athen/Istanbul - Die Brände auf der zweitgrößten griechischen Insel Euböa wüten immer stärker. Fanis Spanos, der für die Insel zuständige Gouverneur der Region Mittelgriechenland, setzte am Samstagmorgen über Facebook einen verzweifelten Hilferuf ab.

«Das Feuer geht unvermindert weiter, es verbrennt Wälder und zerstört Häuser, es bedroht Menschenleben! Wir wollen endlich eine ernsthafte Anzahl von Löschflugzeugen, die wir seit dem ersten Tag fordern! Und mehr Löschzüge!» Die Feuer könnten nicht alleine mit Bulldozern bekämpft werden, fügte Spanos hinzu. «Wenn wir nichts unternehmen, wird sich das Feuer wirklich überall ausbreiten», warnte er.

Auf Euböa waren in den vergangenen Tagen zahlreiche Ortschaften evakuiert worden. Auch mit Fähren wurden Menschen abgeholt, weil der Landweg mancherorts abgeschnitten war. Viele Häuser sind bereits abgebrannt - genaue Zahlen des Ausmaßes liegen jedoch noch nicht vor. Die Einsatzkräfte konzentrieren sich derzeit noch auf die stärker besiedelte brennende Region im Norden Athens.

«Schließen Sie alle Fenster»

In der Millionenmetropole Athen sorgt die Brandkatastrophe für gefährliche Luft. Wegen der starken Rauchbildung stinkt die ganze Stadt und Asche geht am dritten Tag in Folge nieder. «Schließen Sie alle Fenster und gehen Sie nicht aus dem Haus», riefen die Behörden die Einwohner auf.

Die ganze Nacht durch loderten im Norden der griechischen Hauptstadt die Flammen. Noch am Abend waren Orte evakuiert und die Menschen in Hotels, bei Verwandten und Bekannten untergebracht worden. «Wenn wir es heute nicht schaffen, die Brände einzudämmen, dann werden wir ein Riesenproblem haben», sagte der für den Zivilschutz zuständige Vizegouverneur des Großraums Athens, Wassilis Kokkalis, im am Samstagmorgen im Staatsfernsehen.

Weil die Winde in der Nacht und am frühen Morgen nachließen, gebe es ein «Zeitfenster» für die Feuerwehr, die Brände im Norden Athens in den Griff zu bekommen, hieß es. Unterdessen bestätigte Kokkalis, dass es drei Festnahmen mutmaßlicher Brandstifter gegeben habe.

Auch die Halbinsel Peloponnes, Kreta weit im Süden des Landes und Städte wie Grevena hoch im Norden sind von den seit Tagen nach langer Hitze und Trockenheit ausgebrochenen Bränden betroffen.

Hilfe aus der Ukraine, Rumänien und Zypern

An den Löscharbeiten nehmen inzwischen auch Feuerwehrleute aus der Ukraine, Rumänien und Zypern teil. Zudem sind Löschflugzeuge und Hubschrauber aus Frankreich, der Schweiz, Schweden und Kroatien im Einsatz.

Deutschland hat bisher keine Hilfe in die gebeutelte Region geschickt - aktuell wird aber geprüft, ob ein Bundesland Einsatzkräfte der Feuerwehr nach Griechenland entsenden kann. Seit Beginn der Brände haben nach Angaben des Bundesinnenministeriums Griechenland, Albanien, Italien, Nordmazedonien und die Türkei über die EU Unterstützung angefragt. Die Bundesregierung sei zudem direkt um Hilfe gebeten worden. Gefragt worden sei jedoch überwiegend nach Löschflugzeugen, über die Deutschland nicht verfüge, sagte ein Ministeriumssprecher.

Türkisches Kraftwerk von Flammen bedroht

Auch in der Türkei, in der besonders die Küstenregionen im Süden und Westen seit Tagen schwer betroffen sind, bedrohen Brände weiterhin zahlreiche Orte. Im westtürkischen Mugla kamen die Einsatzkräfte nicht zur Ruhe, im Bezirk Köycegiz wurden lokalen Behörden zufolge am Freitagabend die ersten Menschen in Sicherheit gebracht. Erneut mussten Feuerwehrkräfte ein Kraftwerk vor den Flammen schützen und brennbares Material wegschaffen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.

Im südtürkischen Antalya hat sich die Lage inzwischen beruhigt. Dort haben die Brände jedoch große Zerstörung hinterlassen. Ganze Dörfer wurden in Asche gelegt. Die Katastrophenschutzbehörde Afad stellte Container als Notunterkünfte auf.

Zugleich wächst die Wut auf die Regierung. Seit Beginn der Brände vergangene Woche wird immer wieder Kritik an deren Krisenmanagement laut.

© dpa-infocom, dpa:210805-99-728418/22

@ dpa.de